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Bad Homburg und Hochtaunus
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24. Januar 2013

Kommentar Oberursel: Also doch

 Von Jürgen Streicher

SPD und Grüne verkaufen ihre Seele, indem sie dem Verkauf des Altkönigsportplatzes zustimmen. Und sie schämen sich noch nicht einmal dafür.

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Es müsste den Genossen und den Grünen eigentlich schmecken, dass gut betuchte Oberurseler oder reiche Neubürger das geplante neue Hallenbad bezahlen sollen. Hat es aber nicht, als 2011 Kommunalwahlen waren. Da war nur der Bürgermeister aus ihren Reihen standhaft und hat den Verkauf des Altkönigsportplatzes als „notwendig und alternativlos“ bezeichnet. Im Einklang mit CDU und FDP, die dafür kräftig büßen mussten und die Mehrheit im Stadtparlament verloren.

Nun ist die Schamfrist abgelaufen, die neue Mehrheit aus SPD, Grünen und OBG bereits Vergangenheit, das Loch für den Hallenbad-Neubau gebuddelt. Und das nur, weil sich die CDU mit einem geschickten Schachzug zurück ins Rennen gebracht hat. Ohne sie hätte es im Herbst 2012 keine „Schwimmbad-Koalition“ gegeben. Grüne und SPD mussten dafür von alten Denkmustern abweichen und zumindest indirekt ihre Seele verkaufen. Für das Ja der CDU zum Bad wurde der Sportplatz geopfert, in einem Nebensatz wurde das strategisch vorbereitet. Dass er jetzt zur optimalen Verkaufsfläche deklariert wird, um die Finanzierung des Bads zu sichern, wundert keinen Beobachter der politischen Szene. Da wirkt eher die normative Kraft des Faktischen.

SPD und Grüne werden sich nun nicht einmal schämen. Sie haben bei einer Spielwiese für sportliche Randgruppen den Daumen gesenkt – für ein Spielbecken, das ebenfalls nur von einem kleinen Teil der Bevölkerung genutzt werden wird und nur eine Minderheit für die körperliche Ertüchtigung erreicht.

Lob für ihren Pragmatismus werden sie sich abholen, weil das Hallenbad den Schulen und Vereinen dient. Und natürlich dem Image der Stadt mehr als ein alter Sportplatz.

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