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Hochtaunuskliniken: Klinikbau liegt gut im Zeitplan

Landrat Krebs und Klinikgeschäftsführerin Hefty legen den Grundstein für die Hochtaunuskliniken. Die Klinikneubauten werden an zwei Standorten errichtet, in Bad Homburg und in Usingen. Das 200-Millionen-Euro-Projekt wird mit privaten Partnern gebaut.

        

Fröhliches Klopfen: Grundsteinlegung in Bad Homburg.
Fröhliches Klopfen: Grundsteinlegung in Bad Homburg.
Foto: Bernd Fickert

Die Corporate Identity stimmt schon mal: Dunkelgrüne Gummistiefel mit dem Logo der Hochtaunuskliniken trugen Landrat Ulrich Krebs (CDU) und Klinikgeschäftsführerin Julia Hefty gestern Mittag zur Grundsteinlegung für die Hochtaunuskliniken Bad Homburg. Vor 15 Wochen wurde der erste Spatenstich gefeiert, mittlerweile sieht man im Schatten der mächtigen Baukräne bereits große Fortschritte im Kellergeschoss. 280 Container sind an der Zeppelinstraße für die Bauleitung und als Wohn- und Schlafstätte für die Bauarbeiter auf- und nebeneinandergestapelt. 34000 Tonnen Stahlbeton und 5000 Tonnen Stahl sind bereits verbaut.

Die Baustelle ist zur Freude aller Beteiligten exakt im Zeitplan. Was nicht verwundert, wenn man weiß, dass der Landrat sein Bürofenster unmittelbar gegenüber hat. Auch abends, wenn er noch einen späten Termin habe, sehe er hier noch Lichter und fleißige Bauarbeiter, lobte Krebs. Aber auch in Usingen, wo einen Tag zuvor der Grundstein für das dortige 100-Betten-Haus gelegt wurde, gehen die Arbeiten genauso zügig voran. Die Klinikneubauten an zwei Standorten werden mit privaten Partnern gebaut, in einem so genannten PPP-Projekt. Auch der technische Betrieb des 200-Millionen-Euro-Projekts ist für 25 Jahre bereits an den privaten Partner vergeben. Es ist ein Konsortium um den Baukonzern BAM, dessen Fahnen an der Baustelle wehen.

Das Land Hessen beteiligt sich mit 70 Millionen Euro an dem in ganz Deutschland einmaligen Projekt eines kommunalen Krankenhauses, das von privaten Partnern finanziert wird.

Im Herbst 2013 soll bereits die Eröffnung gefeiert werden. Das 350-Betten-Krankenhaus der Schwerpunktversorgung in Bad Homburg wird nach den Worten von Oberbürgermeister Michael Korwisi (Grüne) „das modernste Klinikum der Rhein-Main-Region“ werden. Der Einzugsbereich soll nicht nur Patienten im Vordertaunus umfassen, sondern ebenfalls aus der Region.

Neu wird an der Klinik auch ein Angebot für Dialysepatienten sein. Neun Fachabteilungen finden in dem Krankenhaus Platz, das in den vergangenen Monaten und Jahren bereits eine ganze Riege neuer, junger Chefärzte verpflichtet hat, die als Kapazitäten in ihren jeweiligen Fachgebieten gelten. Mit dem Neubau und den Zusatzangeboten hofft der Landrat, auch das Defizit der Kliniken verringern zu können, das 2009 noch bei zehn Millionen Euro lag. Auch für 2012 rechnet man weiterhin mit etwa sieben Millionen Euro Defizit.

Strittig zwischen Kreis und Stadt ist noch die Parkplatzfrage. Die Stadt Bad Homburg verlangt, dass 30 Prozent der Stellplätze unterirdisch sein sollen. „Wir haben einen hohen Anspruch an die städtebauliche Qualität“, sagte Korwisi bei der Grundsteinlegung. Dafür bindet die Stadt ihren Stadtbus sowie Fuß- und Radweg vom Bahnhof aus gut an die neuen Kliniken an.

Volker Lischke, ärztlicher Direktor, sagte, für das Krankenhaus hätten sich die Architekten nach den modernen Organisationsabläufen in einer Klinik gerichtet und nicht umgekehrt. Deshalb würden sich dort Patienten genauso wie die Mitarbeiter wohlfühlen.

Autor:  Martina Propson-Hauck
Datum:  27 | 1 | 2012
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