Bad Homburgs Oberbürgermeisterin Ursula Jungherr (CDU) will im Juli oder spätestens im September die Ergebnisse ihrer Verhandlungen mit den Besitzern des Vickersgeländes öffentlich mitteilen. Das 21.000 Quadratmeter große Grundstück zwischen Schaberweg und Frölingstraße ist gegenwärtig eine Industriebrache. Baurechtlich ist dort immer noch gewerbliche Nutzung vorgesehen. Sie könne sich nun dort Erweiterungsmöglichkeiten für die Humboldt- und die Kerschensteinerschule sowie Sporteinrichtungen vorstellen, sagte Jungherr in der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments.
CDU und FDP statteten die Rathauschefin nun mehrheitlich mit dem offiziellen Auftrag aus, diese Grundstücksverhandlungen zu führen. Besitzer des Geländes ist der Industriekonzern Eaton. Bis 1995 produzierte dort die Vickers GmbH Antriebssysteme, seither liegt das Gelände brach. Die Projektentwicklungsgesellschaft OFB wollte unter OB Reinhard Wolters dort gern ein Bürozentrum bauen, das aber an Auflagen für Tiefgaragen scheiterte. "Es hängt mit der gesamtwirtschaftlichen Lage zusammen, dass wir nun das Grundstück zu einem vernünftigen Preis erwerben können", sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Alfred Etzrodt. Es sei "extrem unklug", öffentlich über den Erwerb des Areals zu streiten, sagte Bardo Röhrig (Grüne). Der Effekt sei vermutlich, dass das Grundstück teurer würde. (prop)

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