Der DGB-Kreisverband Wetterau, Südosthessen und Mittelhessen sowie die DBG-Jugend rufen für Samstag, 1. August, 8.30 Uhr, auf dem Friedberger Bahnhofsvorplatz zu einer Demonstration. Damit soll verhindert werden, dass die rechtsradikale NPD ihren für diesen Tag geplanten Aufmarsch durch die Innenstadt starten kann.
"Friedberg ist nicht braun, sondern bunt" und zeige Weltoffenheit und Toleranz, erklärt der DGB in einer Mitteilung. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen, heißt er. Mit dem Aufruf zur Demonstration werde man sich denen entgegenstellen, "die die unveräußerlichen Menschenrechte mit Füßen treten und die Demokratie beseitigen wollen". Für den gleichen Tag hat die NPD ihren Auftritt auch in Nidda angekündigt. Der DGB gehört dem Wetterauer Bündnis gegen Rechts an wie mehr als 50 Gruppen aus Gesellschaft, Schülervertretungen Kirche und Politik.
Die Kundgebung wird von der "Lagergemeinschaft Auschwitz", einer Vereinigung ehemaliger Häftlinge, unterstützt. In einem Schreiben äußert sich der Vorsitzende Uwe Hartig bestützt, dass die Neo-Nazis bei ihrem Marsch durch Friedberg und Nidda "Deutsche, wehrt euch" gröhlen werden. Mit diesen Worten hätten die Nazis den Marsch in Krieg und Vernichtungslager ideologisch vorbereitet, so Hartwig. (sun)

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