Bei der Bewirtschaftung des Karbener Waldes wird die Stadt voraussichtlich einen neuen Weg gehen. Die Parlamentsmehrheit aus CDU, Freier Wählergemeinschaft (FWG) und FDP lehnten den vom rot-grünen hauptamtlichen Magistrat erstellten Waldwirtschaftsplan 2009 ab. Trotz des anvisierten Holzverkaufs weise der Plan wegen der Aufforstungen von Windbruch etwa im Petterweiler Forst und der Verjüngung des Waldes ein Minus von 51 500 Euro auf, das die Stadt decken müsse. Die Gesamtausgaben belaufen sich auf 177 500 Euro für 2009.
Das ist der Parlamentsmehrheit zu viel Geld. Die Koalition will statt Holz künftig Ökopunkte ernten. Die Stadt könnte so Ökopunkte oder Ausgleichsflächen an Kommunen oder Unternehmen, verkaufen, die wegen eines Bauvorhabens Landschaftsausgleich schaffen müssen.
Karben könnte auf diesen Flächen keine Holzwirtschaft mehr betreiben. Das Forstamt soll nun zunächst errechnen, wie viele Ökopunkte es bei einer ökologischen Aufforstung gibt. Auch soll das Amt die Flächen aus dem insgesamt 400 Hektar großen Forstgebiet (ohne Enzheimer Kopf) ermitteln, die aus dem Waldwirtschaftsplan herausgenommen werden können. Der Plan soll deshalb bis zum Haushaltsentwurf der Stadt zurückgestellt werden. Alle Fraktionen stimmten dem Antrag der Koalition zu. sun

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