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Vilbel
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28. Juli 2010

DRK-Kleiderladen: Kleider machen Leute

 Von Tina Full-Euler
Alina Zuschlag freut sich über eine neue Robe für 5,50 Euro.  Foto: M. Schick

Das Rote Kreuz Bad Vilbel bietet in seinem Kleiderladen am Südbahnhof allerhand Schnäppchen - und sucht immer ehrenamtliche Mitarbeiter.

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Der Laden

DRK-Kleiderladen, Landgrabenstraße 10; Dienstag, Donnerstag und Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag 10 bis 14 Uhr. Am 18. September feiert der Laden sein einjähriges Bestehen mit Rabattaktionen. Wer mithelfen möchte, meldet sich unter Tel. 0173/6661859 oder 06101/9876238.

Preisbeispiele: T-Shirt 2,50 Euro, Herrenhemd 3 Euro, lange Hose 4 Euro, Schuhe bis zu 6,50 Euro.

Kleider können zu den Öffnungszeiten abgegeben oder in den Container geworfen werden, der am Hof steht. till

Brigitte Kramer ist auf Schnäppchenjagd im Kleiderladen der DRK-Ortsvereinigung Bad Vilbel. Etwa alle zwei Wochen schaut die 56-Jährige vorbei. „Früher ging ich auf den Flohmarkt, aber hier kann ich auch anprobieren.“ Im Kleiderladen gibt es zwei Umkleidekabinen. „Ich finde hier immer etwas“, sagt Kramer. Sogar eine elegante Abendgarderobe für eine Hochzeitsfeier habe sie dort entdeckt. „Teuer kann jeder kaufen“, findet sie.

Der Kleiderladen in der Nähe des Südbahnhofs wurde im September vergangenen Jahres eröffnet. Der Laden sei „gleich gut angelaufen“, sagt Leiterin Silke Zuschlag vom DRK. Die 200 Quadratmeter im Souterrain seien „wie für uns zugeschnitten“. Zwei Lager- und vier Verkaufsräume bieten Platz für Klamotten für Groß und Klein. Die Einrichtung einer ehemaligen Butzbacher Boutique präsentiert die Ware ansprechend und wohlgeordnet. „Ich denke nicht, dass wir mit unserem Konzept jemandem ein Geschäft wegnehmen“, sagt Zuschlag.

Einen Second-Hand-Laden gebe es ihres Wissens in Bad Vilbel nicht.

Im DRK-Kleiderladen kann jeder einkaufen. Hartz-IV-Empfänger und Kunden mit einem Tafelschein erhalten nochmals 20 Prozent Rabatt. Doch aus dieser Gruppe kommen laut Zuschlag nur etwa zehn Prozent der Klientel. Außerdem seien die meisten Kunden weiblich. Das trifft sich gut, denn auch das Angebot für Damen im Geschäft ist am größten.

Eine Gruppe Polinnen, die in Haushalten in der Nachbarschaft arbeiten, nutzen ihre Mittagspause, um die Schuhe durchzusehen. Kristina Gaida kommt regelmäßig: „Hier ist es billig“, sagt sie. Eine andere Polin hat eine Frage, spricht aber kein Deutsch. Sogleich ist Mitarbeiterin Adelheid Wytwer an ihrer Seite und antwortet ihr auf Polnisch. Die 73-Jährige ist in Schlesien aufgewachsen. Im Laden helfen insgesamt 20 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen „von der Ärztin bis zur Alleinerziehenden“, so Zuschlag.

„Die Kleiderspenden laufen immer noch gut“, sagt die Ladenchefin. Die getragene Ware werde „genau durchgeguckt“. Was diesem Blick nicht standhält, kommt in den „normalen Rot-Kreuz-Container“, wie die 43-Jährige berichtet.

Besonders günstig sind die Kindersachen. Eine Erstausstattung für Babys etwa kostet 50 Cent. „Wir wollen es möglich machen, dass jeder sein Kind ausstatten kann. Dafür sind wir das Rote Kreuz“, sagt Zuschlag und zeigt auf einen Kombi-Kinderwagen für 28 Euro und einen Maxi Cosi für 8,50 Euro.

Noch werfe der Kleiderladen keinen Gewinn ab, so Zuschlag. Das kürzlich angeschaffte Auto müsse abbezahlt werden, dazu kämen die Miete und der Strom. Im Herbst will die Ladenchefin in die Kinderabteilung investieren, außerdem sei eine Alarmanlage vonnöten. Doch die Kaffeekasse ermögliche hin und wieder ein Frühstück für die Mitarbeiterinnen, sagt die Ladenchefin.

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