Ulrike Pfeiffer-Pantring rechnet sich gute Chancen aus, weitere sechs Jahre an der Spitze der Ortenberger Stadtverwaltung zu stehen. Bei der Wahl Sonntag in einer Woche hat sie nur einen Herausforderer, Friedrich Brackmann, und der hat vor sechs Jahren bereits vergebens versucht, sie vom Chefsessel zu stoßen.
Seit zwölf Jahren ist Pfeiffer-Pantring Bürgermeisterin in Ortenberg, zunächst war sie parteilos, inzwischen gehört sie der SPD an. Als Parteilose hatte die zweifache Mutter 2007 auf der Kreistagsliste der SPD kandidiert. Nachdem sie in den Kreistag gewählt worden war, entschied sie sich, in die SPD einzutreten.
Bei der Kommunalwahl 2011 wurde die SPD mit 41,4 Prozent stärkste Partei. Die CDU kam auf 29,8 Prozent, BiO auf 16,3 Prozent und die FWG auf 13,3 Prozent.
Im Stadtparlament regiert eine Koalition aus SPD und CDU.
Bei der Bürgermeisterwahl vor sechs Jahren siegte Ulrike Pfeiffer-Pantring, damals noch parteilos, in der Stichwahl mit 58,4 Prozent der Stimmen gegen Tobias Greiling (CDU) .
Bei der Bürgermeisterwahl in Ortenberg im Jahr 2000 hatte sich Pfeiffer-Pantring gleich im ersten Wahlgang gegen drei Konkurrenten durchgesetzt. Im Jahr 2006 musste sie in die Stichwahl. Ihr heutiger Konkurrent Friedrich Brackmann von der Liste Bürgerverein in Ortenberg (BiO) schied mit 21,9 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang aus.
„Ich setze auf die langfristige Entwicklung unserer Gemeinde und die Bürgerinnen und Bürger wissen das zu schätzen“, sagt Pfeiffer-Pantring. Während ihrer Amtszeit sei die Kinderbetreuung ausgebaut worden. In Bergheim wurde ein Biomassekraftwerk gebaut, mit dem zwei Drittel des Dorfes beheizt werden. Ehrenamtliche Tätigkeit werde unterstützt, beispielsweise die Freiwillige Feuerwehr, die ein neues Feuerwehrgerätehaus bekommen habe. Pfeiffer-Pantring ist Vorsitzende des Vereins Oberhessen, der sich die wirtschaftliche Entwicklung der Region auf die Fahne geschrieben hat.
Im Stadtparlament regiert eine Koalition aus SPD und CDU. Pfeiffer-Pantring will die konstruktive Zusammenarbeit mit der Koalition fortsetzen und die Bürger in ihre Politik miteinbeziehen. „Ich will aus Betroffenen Beteiligte machen“, sagt die 49-Jährige .
Ihr Herausforderer Friedrich Brackmann ist Fraktionsvorsitzender von BiO im Stadtparlament. Der gelernte Bankkaufmann setzt auf seine Berufserfahrung. Durch Führungspositionen im Bankgewerbe sieht er sich in der Lage, den Bürgermeisterjob zu übernehmen und die finanzielle Situation der Gemeinde zu verbessern. „Ich will mehr Transparenz für die Bürger schaffen, sie sollen wissen, was mit ihrem Geld passiert“, sagt er.
Er setzt auch auf seine Unabhängigkeit. „Ich bin an keine Parteipolitik gebunden und so kann ich auf Vorschläge aller Seiten eingehen“, sagt der 60-Jährige.

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