Das Stadtarchiv kann aus dem Vollen schöpfen. Wenn es gilt, den 125. Todestag von Dr. Friedrich Rolle zu begehen, müssen keine fremden Bestände ausgeliehen werden – etwa 700 Manuskripte, Homburgensien und naturwissenschaftliche Materialien sind in den kurstädtischen Lagern vorhanden.
Das Gedenkjahr hebt an mit der Präsentation noch nie gezeigter Exponate. Am Samstag, 11. Februar, wird im Gotischen Haus um 15 Uhr das neue Rolle-Kabinett seiner Bestimmung übergeben. Zu sehen sind neben handgemalten Karten und seltenen Publikationen auch die gesammelten Mineralien des Geologen. Wer in den Schriften und Notizbüchern schmökern will, hat dazu am 11. Februar in den Räumen des Stadtarchivs Gelegenheit. Zwischen 14 und 18 Uhr öffnet sich eine bunte Welt aus geologischen und theologischen Fragestellungen, aus Kleiderlisten und Gedichten, aus germanischen Sagen und heimischer Mundart. Zu den Schmuckstücken der Archiv-Sammlung zählen das Herbarium und die Tagebücher aus den Jahren 1846 bis 1853.
Den Rolle-Samstag beschließt ein Vortrag im Gartensaal des Gotischen Hauses. Ruth Barnich, Biologin am Frankfurter Senckenberg-Institut, stellt ab 16.30 Uhr den Nachlass des Gelehrten vor.
Am 24. April können sich zwölf Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren auf Rolles Spuren begeben und den „Kreislauf der Steine“ entdecken. Anmeldungen unter Telefon 06172/37618.
Der Frühling zieht bald ins Land – und Historiker Andreas Mengel lädt gemeinsam mit Rolle-Kenner Manfred Wenzel zu einer Geologischen Wanderung ein: Am Samstag, 28. April, geht es zu den Forschungsstätten „Schmidts Wäldchen“ und Goldgrube. Start ist um 9.30 Uhr am Gotischen Haus im Tannenwaldweg – um Anmeldung im Stadtarchiv (Telefon 06172/37882) wird gebeten.
Am 16. Mai, dem Geburtstag von Friedrich Rolle, spricht Thomas Gregor ab 19 Uhr im Gotischen Haus über das botanische Verständnis des Allround-Wissenschaftlers. Angelehnt daran ist eine botanische Wanderung, die am 20. Mai zur Buschwiese und in das Oberstedtener Bachtal führt. Dass Friedrich Rolle auch in seiner Heimat nachhaltig gewirkt hat, will Gerta Walsh am 16. Juni in der Stadtbibliothek beweisen. Ihr Vortrag beginnt um 15 Uhr.
Saalburgpreisträger Manfred Wenzel berichtet am 6. August ab 19.30 Uhr in der Volkshochschule über die geologischen Forschungsarbeiten und Erkenntnisse. Wenige Tage später, am 9. August, trifft sich in Wehrheim eine Gesprächsrunde zum Thema „Wer war Friedrich Rolle?“. Um Anmeldung unter Telefon 06172/23006 wird gebeten. Das Verhältnis zwischen Rolle und dem berühmten Charles Darwin wird am 10. Oktober im Gartensaal des Gotischen Hauses beleuchtet. Professor Thomas Junker beginnt mit seinem Vortrag – der das Gedenkjahr beendet – um 19 Uhr. (ov.)

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