Ab dem 23. März wird Bad Homburg Trainingsort für die Spieler der litauischen Nationalelf sein. Die Sportler bereiten sich dann auf ihre Qualifikationsspiele zur Fußballweltmeisterschaft 2010 gegen Frankreich am 28. März und 1. April vor.
Dass die Wahl für die Errichtung des Trainingscamps auf Bad Homburg fiel, freut Bürgermeisterin Ursula Jungherr sehr. Für die Bürger sei es eine gute Gelegenheit, professionellen Fußball mitzuerleben, denn alle Trainings sind öffentlich. Dies sei wichtig, um "Jugendlichen Motivation zu geben mehr Fußball zu spielen". "Denn wir haben eine gute Fußballjugend und wünschen uns viel Nachwuchs für unsere eigene Nationalmannschaft", scherzte Jungherr auf der gestrigen Pressekonferenz. Auch fußballbegeisterte Senioren sollen die Profis beim Training beobachten können.
Montag, 23. März, um 18.30 Uhr. Dienstag und Mittwoch um 10 und 18 Uhr und Donnerstag um 17.30 Uhr im Sportzentrum Nordwest
Bad Homburg wurde wegen seiner guten Infrastruktur, besonders der Nähe zum Flughafen und zur Metropole Frankfurt ausgewählt. Außerdem lobten die Litauen-Vertreter die Sportanlagen des Sportzentrums Nordwest. "Bad Homburg ist ein klassischer Standort für Spitzensport", so der Spielervermittler des litauischen Fußballverbandes, Tony Päffgen.
Auf die Kurstadt aufmerksam wurde das Management eher zufällig. Päffgen und Norbert Erlach von der Agentur SLFC, die Trainingscamps organisiert, kannten sich von einem Spiel zwischen den Offenbacher Kickers und Nottingham Forest. Als dann für die Litauer ein geeignetes Trainingslager gesucht wurde, schlug der Österreicher Erlach seinen Wohnsitz Bad Homburg vor. Besichtigungen des Stadions, der Hotels und der Stadt wurden unternommen und über die Kosten verhandelt. "Die Stadtverwaltung kam uns mit großer Professionalität entgegen", lobte Päffgen. Schließlich einigten sich Stadt und Management.
Bad Homburg will sich Mühe geben, den Gästen aus Litauen ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. "Wir werden alles tun, um den richtigen Rahmen zu setzen", verspricht Jungherr. Während die litauischen Spieler in Bad Homburg sind, soll ihre Nationalflagge am Europakreisel gehisst werden und die Fußballer können die Sport- und Wellnesseinrichtungen des Kur Royal am Kaiser-Wilhelms-Bad nutzen.
Wenn alles gut geht, wird ein erneuter Besuch von Seiten Litauens nicht ausgeschlossen. "Wir werden es ihnen schwer machen, nicht wieder hier her zu wollen", betonte Kurdirektor Ralf Wolter.

Die Stadt und Region auf einen Blick: unsere neue Übersichtsseite für Frankfurt und Rhein-Main - das Pflicht-Lesezeichen für alle Hessen.
Berichte aus Bad Homburg, Hochtaunus | Bad Vilbel, Wetterau | Darmstadt | Frankfurt | Kreis Groß Gerau | Hanau, Main-Kinzig | Main-Taunus | Mainz | Offenbach | Kreis Offenbach | Wiesbaden.
Facebook | Twitter überregional | Google+