Die letzten Hausaufgaben hat die scheidende Oberbürgermeisterin Ursula Jungherr (CDU) gemacht und die Weichen für ihren Nachfolger gestellt: Am nächsten Montag soll Michael Korwisi (Grüne) im Magistrat nun die planerischen Voraussetzungen für den Neubau der Hochtaunuskliniken festzurren.
Die Stadtplaner haben bereits den Bebauungsplan erstellt, in dem die Ausmaße des Projekts festgehalten sind: Auf 35.000 Quadratmetern soll der erste Bauabschnitt der Hochtaunuskliniken entstehen, die sogenannte Akutklinik mit 400 Betten, also das, was man als Kreiskrankenhaus kennt. Die Klinik soll eine Nutzfläche von 48.500 Quadratmetern haben.
Insgesamt bietet die Fläche am Kronenhof, schräg gegenüber dem Landratsamt, 180.000 Quadratmeter Platz, genug auch für spätere Erweiterungen der Klinik. In einem "Gesundheitspark" sollen die Rettungswache, ein Ärztehaus, eigene Labors und eine Privatklinik unterkommen. Zudem wird das Gelände über einen Hubschrauberlandeplatz verfügen. Für die rund 1400 Beschäftigten aber auch für Besucher wird es Parkflächen geben.
Im Regionalplan Südhessen sind die Grundstücke noch als Ackerflächen verzeichnet, einer Umwidmung steht laut Jungherr jedoch nichts im Weg. Die Fläche sei allerdings so groß, dass die Stadt innerhalb der eigenen Gemarkung nicht ausreichend Ausgleichsflächen als Ersatz für den Landverbrauch schaffen könne, sie wird das anderswo tun.
Bis Jahresbeginn 2010 soll ein rechtskräftiger Bebauungsplan vorliegen, die Offenlegung ist für Oktober und November geplant. Falls das auf dem Gelände gefundene Rebhuhnpaar dem nicht im Weg steht, kann der Hochtaunuskreis das Projekt dann ausschreiben. Die Kliniken sollen zusammen mit einem privaten Investor in "privat-public-partnership" (PPP) gebaut werden. (prop)

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