Wegen der Diebstahlsgefahr stellen Fahrradpendler nur alte Zweiräder vor dem Bahnhof ab. Für eine Radstation, in der sie auch neue Räder sicher abstellen können, würden sie nach einer FR-Umfrage auch Geld ausgeben. "Ein Fahrradparkhaus wäre absolut sinnvoll", sagt Emanuel Herler aus Köppern. "Denn wenn ich hier mein Fahrrad abstelle, fehlt entweder der Tacho, der Sitz oder das Vorderrad. Einen festen Unterstand würde ich auf jeden Fall nutzen." Der 31-jährige fährt gern mit dem Rad, hat aber Angst, dass es vor dem Bahnhof geklaut würde. Und in der Bahn sei es sehr sperrig. Deshalb benutzt er häufiger ein Auto für die tägliche Fahrt zur Arbeit.
Auch Ulrich Funk ärgert sich über die Fahrradständer aus verzinktem Stahl vor dem Bahnhof. "Wenn wenigstens ein Dach darüber wäre. Eine Fahrradstation wäre die ideale Lösung, am besten überwacht." Der 71-jährige Rentner stimmt in einem weiteren Punkt mit Emanuel Herler überein: Beide wären sofort bereit, den in der Branche üblichen Preis von einem Euro pro Tag dafür zu zahlen. Autos parkten schließlich auch für einen Euro pro Tag auf hinter dem Bahnhof.
"Ich traue den Ständern nicht"
Clarissa Gocke und Konstantin Gaßmann treffen wir auch am Fahrradständer vor dem Bahnhof. Beide sind 16 Jahre alt. "Ich nutze die Fahrradständer hier eigentlich nicht so oft, nur heute einmal", sagt Konstantin Gaßmann. Clarissa Gocke kommt aus Frankfurt. "Sonst fahre ich mit dem Bus zum Bahnhof. Aber das mache ich auch nur, weil ich den Fahrradständern hier nicht traue. Wenn es so eine Fahrradstation gäbe, würde ich öfter mit dem Rad fahren", versichert Konstantin Gaßmann. Ob ein Euro pro Tag ok wäre? "Auf jeden Fall", sagen beide.
Umfrage: Franziska Schweitzer

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