Die Piratenpartei zieht in das Bad Vilbeler Stadtparlament ein: Der parteilose Stadtverordnete Peter Ringel ist seit Juni in der Partei Mitglied. Dies gaben die Piraten in einer Pressemitteilung bekannt.
Peter Ringel, der zurzeit mit seiner Drehorgel beim Internationalen Drehorgel-Treffen in Laubach im Vogelsberg weilt, bestätigte seinen Parteieintritt gegenüber der Frankfurter Rundschau.
"Ab jetzt geht alles per E-Mail", kündigt der 69-Jährige an. Auf die Computer-Affinität seiner neuen Partei angesprochen, meint Ringel: "Ich benutze den PC wie ein Werkzeug." Die Piraten hätten ihn überzeugt, weil sie "jung, basisdemokratisch und aktiv sind". "Sie sind inhaltlich sehr aufgeschlossen und noch nicht korrumpiert", findet Ringel. Im Falle der Linken sieht er das anders: Die bestimmten "von oben herab". Aus diesem Grund sei er vor eineinhalb Jahren aus der Linkspartei ausgetreten. Doch er musste feststellen: "Als Parteiloser ist man ein bisschen ohnmächtig."
Den Piraten könne er als "alter Hase" gerade beim anstehenden Kommunalwahlkampf 2011 eine Hilfe sein: "Die sind kommunalpolitisch unerfahrener", sagt Ringel. Zwei weitere Wetterauer Kommunalpolitiker und ehemalige Linkspartei-Mitglieder sind ebenfalls im Juni der Piratenpartei beigetreten: der Rosbacher Stadtverordnete Helge Welker und der Friedberger Parlamentarier Martin Hinz.
"Wir Piraten sind noch sehr neu im politischen Geschäft und dankbar für jede Unterstützung", begrüßte der Wetterauer Vorstandsvorsitzende der Piratenpartei, Matthias Geining, die neuen Mitglieder.
Infos im Internet: www.piratenpartei-wetterau.de

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