Nach einem Jahr Pause ist aus dem „Tag des Fahrrads“ am kommenden Sonntag jetzt eine „Indoor“-Messe geworden. Open-Air auf dem Epinay-Platz hatte die Veranstaltung zuletzt - oft wegen schlechten Wetters - kaum noch Besucher und Aussteller angezogen. Mit erweitertem Konzept und wetterunabhängig soll aus der Fahrradmesse in der Stadthalle wieder ein Ereignis werden, das Besucher aus der gesamten Region anzieht. Und nebenbei für Oberursel als fahrradfreundliche Stadt werben.
Dafür wird die Hessentagsprojektgruppe „Sicherheit und Verkehr“ mit ihren Radverkehrsplanern auftreten. Auf Stadtplänen werden diese das Radwegkonzept erläutern. Eines der Teilstücke ist die Nord-Süd-Achse entlang der Hohemarkstraße, die beidseitig einen Radweg bekommt.
Der „Tag des Fahrrads“ wird bei seiner Neuauflage am 27. März ins Trockene verlegt. In der Stadthalle Oberursel mit ihren Nebenräumen, im Foyer und im Garderobenbereich werden die Themenschwerpunkte Praxis und Touristik platziert sein. Dazu gibt es Vorträge, Expertenrunden und ein Show-Programm.
„Oberursel fährt ab...“, das gilt am Wahlsonntag für die Zeit von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet 2 Euro, für Kinder bis 12 Jahre ist er frei. Veranstalter sind der ADFC Oberursel/Steinbach und das Stadtmarketing Oberursel.
Vor der Stadthalle können Messebesucher ausprobieren, wie es sich auf einem Pedelec fährt. Die neuen E-Bikes (Elektrofahrräder) sind zurzeit der Renner auf dem Markt. Unterstützt vom Elektroantrieb des Rades, fährt es sich damit viel leichter als mit reiner Muskelkraft etwa auf den Großen Feldberg im Taunus. (jüs)
Die Stadt will für das Fahrrad als umweltfreundliches Verkehrsmittel beim Großereignis Hessentag werben. Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) verspricht 4000 kostenlose Fahrrad-Abstellplätze an mehreren zentralen Orten am Festgeschehen.
Mit der „Mischung aus Messe, Vorträgen und großem Servicebereich“, so Patrik Schneider-Ludorff vom mitveranstaltenden ADFC , sollen „aktive und potenzielle Radfahrer“ angesprochen werden. Die „Profis“ mit Vorträgen zur GPS-Nutzung für Radfahrer, und die, die es erst werden wollen, mit der „Radfahrschule für Erwachsene“. Wie der Wiedereinstieg aufs Rad gelingen oder man auch im fortgeschrittenen Lebensalter Radfahren lernen kann, erläutert Christine Rhodes vom ADFC Hessen um 12.30 und um 14.30 Uhr.
Neben der Praxis wird Radtouristik ein Schwerpunktthema der Messe sein. Allerdings ohne den Taunus Touristik Service (TTS), der sein Heimspiel nicht wahrnehmen will, weil alle Kräfte zurzeit auf den Neubau des touristischen Informationszentrums an der Hohemark gerichtet seien, wie es heißt. Dafür wird das Radwanderland Rheinland-Pfalz mit seiner Tourismus GmbH kräftig die Werbetrommel fürs Radeln am Rhein rühren.
Den „Tag des Fahrrads“ hat das Stadtmarketing 2001 erfunden, seit 2004 stand er unter dem Motto „Oberursel fährt ab ...“ Im vergangenen Jahr wurde der Tag kurzfristig abgesagt, weil sich nur wenige Aussteller dafür interessiert hatten. City-Manager Thomas Sterzel sieht im neuen Konzept den richtigen Weg in die Zukunft. Sowohl der Taunus Touristik Service als auch andere Anbieter aus dem Sektor Fahrrad hätten Interesse gezeigt, bei einer Neuauflage 2012 dabei zu sein.

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