Die Okarbener Sozialdemokraten haben doch noch einen Nachrücker für den Ortsbeirat gefunden. Zur Kommunalwahl hatten sie einen Wahlvorschlag mit sieben Namen eingereicht, von denen aber nur fünf auf dem Wahlzettel standen, weil das der Zahl der Sitze im Beirat entspricht. Einer der beiden Kandidaten, deren Namen sich nicht auf dem Zettel fanden, wird voraussichtlich für den bisherigen Ortsvorsteher Thorsten van Schiak (SPD) nachrücken, der sein Mandat niedergelegt hat, weil er umgezogen ist.
Gemeindewahlleiter Andreas Tross hatte nur die fünf Vorschläge auf dem Wahlzettel berücksichtigt und verkündet, die SPD habe keinen Nachrücker mehr, von ihren beiden Mandaten im Ortsbeirat bleibe eines unbesetzt.
Dagegen hat Stadtrat Matthias Flor (SPD) aus Okarben Einspruch erhoben. Er verlangt, die beiden überzähligen Kandidaten des SPD-Wahlvorschlags zu berücksichtigen.
Bürgermeister Guido Rahn (CDU) geht davon aus, dass die SPD auch künftig zwei Vertreter im Okarbener Ortsbeirat haben wird. Es müsse allerdings geklärt werden, ob Flor Einspruch erheben kann oder ob das einer der Betroffenen tun müsse. Auf einen Rechtsstreit lege es die Stadt dabei aber nicht an.
Um die Mehrheit im Beirat war nach der Wahl gestritten worden. Die beiden SPD-Vertreter und der Vertreter der Grünen hatten sich gegen die beiden Christdemokraten verbündet und van Schiak zum Ortsvorsteher gewählt. Die CDU hatte den Posten für sich beansprucht, weil sie bei der Wahl die meisten Stimmen bekommen hatte. Inzwischen ist der Platz der Grünen verwaist, weil ihr Vertreter wegen Umzug ausgeschieden ist und kein Nachrücker gefunden wurde. Spannend wird, wer beim Stimmenpatt von SPD und CDU neuer Ortsvorsteher wird. (ieb.)

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