Am liebsten würde Evil Knievel die Straße zum Feldberg auch für Autos und Mountainbiker sperren. Der Mann mit dem Pseudonym ist nach eigenen Angaben Anwohner und Motorradfahrer. Er spricht vielen Leserinnen und Lesern aus dem Herzen, die sich in der FR-Onlineausgabe zum Artikel "Holzkreuze mahnen vergebens" (FR vom Mittwoch) äußern. Anlass war der Tod eines 23-jährigen Motorradfahrers am Samstag auf der Kanonenstraße. Eine Feldberg-Initiative sammelt Unterschriften für sofortige Tempolimits auf den unfallträchtigen Landesstraßen. Der am Wochenende gegründete Verein Taunus-aktiv ist gegen Tempo 60 und setzt auf Sicherheitstraining, um weitere Unfälle zu vermeiden.
Die Raser auf zwei und vier Rädern regen Evil Knievel auf: "Nicht nur, dass mich Kollegen auf zwei Rädern beim Überholen gefährlich schneiden, noch gefährlicher sind die Autofahrer, die es mir als bekennendem Nicht-Raser gern mal zeigen möchten, dicht auffahren und mich beim Überholen schon mehrmals fast in den Graben gedrängt haben". Das Verkehrsaufkommen im Hochtaunus sei zu hoch. "Und solange es Deppen gibt, die sich auf der Straße profilieren müssen, ist das Fahren einfach zu gefährlich".
Christof Sperl meint: "Heulende Motorradmotoren zur Sommerzeit sind eine unerträgliche Plage". In einem Land, in dem "Blitzerwarnungen" im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verbreitet werden, "kann man auf ein Tempolimit und seine Einhaltung warten, bis hundert Kreuze am Straßenrand stehen".
Karin Hasenbach fragt: "Können wir nicht selber die Initiative ergreifen und die Raser zur Rede stellen?" Sie selbst meide schon bestimmte Strecken, um nicht in Gefahr zu geraten. Die Kanonenstraße solle für Motorräder gesperrt werden - "nur leider werden die Raser nicht vernünftiger. "
Die Situation am Feldberg sei ein Armutszeugnis für Politik und Polizei, findet der Leser Schmittener. "Ein paar Alibikontrollen bewirken gar nichts, zumal wenn sie nicht am frühen Abend sowie am Wochenende stattfinden." Die Motorradlobby wolle den rechtsfreien Raum für Raser erhalten. Dagegen meint Frickleburt Frogfart "Die Brandspuren der Autounfälle rund um den Feldberg in den letzten Jahren sind zum Teil heute noch zu besichtigen. Seltsam - hier schreit niemand nach Fahrverboten." (nes)

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