Nahezu gleichzeitig hatten Kreis-CDU und Kreis-FDP ihre Mitglieder am Wochenende an unterschiedlichen Orten versammelt. Doch während es bei der CDU-Basis zwar keine laut ausgesprochene Kritik, wohl aber ein erstaunlich schlechtes Ergebnis für den mit nur 66 Prozent der Stimmen wiedergewählten Vorsitzenden Jürgen Banzer gab, scheint bei der FDP äußerste Einigkeit zu herrschen. So votierten 82 von 88 Delegierten erneut für den 39-jährige Stefan Ruppert als Vorsitzenden. Er ist Jurist und Mitglied der Bundestagsfraktion.
Ruppert betonte in seiner Rede, dass die FDP Hochtaunus es verstanden habe, Menschen an die Partei zu binden, die "nicht dem vielfach beschworenen Klischee der angeblichen Wählerklientel entsprechen". Vor allem dadurch sei die FDP zur zweitstärksten politischen Kraft im Hochtaunuskreis geworden und habe die SPD hinter sich gelassen.
Im Bund, so Ruppert, müssten Union und FDP noch lernen zu praktizieren, was im Hochtaunuskreis bereits eine Selbstverständlichkeit sei, nämlich "eine vertrauensvolle Zusammenarbeit".
Kultusministerin Dorothea Henzler machte vor den Mitgliedern Werbung für das auf Landesebene jetzt umgesetzte Konzept der Mittelschule, bei dem Haupt- und Realschüler bis zur siebten Klasse eine gemeinsame Aufbaustufe besuchen. Ein Absage erteilte die Kultusministerin allen Forderungen nach einer generellen Abschaffung der Hauptschule. Im Handwerk sei der Hauptschulabschluss gewünscht und werde gebraucht. Die Hälfte aller Auszubildenden im Handwerk hätten einen Hauptschulabschluss.
Als stellvertretende Kreisvorsitzende wurden Heike Kolter und Albrecht Dommes gewählt, als erster Beisitzer der Bad Homburger Philipp Herbold.

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