Ab dem Hessentag im Jahre 2011 soll Oberursel eine attraktive Parklandschaft haben. Dazu gehören der am Donnerstag schon eröffnete Spazierweg "Malerische Natur", der Grüngürtel im Maasgrund und das Projekt "Zeitgärten" auf dem künftigen Regionalpark-Radweg. Das Stadtparlament segnete die Vorhaben am Donnerstag grundsätzlich ab.
Etwa eine Stunde dauert der Spaziergang auf dem Weg "Malerische Natur". Er verläuft von der Stierstadter Heide über Wiesen und unbefestigte Wege durch die Atzelhöhl und den Maasgrund zum Waldmuseum. Auf Anregung von Gudrun und Nikolaus Koeniger wurden am Weg sieben Tafeln aufgestellt. Sie zeigen Reproduktionen von Landschaftsgemälden von Hans Thoma, Georg Hieronymi, Jakob Maurer, Peter Burnitz und Hanny Frank. Dazu gibt es Informationen über Pflanzen, Wasserzonen, Pferdewirtschaft und Waldnutzung. Studenten der FH Wiesbaden gestalteten die Tafeln.
Ein Netz von Wegen für Radler und Wanderer soll in der Rhein-Main- Region entstehen. Die Strecken führen zu Kunstwerken, Zeugnissen der örtlichen Geschichte, zu Aussichts- punkten und Spielorten. In 50 Kommunen hat die Regionalpark-Gesellschaft bereits Routen von 250 Kilometern Länge geschaffen. Ziel ist ein Wegenetz von beinahe tausend Kilometern Länge.
Die Feuchtwiesen im Maasgrund sind Bestandteil des künftigen Stadtparks. Er erstreckt sich ab 2011 kilometerweit westlich der Kernstadt bis zum Waldmuseum. Vom Bahnhof aus sollen alleenartige Wege und "gestaltete Plätze" über die Königsteiner, die Oberhöchstadter und die Nassauer Straße zum Maasgrund führen. Landschaftsarchitekten aus Wetzlar werden laut Bürgermeister Hans-Georg Brum den kaum genutzten Sportplatz der Feldbergschule für Spiele und Sport reaktivieren. Den Maasgrundweiher und die sumpfigen Wiesen nebenan will man mit Stegen "erlebbar" machen. Skulpturen und Hinweise auf historische Gebäude, Brunnen oder Stelen geben dem künftigen Stadtpark eine kulturelle Dimension.
Dies ist auch für die 24,5 Kilometer lange Regionalpark-Radroute am Rande Oberursels vorgesehen. Das Projekt "Zeitgärten" wird laut Brum als "archäologisch-historischer Landschaftspark" einmalig in Hessen sein. Auf Kosten der Regionalpark-Gesellschaft können Bauern auf ihre Arbeit hinweisen. Geplant sind Aussichtspunkte, Infotafeln, herausgeputzte Erinnerungen an Stätten der Bronzezeit, der Römerzeit, dem Mittelalter und der frühen Industrie-Epoche. Wie die Denkmale aussehen werden, ist offen.

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