Die wahlberechtigten Niddataler entscheiden am Sonntag, 20. Januar, in einem Bürgerentscheid darüber, ob an der Geschwister-Scholl-Schule in Assenheim eine Zweifeld-Sporthalle errichtet werden soll.
Der Magistrat hatte sich dafür ausgesprochen, dass sich die Stadt mit rund einer Million Euro am Bau der Halle beteiligt. Doch die Mehrheit im Stadtparlament machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Das Parlament beschloss, dass sich die Stadt nicht an der Finanzierung der Halle beteiligen soll.
1023 Unterschriften
Das bedeutet, dass der Wetteraukreis als Schulträger anstelle der sanierungsbedürftigen Gymnastikhalle der Schule nur eine Einfeld-Sporthalle errichten würde. Deren Spielfeld wäre um rund 520 Quadratmeter kleiner als die einer Zweifeld-Halle.
Die Halle, die der Kreis bauen werde, sei schon doppelt so groß wie die vorhandene, hatte sich die CDU-Fraktion gegen die Zweifeld-Halle gewandt. In den Stadtteilen müssten die Sportvereine mit deutlich weniger Fläche auskommen.
Gegen den Beschluss des Parlamentes wehrten sich Bürger. Sie sammelten 1023 Unterschriften für einen Bürgerentscheid. Die Geschwister-Scholl-Schule solle gesichert werden, die Vereine sollen besser trainieren können, die Kinder- und Jugendarbeit solle gefördert, der Senioren- und Behindertensport ausgeweitet und wettkampfgerechte Spielstätten geschaffen werden, führten die Initiatoren das Bürgerbegehrens für die Zwei-Feld-Halle an.
Die Bürgerinitiative Zweifeld-Halle hat zusammen mit Bürgermeister Bernhard Hertel (parteilos) und der SPD ein Konzept der Bürgerbeteiligung an der Finanzierung der Halle erarbeitet. Demnach sollen Bürger, die den Bau der Halle mittragen wollen, einen Kredit direkt – ohne Umweg über eine Bank – an die Stadt geben. Dieser Kredit soll durch einen Kreditvertrag geregelt werden, in dem die Höhe des Kredits, die Verzinsung, die Kündigungsfrist und die Laufzeit geregelt werden. Der Kredit kann zinslos oder mit einer Verzinsung gewährt werden, die über den derzeitigen Zinsen für Spareinlagen aber unter den Kreditmarktzinsen liegen soll. Kreditgeber können auch Vereine sein.
„Damit haben Unterstützer des Projektes die Möglichkeit ihr Geld sinnvoll, sozial und in einem nachhaltigen Objekt anzulegen“, wirbt Bürgermeister Hertel für dieses „Teilfinanzierungskonzept. Die Finanzierung der Zweifeldhalle sei für die Stadt nicht einfach. Der Vorteil der Halle überwiege aber, zumal sich der Kreis erheblich an der Investition und den Folgekosten beteilige. (ieb.)
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