Bad Homburg und Hochtaunus
Berichte und Bilder aus Bad Homburg und dem Hochtaunus

22. Januar 2013

Wetter im Hochtaunus: Schulfrei nach Blitzeis und Schnee

 Von Jürgen Streicher und Miriam Keilbach

Viele Bildungsanstalten haben am Montag wegen Blitzeis und Schneefällen geschlossen, auch der Nahverkehr ist eingeschränkt.

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Das Winterwetter mit Blitzeis und Schneefällen hat tausenden Schülern im Hochtaunuskreis gestern einen freien Tag beschert. Hauptargument der Schulleiter, die in Absprache mit dem Staatlichen Schulamt schulfrei gaben, waren die unsicheren Verkehrsverhältnisse. RMV und Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) hatten am Sonntagabend gemeldet, dass die Fahrten der U3 durch Oberursel eingestellt worden seien. Es war nicht absehbar, ob die Linie rechtzeitig wieder aufgenommen werden konnte. Vor allem weiterführende Schulen mit größerem Einzugsbereich sagten den Schulbetrieb ab.

Nur eine Handvoll Schüler traf um kurz vor acht Uhr in der Erich-Kästner-Schule mit Haupt- und Realschulzweig ein, die benachbarte Feldbergschule blieb dunkel, ebenso das Oberurseler Gymnasium direkt an der U-Bahn-Haltestelle Stadtmitte. Die Schüler fanden die Info auf den jeweiligen Internetseiten.

Abgesagt wurde der Unterricht auch in der Frankfurt International School (FIS), ein Großteil der Schüler wird mit Bussen aus der gesamten Region in die Schule am Oberurseler Waldrand gebracht. In Kronberg gab die Altkönigschule (AKS) frei, in Königstein das Taunus-Gymnasium, die St.-Angela-Schule und das Bischof-Neumann-Gymnasium, in Neu-Anspach die Adolf-Reichwein-Schule. In Grundschulen wurde der Schulbetrieb aufrecht erhalten, in der Regel wohnen die meisten Kinder im fußläufigen Umkreis.

Der Hochtaunuskreis als Schulträger hält sich aus den Entscheidungen raus. Nach Auskunft von Kreis-Sprecher Markus Koob schaltet sich die Schulbehörde nur ein, wenn Gefahr im Verzug sei. So werde bei starkem Schneefall die Schneelast auf Schulgebäuden überprüft und in kritischen Fällen eine Sperrung verfügt. So war es vor einigen Jahren nötig, als zum Teil über 30 Zentimeter Nassschnee auf Sporthallendächern lag.

Ärgerlich war die Wetterlage für Pendler. Bis etwa neun Uhr gestern morgen verkehrten die U-Bahn-Linien 2 und 3 nur zwischen Südbahnhof und Miquel-/Adickesallee. Entlang der Linie 3 mussten die Bahnsteige zunächst von Eis und Schnee befreit und der Fahrweg kontrolliert werden, hieß es seitens der VGF.

Die Linie 2 nach Bad Homburg hatte ein weiteres Problem. In der Nacht war in Niederursel ein Ast unter der Last des Eises auf die Oberleitungen gekracht. Um neun Uhr konnte die U2 wieder auf der gesamten Strecke verkehren.

Die S-Bahn-Linie 5 hatte Verspätung. Besonders am Morgen war die Lage angespannt, weil viele Pendler vom Auto auf den Zug umgestiegen sind. Außerdem fuhren in Frankfurt keine Straßenbahnen, einige nutzten daher die S-Bahn. „Bei dem Wetter muss man Verspätungen rechnen“, sagte eine Bahn-Sprecherin.

Kleine Verspätungen gab es auch bei den Stadtbussen in Bad Homburg. Da der Betriebshof aber bereits um vier Uhr im Einsatz war und die Straßen mit Busverkehr frühzeitig räumt, konnten alle Linien problemlos verkehren.

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