Martin Niemöller, evangelischer Geistlicher und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, sagte im Rückblick auf die schrecklichen Ereignisse des Dritten Reiches: „Als sie die Juden holten, habe ich nicht protestiert, denn ich war ja Christ … als sie die Sozialdemokraten holten, da habe ich auch nicht protestiert, denn ich war ja kein Sozialdemokrat … als sie die Katholiken holten, habe ich nicht protestiert, denn ich war ja Protestant … als sie mich holten, war niemand mehr da, der protestieren konnte!“
Doch halt, es geht nicht nur um die Vergangenheit – heute versucht der braune Mob immer wieder Fuß zu fassen – bei uns! In Gettenau! Vor der Haustür!
Auf heute bezogen könnten wir das Zitat von Martin Niemöller so umschreiben:
„Als sie Asylanten überfallen haben, da habe ich nicht protestiert, denn ich war ja kein Asylant. Als sie Ausländer zusammengeprügelt haben und Hetzparolen verbreitet haben, habe ich auch nicht protestiert, denn ich war ja kein Ausländer.
Als sie die Leute in der Wiesengasse überfallen und zusammengeschlagen haben, da habe ich auch nicht protestiert, denn ich wohne ja nicht in der Wiesengasse.
... und wenn sie eines Tages mich, Sie, jemanden von uns niedermachen und zusammenprügeln? Gibt es dann auch niemand mehr, der protestiert?“
Nein, so weit darf es nicht kommen! Angst, Schweigen, Wegschauen – das würde das Problem nur verschärfen. Dass sogar ein Beamter die Anwohner auffordert, wegzuziehen, ist skandalös – jetzt stellt sich die Frage: Haben wir aus der Geschichte gelernt?
Leider wurden die Schlägertrupps von SA und SS, verkrachte Existenzen, die schon damals Menschen um sich scharten, unterschätzt.
Keiner kann sagen, das Problem „Wiesengasse“ betrifft mich nicht. Es geht um unsere Zukunft. Wie wird unsere Jugend geprägt?
Jeder ist gefragt, noch können wir eine schlimmere Entwicklung verhindern – wenn alle zusammenhalten – alle Menschen guten Willens, über konfessionelle, religiöse und politische Grenzen hinweg.
Unterstützen Sie die Arbeit der „Grätsche gegen Rechtsaußen“. Unterstützen sie auch das Festival am 28. August 2010, ab 16 Uhr auf dem Sportplatz in Gettenau, unter dem Motto: „Gemeinsam gegen Rechts“.
Zeigen Sie Flagge!

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