Ganz oben im Norden, zwischen Camp King und Freiherr-vom-Stein-Straße, ist die Zukunft schon angelegt. Das neue Gesicht der Hohemarkstraße mit Bauminseln am Straßenrand, zwischen denen Autos parken können, mit Grünstreifen, Buschwerk und vor allem mit Radfahrstreifen auf beiden Seiten. Auch hier war es der Blick auf den Hessentag 2011, der für Druck gesorgt hat, die zentrale innerstädtische Verkehrsader ist in sehr schlechtem Zustand und soll für das Großereignis herausgeputzt werden.
Für den ersten Bauabschnitt liegt der Stadt bereits ein Förderbescheid des Landes vor, für den zweiten Abschnitt bis runter zur Autobahnzufahrt Lahnstraße erwartet ihn Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) bis zum Sommer. Noch in diesem Jahr soll damit begonnen werden. Für den letzten Bauabschnitt bis zum Homm-Kreisel in der Stadtmitte wird nun der Planungsauftrag vergeben, die Arbeiten sollen so rechtzeitig beginnen, dass im Spätfrühling 2011 alles fertig ist.
Vor allem die Radfahrer wird es freuen, für sie wird es dann eine durchgängige 1,60 Meter breite Verbindung vom Camp King bis in die Innenstadt geben. Etwas schmäler wird der Streifen zwischen Post und Kreisel, mehr lässt die knappere Fahrbahnbreite dort nicht zu. Die Fahrstreifen für Autos werden nur noch eine Breite von 3,25 Meter haben. Das ist durch die Rückstufung der Straße von einer Bundes- in eine Gemeindestraße möglich. Der Bau der B 455 neu erlaubte dies.
Rund fünf Millionen Euro wird die Umgestaltung der Nord-Süd-Achse kosten, die Hälfte davon wird im oberen Abschnitt ab Lahnstraße verbaut. Der kürzere untere Teil wird genauso teuer, weil im Kreuzungsbereich Lahnstraße auch die Signalanlagen neu installiert werden müssen.
Da abschnittweise gearbeitet wird, ist die Hohemarkstraße immer befahrbar. Auf Verkehrsbehinderungen müssen sich Autofahrer in den Teilstücken einstellen. jüs

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