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Keime im Trinkwasser

Grävenwiesbach „Abkochen“

Mit einer Warnung über Ra-diosender sind die rund 2500 Einwohner von Grävenwiesbach gestern darüber informiert worden, dass sie das Trinkwasser im Moment besser nicht einfach aus dem Wasserhahn zu sich nehmen sollten. Es soll vor Gebrauch abgekocht werden, lautete der Hinweis.

Jürgen Kramer, stellvertretender Bauamtsleiter der Gemeinde, sagte auf Anfrage, dass das Trinkwasser am Montag routinemäßig auf Keime untersucht worden sei. Dabei seien Escherichia coli Bakterien sowie coliforme Bakterien festgestellt worden. Diese lassen auf eine Verunreinigung durch Fäkalien schließen.

Die Trinkwasserverordnung legt fest, dass in einer Wasserprobe von 100 Milliliter keine derartigen Bakterien nachweisbar sein dürfen. Wenn sie doch gefunden werden, so tritt nach Auskunft von Kreis-Pressesprecherin Pamela Ruppert ein Notfallplan in Kraft. Mit dem Ehec-Erreger, der auch zu den E. coli Bakterien gehört, habe die Verunreinigung nichts zu tun, heißt es aus dem Gesundheitsamt.

Nach Einschätzung aus dem Grävenwiesbacher Rathaus sind die starken Regenfälle vom vergangenen Wochenende die Ursache für die bakterielle Verunreinigung. „Wir spülen jetzt die Leitungen und chloren das Wasser, spätestens nächste Woche müsste alles wieder in Ordnung sein“, sagte Kramer der FR.

Die Gesundheitsgefahren, die von dem verunreinigten Trinkwasser ausgehen, sind nach Einschätzung des Gesundheitsamtes eher gering. Gesunde Erwachsene, die das Wasser trotz der Warnungen trinken, ohne es zuvor abzukochen, würden vermutlich an Durchfall erkranken, schätzt man im Rathaus. Die Warnung sei vor allem herausgegeben worden, um kranke oder kleine Kinder vor den Keimen zu schützen. (prop.)

Datum:  15 | 9 | 2011
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