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Bad Homburg und Hochtaunus
Berichte und Bilder aus Bad Homburg und dem Hochtaunus

18. Januar 2013

Skulptur Hammerform Oberursel: Kunst im fließenden Verkehr

 Von Jürgen Streicher
Eberhard Müller-Fries macht Kunst aus Holz, Feuer und Wasser.  Foto: Andreas Arnold

In Oberursel reicht eine Skulpturenachse vom Bahnhof zur Hohemark. Die Werke von Eberhard Müller-Fries sind mitten in der Stadt aufgestellt.

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Kunst und Kultur im öffentlichen Raum ergibt positives Stadtmarketing. So lautet die Gleichung, die zum Bildhauer-Symposium beim Hessentag formuliert wurde. Parallel dazu hat der Oberurseler Künstler Eberhard Müller-Fries in seinem Feuer-Atelier „quARTier“ auf der Gänsewiese am Rand des Rushmoor-Parks seine „Brennungen“ vollzogen.

An fünf Standorten zwischen Bahnhof und Verkehrskreisel an der Hohemark ist nun ein Teil der damals entstandenen Werke zu sehen. Sie bilden die Skulpturenachse zum Thema „Wasser – Mühlen – industrielle Entwicklung“. Geschaffen im Auftrag der Stadt.

Dreckiges Handwerk

Im kleinen Steingarten neben der Personenunterführung am Bahnhof beginnt die Achse, dort steht seit Ende 2011 die Skulptur „Große Hammerform“, die jetzt schon von wachsenden Bäumen fast verdeckt wird. Weitere „Hammerformen“ stehen nun auf der Dreiecksinsel in Höhe Post, wo die Berliner Straße in die Hohemarkstraße mündet, andere gebrannte Kunstwerke wurden mitten im fließenden Verkehr auf kleinen Inseln in Höhe Lahnstraße und Fischbachstraße platziert. Das ist im Sinne des Künstlers, wie Udo Keidel-George versichert, der Geschäftsführer des Kultur- und Sportfördervereins (KSfO).

Sein „dreckiges Handwerk“, wie der Bildhauer Müller-Fries es bei der Arbeit in der Tag und Nacht offenen Werkstatt mit Ruß im Gesicht und schwarzen Händen selbst nannte, sucht die Verbindung von Feuer und Wasser. Der Künstler setzt dabei die Schnitte ins Holz, durch die sich das Feuer in den Stamm fressen kann. Und er entscheidet, wann der Transformationsprozess vom organischen zum mineralischen Material beendet ist. Stoppt die Kraft des Feuers mit selbst gefertigtem Werkzeug und mit einer anderen Urkraft – mit Wasser. Die entstandenen schwarzen Skulpturen fügt Müller-Fries mit Holz in der noch organischen Form als Installation zusammen.

Drittes Symposium im August

Kontemplative Kunstbetrachtung ist entlang der Skulpturenachse an der „Lebensader Hohemarkstraße“ kaum möglich, die Wahrnehmung beschränkt sich auf einen kurzen Blick im Vorbeirauschen mit U-Bahn oder Auto.

Mit Ruhe verknüpft könnte die Kunstbetrachtung bei der zweiten Achse sein, dem „Pfad der Skulpturen“ am gestalteten Stadtparkweg zwischen Bahnhof und oberem Maasgrund. Rund um den kleinen Weiher im Rushmoor-Park stehen schon Werke Oberurseler Künstler, die beim ersten Bildhauer-Symposium 2009 entstanden. In den Bäumen hängt noch das preisgekrönte Mobile vom Hessentag.

Ein drittes Bildhauer-Symposium zum Thema „Stadtzeichen“ ist vom 9. bis 18. August geplant. Federführend soll es der KSfO planen und organisieren, der bisherige Kurator Martin Schmidt ist nicht mehr vorgesehen. Seine Idee, das Symposium bundesweit auszuschreiben, war der Stadt zu kostspielig. Laut Keidel-George sollen wie bei der Premiere vor vier Jahren nur Oberurseler Künstler und eventuell ein Gastkünstler eingeladen werden.

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