Daniela Petri-May und ihre Kinder Simon (11) und Jasmin (9) sind die perfekten Vorzeige-Leser. Sie gehören zu den Stammkunden der Stadtbücherei am Marktplatz und tragen zu ihrem steten Erfolg bei. Jede Woche kommt die Familie Petri-May im Haus der Medien vorbei – als gekürte „Vielleserin des Jahres 2011“ konnte die Mama beim jüngsten Besuch außer den neuesten Büchern noch einen Blumenstrauß und einen Buchgutschein über 50 Euro mitnehmen.
Trotz siebentägiger Schließung wegen des Hessentages kann die Stadtbücherei auch für 2011 ein Rekordergebnis vorlegen. Insgesamt 339 628 Ausleihen wurden vom Team um Büchereileiterin Claudia Hannes registriert, 16 372 mehr als im Vorjahr, erneut ein Plus von fünf Prozent.
Besonders erfreulich nennt Sozialdezernent Dieter Rosentreter (FDP) die Steigerung der Ausleihezahlen um 14,5 Prozent bei den Jugendbüchern. Ein Erfolg der 2009 neu eingerichteten Jugendabteilung und mehrerer Jugendprojekte in der Stadtbücherei. Erst im Dezember wurde sie dafür mit dem Hessischen Leseförderpreis ausgezeichnet, der mit 5000 Euro dotiert ist. Zum Kerngeschäft der Bücherausleihe kommt immer mehr das Ausleihen so genannter Non-books. Spitzenreiter sind nach Angaben von Claudia Hannes die DVDs mit einer Steigerung um 13,4 Prozent und die CDs mit plus 8,7 Prozent. Seit Oktober 2010 können über die Stadtbücherei auch elektronische Medien ausgeliehen werden. Mit 16 hessischen Bibliotheken hat sich Oberursel im „Onleiheverbund Hessen“ zusammengetan. Angeboten werden bereits über 25 000 eBooks, eAudio, ePaper, eMusik und eVideos, 2011 wurden im Verbund 95 000 elektronische Medien verliehen.
167 000 Besucher
Dazu muss man heute nicht mehr zum Marktplatz kommen: Interessierte können sich die Medien übers Internet auf PC, Laptop oder iPad laden. Die Besucherzahlen sind laut Hannes dennoch nicht rückläufig. 2011 kamen rund 167 000 Menschen in die Stadtbücherei, um etwas auszuleihen, sich beraten zu lassen, eine Veranstaltung zu besuchen oder einfach nur, um bei einer Tasse Kaffee Zeitung zu lesen.
Zum Millionen-Etat der Stadt zum Unterhalt des Hauses der Medien kamen 2011 vom Förderverein „Freunde der Stadtbücherei“ 21 000 Euro. Sie wurden für die Anschaffung von Möbeln und zum Kauf von Medien sowie für Veranstaltungen verwendet.

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