"Tragt immer ein Handy in der Tasche", rät Diplompädagogin Uta Schmidt* Frauen, die freiwillig mit einem potenziell gefährlichen Partner zusammenleben. Im Notfall empfiehlt sie ihnen, sofort 110 zu wählen. Auch einen anderen Notfallplan gibt Schmidt oft weiter: "So schnell es geht - auf die Straße rennen und laut um Hilfe rufen." Effektiver sei natürlich, den Mann zu verlassen. Dabei helfe ein Anruf im Frauenhaus oder einer Beratungsstelle.
Oft wird vergessen, dass auch Männer Opfer sein können. "Die Hälfte der Männer, die bei uns anrufen, werden von ihren Frauen geschlagen", so Jochen Hoffmann, Diplompädagoge in der Beratungsstelle des Männerzentrums in Frankfurt. Das sei jedoch noch nie der Grund für einen Anruf gewesen, denn die Männer schämten sich für ihre Opferrolle. Zunächst gehe es meist um allgemeine Probleme in der Partnerschaft. Im Laufe einer Therapie stelle sich über Umwege das Hauptproblem heraus, die gewalttätige Frau.
Frauenhaus Oberursel: 06171/ 51600
Beratungsstelle "Frauen helfen Frauen" Oberursel: 06171/51768;
Frauenhaus Bad Homburg: 06172/96740
Männerzentrum Frankfurt: 069/ 4950446
Das zuzugeben, falle einem Mann schwer: "Es entspricht nicht dem Bild, dass viele Männer von sich haben", erklärt Hoffmann. Sind die Probleme zu beheben, helfe eine Therapie. "Am meisten Erfolg verspricht eine Paartherapie", meint Hoffmann. Dabei lernen viele Paare zum ersten Mal, wie miteinander kommuniziert wird.

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