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Ambulanz für Herzinsuffizienz

Hochtaunuskliniken bieten Patienten mit hohem Versorgungsbedarf eine Anlaufstelle

Die Hochtaunus-Kliniken haben jetzt auch eine Ambulanz für Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz eingerichtet. Dazu hat das hessische Sozialministerium der Klinik im Dezember die Bewilligung erteilt. Mit dieser Anlaufstelle sollen laut Auskunft der Klinik, Notfallsituationen für die Patienten nach Möglichkeit vermieden werden. Diese leiden bei den kleinsten Anstrengungen wie Treppensteigen oder Einkaufen bereits unter Atemnot. Wegen solch plötzlicher Herzerschöpfung werden gegenwärtig viele Patienten in Krankenhäusern stationär aufgenommen und behandelt, rund 300 000 Patienten sind es in ganz Deutschland, mit weiterhin steigender Tendenz.

Die neue Ambulanz steht unter der Leitung des Kardiologen und ärztlichen Direktors der Klinik, Hans Hölschermann, der bereits viele Jahre Leiter der Herzinsuffizienz- und Herztransplantationsambulanz der Uniklinik Gießen war. Sie ist mit allen bildgebenden Verfahren wie etwa MRT, CT, Echokardiograph und Sonographie ausgestattet. Es gibt dort einen Herzkatheter-Messplatz, Schrittmacher- und Defibrillator-Sprechstunden.

Hausärzte oder die behandelnden Fachärzte können ihre Patienten mit entsprechenden Erkrankungen der Herzinsuffizienz-Ambulanz zuweisen. Diese ist zunächst montags bis freitags von 14 bis 16 Uhr geöffnet, Anmeldung unter Telefon 06172/143133.

Die Spezialambulanz sei eine Ergänzung der vertragsärztlichen Versorgung, der durch den besonderen Versorgungsbedarf dieser schwer kranken Patienten begründet sei, teilt die Klinikleitung mit. Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz haben nach Aussagen der Klinik oft eine schlechtere Prognose und geringere Lebenserwartung als Krebspatienten. Ihr Zustand verschlechtere sich immer wieder, sie erleiden in Abständen eine sogenannte Dekompensation. Deshalb müssen sie auch häufig mehrfach pro Jahr stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Die ambulante Versorgung dieser Patienten in der Klinik ist durch eine gesetzliche Erweiterung möglich geworden. Dadurch wurden laut einer Mitteilung der Klinik die Möglichkeit zur ambulanten Behandlung im Krankenhaus erweitert. Laut Hölschermann werden niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser in Zukunft weiter zusammenrücken und sich gemeinsam Gedanken darüber machen, wie Patienten gut und nah am Wohnort versorgt werden können. (prop.)

Datum:  22 | 2 | 2012
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