Bei frühsommerlich-warmen Temperaturen strömten am Freitagabend die Gäste zum Auftakt der Vilbeler Burgfestspiele in Scharen herbei. Als Premiere stand die Komödie "Don Camillo und Peppone" auf dem Programm. Bereits knapp zwei Stunden vor Aufführungsbeginn drängten sich die Besucher im Burghof beim Essen unter freiem Himmel, das Angebot reichte von Schweinemedaillons mit Thymianjus bis zu Frankfurter Würstchen; bei letzteren war die Nachfrage allerdings so groß, dass sie schnell ausverkauft waren.
Auffallend war allerdings, dass es nur wenige junge Menschen in das Freilichttheater gezogen hatte. Auch die 21-jährige Lisa Höfle bemerkte, dass aus ihrer Altersklasse kaum Gäste da waren. "Unsere Eltern haben uns hergebracht", sagt die Frankfurterin. Sie sei zum ersten Mal bei den Burgfestspielen, ihre Mutter habe das Stück ausgesucht. Die 20-jährige Ann-Kathrin Noll aus Bad Vilbel schaute sich die Komödie ebenfalls auf Initiative ihrer Mutter an. Sie sei aber bereits im letzten Jahr bei den Festspielen gewesen, erzählt sie, das Musical "Cabaret" habe ihr sehr gut gefallen.
Als nächstes Stück hat am Donnerstag, 10. Juni, das Musical "My fair Lady" Premiere bei den Bad Vilbeler Burgfestspielen. Beginn ist um 20.15 Uhr, Karten-Info: www.kultur-bad-vilbel.de
Prominenter Premierengast
Der prominenteste Zuschauer an diesem Abend war wohl der Schauspieler Ralf Bauer, der unter anderem durch die Fernsehserie "Gegen den Wind" bekannt wurde. Bauer war mit dem Schauspieler und Regisseur Wolfgang Kaus gekommen, der selbst schon "Don Camillo und Peppone" am Frankfurter Volkstheater inszeniert hatte. Kaus lobte das Bühnenbild und das schöne Ambiente der Vilbeler Burg. Er besuche die Festspiele regelmäßig. Bauer und Kaus arbeiten derzeit gemeinsam an dem Stück "Der ,hessische´ Jedermann", das ab Mitte Juli im Frankfurter Volkstheater aufgeführt wird. Ralf Bauer wird die Hauptrolle spielen.
Bei den sommerlichen Temperaturen fiel es leicht, sich in das Stück "Don Camillo und Peppone" einzufinden, das in einem kleinen Dorf im sonnigen Italien spielt. Vogelgezwitscher, gurrende Tauben und quakende Frösche aus dem Burggraben erhöhten die Authentizität des Dargestellten erheblich. Vilbels Bürgermeister Thomas Stöhr sieht gar Parallelen zwischen dem Leben hier in der Region und der inszenierten Komödie. Bei "Don Camillo" gehe es um Politik und Religion - und um die Menschen, die in diesen Bereichen agierten. So verhalte es sich auch mit den Burgfestspielen.
Im vergangenen Jahr sahen sich insgesamt 72000 Zuschauer die Vorstellungen an. Diese positive Resonanz nannte Stöhr als Grund, warum alleine in diesem Jahr "ein beachtlicher sechsstelliger Betrag" in die Spielstätte gesteckt worden sei.

Die Stadt und Region auf einen Blick: unsere neue Übersichtsseite für Frankfurt und Rhein-Main - das Pflicht-Lesezeichen für alle Hessen.
Berichte aus Bad Homburg, Hochtaunus | Bad Vilbel, Wetterau | Darmstadt | Frankfurt | Kreis Groß Gerau | Hanau, Main-Kinzig | Main-Taunus | Mainz | Offenbach | Kreis Offenbach | Wiesbaden.
Facebook | Twitter überregional | Google+