In etlichen Klassenräumen der Gesamtschule am Gluckenstein (GAG) stand in der vergangenen Woche Wasser. Die Eltern sehen darin eine „massiven Beeinträchtigung“ des Schulbetriebs und haben sich am Wochenende mit einem offenen Brief an Landrat Ulrich Krebs (CDU) gewandt. Nach dem Wassereinbruch durch das Dach sehen sie ihre Kinder „aktuell Gefahren ausgesetzt“. Zwar sei zur Sicherheit in den betroffenen Teilen der Schule der Strom abgestellt worden, um die Gefahr eines Stromschlags an den Metallständerwänden auszuschließen, doch könnte nun bei bedecktem Himmel kaum noch unterrichtet werden ohne Licht. Auch die fensterlosen Innenräume könnten nicht benutzt werden. Sowohl die Panikbeleuchtung sei betroffen als auch die Beleuchtung in zwei Treppenaufgängen. Gestern und heute hatten die Schulkinder wegen Fasching schulfrei. Die Eltern befürchten zudem, dass sich durch die Feuchtigkeit Schimmel bilden könnte oder bereits gebildet habe, der die Gesundheit von Schülern und Lehrern gefährde.
Deswegen hat der Elternbeirat bereits bei der Unfallkasse Hessen um eine Schimmel-Messung durch ein unabhängiges Institut gebeten, da er den Messungen des Kreises, die bislang ohne Befund waren, nicht vertraue. Auch sei die Lüftungsanlage so marode, dass dort „unbekannte Partikel austreten“ und diese insgesamt viel Lärm und stark schwankende Temperaturen erzeuge. Die Eltern fordern, dass die Schule nicht erst 2015, wie vorgesehen, saniert werde, sondern umgehend.
Kreispressesprecherin Pamela Ruppert bestätigt, dass die Schule am 14. Februar einen starken Wassereinbruch durch Regen und tauenden Schnee gemeldet habe. Ein Dachdecker sei bereits damit beauftragt worden, feuchte Deckenplatten rauszunehmen, undichte Stellen abzudichten sowie die Notabdichtungen zu kontrollieren. Im Mai oder Juni sei mit einer Grundsanierung des Daches zu rechnen. Die Lüftungsanlage werde gründlich gereinigt und sollte dann wieder funktionieren. Darüber sei die Schulleitung bereits im Dezember informiert worden. Finanziell sei es für den Kreis allerdings nicht machbar, die für 2015 vorgesehene Gesamtsanierung vorzuziehen.

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