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Bad Homburg
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17. Januar 2013

Sinclair-Haus Bad Homburg: Mehr Raum für Kunst

 Von Olaf Velte
Vom Frühsommer bis zum Herbst geschlossen: das Sinclair-Haus in der Dorotheenstraße  Foto: Michael Schick

Im Sommer wird das Innere des Sinclair-Hauses umgestaltet. Foto- und Videokunst locken ein jüngeres Publikum an.

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Bad Homburg –  

Mit einer Naturinszenierung, aufgeführt von Schülern der Hölderlin-Schule, endet im Juni 2013 eine Ära. Das wohlbekannte Interieur des Bad Homburger Sinclair-Hauses wird umgestaltet, bekommt ein neues Treppenhaus und einen veränderten Kassenbereich. Vom Frühsommer bis zum Herbst bleibt das historische Barock-Ensemble für Besucher geschlossen.

Mit der Verlegung der Treppe wird nicht nur die Fluchtwegsituation verbessert, es ergeben sich auch neue Möglichkeiten für die Altana Kulturstiftung. „Wir gewinnen zusätzliche Ausstellungsfläche und können das Gebäude in Zukunft flexibler nutzen“, sagt Johannes Janssen, Direktor und Kurator des Kunst-Hauses.

Romantik und Gegenwart

Die Denkmalschutzbehörde habe dem Umbau zugestimmt. Im selben Zuge soll – wenn es nach dem Willen der Stiftung geht – auch ein behindertengerechter Zugang geschaffen werden. Gedacht wird an die Installation eines Aufzuges – was aber noch der denkmalpflegerischen Zustimmung harrt.

Wegen der Baumaßnahme ist das Angebot in der überregional bekannten Kulturstätte vorübergehend ausgedünnt. Wiedereröffnet wird mit einem verheißungsvollen Projekt. „Wir kombinieren Stillleben des 17. Jahrhunderts mit zeitgenössischen Filmen zum Thema“, so Janssen, der das Motiv des Tafelbilds in den Blickpunkt rücken will. Mit dieser Präsentation, die bis ins Frühjahr 2014 zu sehen sein wird, findet der Reigen moderner Ausdrucksmittel seine Fortsetzung. Dabei ist es Janssen wichtig, dass er das Stammpublikum auf die Reise mitnimmt: „Die Besucher können hier das Zusammenspiel von älterer und neuer Kunst erfahren.“

Ein Konzept, das im vergangenen Jahr aufgegangen ist. Besonders die noch bis zum 24. Februar dauernde Präsentation „Romantik und Gegenwart“ habe regen Zuspruch erfahren. Wie schon bei der Ausstellung „Franz Marc, Joseph Beuys und Ewald Mataré“, die das Jahr 2012 einleitete, hat sich die Kooperation mit dem Kulturfonds FrankfurtRheinMain als fruchtbar erwiesen. Daneben darf die sommerliche „Ästhetik der Natur“ mit ihrer Kombination aus Altana-Neuerwerbungen und Exponaten der Naturwissenschaftlichen Sammlung Wiesbaden nicht vergessen werden.

Jüngeres Publikum

Durch die stärkere Berücksichtigung von Video- und Foto-Kunst habe sich auch ein jüngeres Publikum eingestellt. „Über die Hälfte unserer Besucher“, so Johannes Janssen, „kommt mittlerweile aus Frankfurt.“

Gut durchmischt sei die Altersstruktur. In dem kleinen Haus an der Dorotheenstraße – „eine wahre Stätte der Begegnung“ – verbringe jeder Gast im Durchschnitt neunzig Minuten. Zeit, um sich mit einem Programm auseinanderzusetzen, in dem das Thema Natur stets modern und überraschend durchgespielt wird.

Ab dem 10. März wird der Schweizer Franz Gertsch mit Holzschnitten aus den Jahren 1986 bis 2008 antreten – siebzig Arbeiten eines Künstlers, der zu den Gründungsvätern der Altana-Sammlung zählt.

Der kommende Sonntag steht ab 12 Uhr im Zeichen des Familientags „Reise durch die Märchenwelt“. Um 11.15 Uhr beginnt eine Führung der besonderen Art: Der zehnjährige Max bietet einen „Kinderblick“ auf die aktuelle Romantik-Ausstellung.

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