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Leserbriefe: Was können sich Jäger noch alles erlauben?

Der Tod des Hundes "Richi" bewegt die Gemüter weit über den Hochtaunuskreis hinaus. Zu unserer Berichterstattung darüber haben uns gleich drei Leserbriefe erreicht.

Es ist ungeheuerlich. Was können sich Jäger noch alles erlauben, ohne bestraft zu werden? Fünf Millionen Wildtiere werden jährlich sinnlos von diesen Lustschießern getötet. Zum Teil verenden sie jämmerlich oder werden in Fallen gefangen, wo sie unter unsäglichen Qualen verenden, erschossen oder erschlagen werden. Der Wahnsinn der Jagd wird uns dann als Notwendigkeit verkauft, noch schlimmer, Jäger brüsten sich damit, Naturschützer zu sein. Ich wünsche diesem Tierquäler eine gerechte Bestrafung. Ich mag gar nicht darüber nachdenken, wie viele Füchse und Marder schon in diesem verbotenen, grausamen Fanggerät ums Leben gekommen sind.

Marga Blome, Bückeburg

Jagdschein muss aberkannt werden

Ich bin empört und entsetzt. Meine Meinung, dass Jäger aus Lust töten, wird hier überdeutlich dokumentiert. Jäger sein aus Passion oder Leidenschaft, wie man so oft hört, bedeutet Jäger sein, um Leiden zu schaffen. Eine Minderheit treibt ihr Unwesen und verkauft dies unter dem Decknamen von Hege und Pflege. Ein Jäger und Jagdausbilder legt eine verbotene Falle aus. Diese Tatsache allein muss ausreichen, um gegen diesen Zeitgenossen vorzugehen. Dass ihm der Jagdschein entzogen wird und dass ihm seine Berechtigung zur Ausbildung aberkannt wird, ist das wenigste. Ich bin neugierig, wie sich die zuständigen Jagdbehörden verhalten werden. Nun aber kommt noch erschwerend hinzu, dass ein Hund in die Falle gegangen ist und der Jägersmann statt Hilfe in der Not den (toten) Hund auch noch entwendete und somit "Beweismaterial" unterschlug. Es verblieb aber keine Zeit, alle Spuren zu vernichten. Dass der angebliche Heger und Pfleger unserer Natur gegenüber der Polizei keine Aussagen macht, spricht für seine feige Haltung. Wer mit solch einem Maß an krimineller Energie handelt, tötet vorsätzlich Tiere oder fügt ihnen, Schmerz und Leid zu. Das Tierschutzgesetz sieht hierzu bis zu drei Jahren Haft vor. Letztendlich sollten wir alle über den Sinn der Jagd nachdenken. Sie gehört abgeschafft. Wir brauchen keine Zeitgenossen mit blutigem Hobby.

Siegfried Epple, Felsberg

Gewissenhaft und gerecht ermitteln

Ermittlungen gehen bis Ende der Woche? Dann sind die aber schnell. Unser Hund wurde Ende Oktober von einem Jäger umgebracht und die Ermittlungen liegen bis heute noch nicht bei der Staatsanwaltschaft. Vielleicht liegt das an den guten Verbindungen des Jägers? Auch dass hier das Landeskriminalamt eine DNA- Analyse veranlasst, erstaunt mich doch etwas. Bei unserem Fall gehen wir davon aus, dass der Hund mehrmals beschossen wurde, aber weitere Beweise wie das durchschossene Geschirr wurden bis heute nicht untersucht. Schön, dass wenigstens bei Ihnen im Norden etwas genauer und vor allem ohne Rücksicht auf die Kosten ermittelt wird. Auch wenn es "nur" ein Hund ist, sehen die Besitzer so ein Tier als Familienmitglied und daher muss gewissenhaft und vor allem gerecht ermittelt werden. Ich hoffe, man kriegt den Täter dran und man schöpft endlich einmal das maximale Strafmaß wegen Tierquälerei aus, sonst geht das Morden der Tiere munter weiter.

Rolf Tingler, Rottweil

Datum:  5 | 2 | 2009
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