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Oberursel: Die Allee ist wieder offen

Nach der Flohmarkt-Premiere am Samstag ist die Straße zum Bahnhof jetzt wieder in beiden Richtungen befahrbar. Einen neuen Belag gibt's aber erst im Spätherbst. Von Jürgen Streicher

Wieder am alten Platz: der Flohmarkt in der Adenauerallee.
Wieder am alten Platz: der Flohmarkt in der Adenauerallee.
Foto: FR/Oeser

Mehr als fünf Monate war die Adenauerallee nur einseitig in Richtung Stadtmitte befahrbar, seit gestern fließt der Verkehr wieder in zwei Strömen. Der neue "boulevardartige Charakter" der Adenauerallee, so die Stadtplaner, ist bereits erkennbar. Breiter Bürgersteig, Parkstreifen am Rand zwischen Bäumen und neuer Straßenbeleuchtung, alles großzügiger als zuvor angelegt. Komplett wird die neue Adenauerallee aber erst durch einen neuen Fahrbahnbelag und eine Abgrenzung zum parallel verlaufenden Park. Doch darauf müssen die Oberurseler noch bis Ende des Jahres warten.

Stückwerk ist auch der Park mit der großen Zeder bisher noch. Die alten Kastanien sind durch neue ersetzt, das war es vorerst. Die Auskofferung des Alleenweges und ein neuer Belag für das Stück zwischen Bären-Kreuzung und Bahnhof soll im Laufe des Jahres folgen. Das gilt auch für die Gestaltung der Seitenwege und der freien Parkflächen. Eine Million Euro hat das Stadtparlament dafür im Haushalt 2010 zur Verfügung gestellt.

Eine kleine Premiere hat die Kastanienallee gleichwohl bereits erlebt. Am Samstag ist der Flohmarkt unter die noch kahlen jungen Bäume zurückgekehrt. Die Händler haben sich zwar noch zurückgehalten, der verantwortliche Stadtrat Josef Gab (CDU) bewertet das Experiment aber als geglückt. Knapp 90 Platzkarten wurden verkauft, etwa ein Drittel der vor der Rosskur in der Allee üblichen Zahl. Die Stammhändler aber sind froh über die Rückkehr an den angestammten Platz. "Der Flohmarkt gehört hierher und sonst nirgends hin", sagt einer, "schön, wieder zu Hause zu sein", ein anderer.

Dass in diesem Sommer nur der Mittelstreifen zwischen den Kastanienreihen genutzt werden kann, stört die Händler nicht, noch ist Platz genug für alle Verkaufswilligen. Die angedachte Alternative, zumindest während der langwierigen Umbauarbeiten in der Allee eine Flohmarkt-Meile zwischen Korfstraße und Epinay-Platz zu etablieren, war angesichts "zu vieler Bedenken", so Gab, schnell vom Tisch. Sie kamen von Anliegern und Geschäftsleuten, vom Stadtbus-Betreiber und vom Ordnungsamt.

Wann es im Park und auf der Straße weitergeht, ist noch unklar. Beschlossen ist, dass der Flohmarkt bis zum 21. August wie gehabt am dritten Samstag im Monat stattfinden darf. Standplätze für 15 Euro können jeweils am Montag zuvor im Rathaus gebucht werden. Im Frühjahr 2011 können dann voraussichtlich sogar zusätzliche Standplatzflächen im Parallelweg zum Alleenweg genutzt werden. Im Angebot wären dann wieder rund 300 Standplätze.

Radweg wird die Allee zwischen den Baumreihen dann nicht mehr sein. Für die Radler ist ein Schutzstreifen auf der bis dahin verengten Straße zum Bahnhof vorgesehen. Gesucht wird nun noch ein einheitlicher Belag für den Fußweg, der zur Stilrichtung der zukünftigen Parkanlage passt. Laut Gab könnte das ein "eher ockerfarbener Belag" sein.

Autor:  Jürgen Streicher
Datum:  23 | 3 | 2010
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