Beeindruckend kreativ sind die Vorschläge der vom Kreis beauftragten Tourismusexperten. So exotisch oder überkandidelt Begriffe wie Sommer-Tubing, Wald-Arc oder Gravity-Zone auch klingen mögen: Derlei Abfahrtserlebnis-Installationen gibt es in anderen deutschen Natur- und Freizeitparks schon längst. Mit ihnen kann man Geld verdienen und auch jüngere Menschen in den Naturpark locken. Über alle Vorschläge sollte man nun ohne Vorurteile reden.
Die akribische Ist-Analyse des Mittelgebirgstourismus lässt vermuten, dass der Hochtaunus noch viel mehr zahlende Gäste locken könnte. Das bringt auch den Menschen hinter dem Taunuskamm ein halbwegs sicheres Einkommen. Das wird gebraucht.
Wird der hiesige Tourismus tatsächlich derart aufgepeppt, bedeutet das allerdings einen Paradigmenwechsel. Der Hochtaunuswald verwandelt sich dann von einer Ruhezone in einen Wirtschaftsraum. Es ist an der Zeit, dies ehrlich zuzugeben. Dann kommt unweigerlich wieder die Aufpflanzung von Windkraftanlagen am Taunuskamm ins Gespräch. Und das ist gut so. Erfrischend radikal ist auch der Vorschlag, die Kanonenstraße einfach für Autofahrer zu sperren. Seilbahnfahren ist schöner. Und wer unbedingt mit dem Motorrad aufs Plateau tuckern oder rasen will, muss halt Maut bezahlen.

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