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Echzell: Kampf gegen Rechts

Die Bürger der knapp 6000 Einwohner zählenden Gemeinde Echzell wollen sich mit den rechtsextremen Umtrieben in ihrem Ort nicht abfinden.

Diesen Anblick wollen sich die Bürger von Echzell künftig ersparen.
Diesen Anblick wollen sich die Bürger von Echzell künftig ersparen.
Foto: dpa

Die Bürger der knapp 6000 Einwohner zählenden Gemeinde Echzell wollen sich mit den rechtsextremen Umtrieben in ihrem Ort nicht abfinden. Sie haben die Bürgerinitiative "Grätsche gegen Rechtsaußen - Echzeller Bürgerinitiative für Demokratie" gegründet. Vorausgegangen waren zwei Bürgerversammlungen Ende vergangenen Jahres. Das Ziel der BI ist es, "die Ausweitung der rechtsextremen Tendenzen in Echzell und Umgebung zu verhindern und eine gut aufgeklärte Jugend zu schützen und zu fördern", so die BI in einer Presseerklärung zu ihrer Gründung.

Ein rechtsextremer Unternehmer hat im vergangenen Jahr seine Aktivitäten in seine Hofreite in Echzell verlagert, nachdem er seinen Laden in Wölfersheim räumen musste. Dort hatte er einen Tätowierladen namens "Old Brothers" betrieben und im Internet T-Shirts verkauft, auf denen "Hunting Season" steht und ein Bild zu sehen ist, auf dem Weiße Farbige erschießen. Der Rechtsextreme mit dem makabren Spitznamen "Schlitzer" betreibt zudem einen Ordnerdienst und ein Inkassobüro. Firmenzeichen ist ein Totenkopf, der an das Symbol der Totenkopfverbände der Waffen-SS erinnert. In der Hofreite des "Schlitzers" wird oft gefeiert und er versucht, die Dorfjugend durch sein Auftreten zu beeindrucken, berichten Anwohner.

Die BI will das "Rattenfängertum der rechten Gruppierungen" stoppen. "Wölfe im Schafspelz" ist das Thema einer Veranstaltung am Mittwoch, 3. Februar, im Gasthaus "Stern" in der Ringsraße 7 in Gettenau, in der sie über Strategien der Rechtsextremen informiert. (ieb)

Die Echzeller Bürgerinitiative "Grätsche gegen Rechtsaußen" ist montags und mittwochs von 20 bis 22 Uhr und freitags von 9.30 bis 12 Uhr unter Telefon 0151/21958858 zu erreichen.

Datum:  30 | 1 | 2010
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