Der Artikel "Hot Spots für Homburg" vom 28. Januar über die Forderung der Grünen nach kostenlosen, drahtlosen Internetzugängen (WLAN) auf allen öffentlichen Plätzen in der Kurstadt hat im Internet zu einer lebhaften Diskussion unserer Leser geführt.
"Schon irgendwie verständlich, dass Grüne, FDP und Linke angesichts des Erfolgs der Piratenpartei die Hosen voll haben, schließlich kriegen die etablierten Parteien die von den Piraten angesprochenen Themen selbst nicht auf die Reihe, weil sie immer noch nicht im Informationszeitalter angekommen sind. Das ändern auch keine öffentlichen Hotspots", schreibt etwa Nutzer "Marc".
"Mit einem eigenen, öffentlichen WLAN-Netz vertreibt man die Piratenpartei nicht. Sie werden Bad Homburg entern. Dabei ist es völlig gleich, ob es ein öffentliches WLAN-Netz gibt oder nicht. Ein freies WLAN erleichtert die öffentlich zugängliche Parteiarbeit für mehr Bürgerrechte nur. Ein Fehlen des WLAN hindert sie aber nicht", schreibt "protter".
Auf den im Artikel geschilderten Einwurf der Bürgerliste Bad Homburg (BLB), man wolle mit diesem Vorstoß auch gern die Piratenpartei in der Stadt verhindern, reagiert Nutzer "Stephan TPunkt" kritisch: "Man könnte Piratenpartei durch verfassungsfeindliche Parteien ersetzen. So sieht unsere Demokratie aus, dass andere Meinungen unerwünscht sind? Der Vorstoß ist gut, die Intention völlig daneben." Auf die vom Gesetzgeber vorgegebenen Hürden wie die Mitstörer-Haftung verweist Nutzer "jot". "Aber das ist kein Bad Homburger Problem, sondern muss auf Bundesebene geklärt werden. Kurzfristig als lokalpolitische Lösung könnte man ja auch über die Ansiedlung von Mc Donalds oder Starbucks nachdenken - da ist auch immer ein Hotspot für die Kunden mit dabei."
Andere Länder, andere Lösungen. Darauf verweist "Meinung" : "In Estland findet man flächendeckend WLAN. Das ist dort fast überall gratis. Kaffees, Restaurants, Hotels Kinos nennen das Dienstleistung. Auch im Überlandbus gibt es eine Internet-Anbindung vom Feinsten. Die minimalen Kosten dafür sind im Kaffeepreis mit einkalkuliert. Eine Anmeldung ist auch nicht erforderlich, man achtet das Recht auf anonyme Kommunikation."
Piraten-Forderungen erfüllt
"Die Piraten bekommen wesentliche Forderungen bereits erfüllt, ohne im Ort überhaupt in politischen Organen repräsentiert zu sein? Na wenn das mal kein guter Anfang ist! Allein schon, um den Fokus der anderen Parteien auf diese neuen Themenkreise zu zwingen, sind die Piraten auch weiterhin unabdingbar. Von der leider trotz Regierungsbeteiligung der FDP fortschreitenden Erosion unserer Bürgerrechte mal gar nicht zu reden", schreibt zum Thema "Geralt".
"Chrisi" stört sich an der Logik der BLB: "Wenn es freies WLAN gibt, so hält das die Piraten fern. Das ist eine erstaunlich krude Logik. Wenn die Bürgerliste Bad Homburg Alkoholiker vertreiben möchte, schenkt sie Freibier aus, oder?" (prop)

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