Der Kostümfilm „Les adieux à la reine“ eröffnet die 62. Filmfestspiele in Berlin. Das Drama ist geprägt von aktuellen Stimmungen - obwohl es von der Französischen Revolution handelt.
Irgendwas geht da draußen vor. Unheil kündigt sich an, und keiner weiß, wie er sich verhalten soll. Alles ist plötzlich in eine Dimension gerückt, die keiner mehr überschaut. Soll man weitermachen wie bisher, soll man irgendetwas anders machen, um vielleicht Herr der Lage zu bleiben? Oder soll man sich besser erst einmal nur umschauen, auf die Gefahr hin, den richtigen Zeitpunkt mit Gaffen zu verpassen – und plötzlich von den Ereignissen im Moment ihres Überschlagens untergepflügt zu werden?
Es sind weiß Gott aktuelle Stimmungen, die den Eröffnungsfilm der 62. Berlinale prägen. Dabei erzählt das Drama „Les adieux à la reine – Leb wohl, meine Königin!“ des französischen Regisseurs Benoît Jacquot von einem historischen Moment, mit dem sich bereits ganze Bibliotheken auseinandergesetzt haben und der als abgeforscht gelten darf: mit der Französischen Revolution.
Die deutsche Schauspielerin Diane Kruger erschien auf dem roten Tepprich am Potsdamer Platz mit einer Atem beraubenden Abendrobe.
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Im ersten Wettbewerbsbeitrag "Les adieux à la Reine", zu deutsch "Leb wohl, meine Königin" spielt sie die Hauptrolle der Marie Antoinette.
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Weitere Gäste waren die deutsch-türkische Schauspielerin Sibel Kekilli...
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... US-Schauspieler Jake Gyllenhaal...
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...der Frauenschwarm wird bei der diesjährigen Berlinale als Juror wirken...
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...Schauspielerin Karoline Herfurth...
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...die beiden Schauspielerinnen Hannah Herzsprung (l.) und Anna Maria Mühe...
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...Schauspieler Florian Lukas, der bei der Berlinale im Film "Don - the King is back" neben Shah Rukh Khan zu sehen ist...
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...Charlotte Gainsbourg (spielte zuletzt in "Melancholia")...
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...Schauspielerin Hannelore Elsner...
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...Schauspielerin Nina Hoss, die bei der Berlinale in dem Film "Barbara" in der Hauptrolle zu sehen ist...
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...die Schauspielerin, Sängerin, Autorin und Fernsehmoderatorin Heike Makatsch...
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... der britische Schauspieler Christopher Lee (spielte zuletzt in "Hugo Cabret")...
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...er kam zur Berlinale zusammen mit seiner Frau Birgit Lee...
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... Schauspielerin Barbara Sukowa, die über die Vergabe der Amnesty-Filmpreises mit entscheiden wird, und der französische Regisseur Francois Ozon, der in die Wettbewerbsjury der 62. Berlinale einberufen ist...
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...Schauspielerin Natalia Wörner...
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...Schauspielerin Julia Jentsch (spielte zuletzt in "Die Summe meiner einzelnen Teile")...
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...Schauspielerin Christiane Paul (spielte zuletzt in "Ein mörderisches Geschäft")...
...Schauspieler Jürgen Vogel mit seiner Freundin Michelle Gornick...
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...Schauspieler Clemens Schick mit Begleitung...
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...Schauspieler Jürgen Prochnow mit seiner Freundin Birgit Stein...
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...Regisseur Rosa von Praunheim (r) mit Begleitung...
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...der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit mit seinem Lebensgefährten Jörg Kubicki...
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...Schauspieler Armin Rhode...
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...der Us-amerikanische Schauspieler Matthew Modine mit Begleitung...
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...Schauspielerin Loretta Stern...
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...die französische Schauspielerin Léa Seydoux, die auf der Berlinale im Film "Leb' wohl, meine Königin" zu sehen ist...
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...die österreichische Schauspielerin Nora von Waldstätten...
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...Schauspieler Tom Schilling...
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...Schauspielerin und Regisseurin Maria Schrader...
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...Schauspieler Mario Adorf mit seiner Frau Monique...
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... der Berlinale Direktor Dieter Kosslick mit Moderatorin und Komikerin Anke Engelke...
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...Anke Engelke moderierte den Abend in einem eigenwilligen schwarz-gelben Kleid von Hugo...
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...Schauspieler Thomas Kretschmann mit seiner Freundin Brittany Rice...
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...der Jury Präsident Mike Leigh...
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...der niederländische Regisseur und Berlinale-Jurymitglied Anton Corbijn...
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...Schauspielerin Virginie Ledoyen zusammen mit Dieter Kosslick, dem Leiter der Internationalen Festspiele Berlin...
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... die Schauspielerin Virginie Ledoyen ist auf der Berlinale ebenfalls in dem Film "Leb' wohl, meine Königin" zu sehen...
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.. eine schöner als die andere: die Schauspielerinnen Virginie Ledoyen (v.l.), Lea Seydoux und Diane Kruger.
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...Schauspielerin Iris Berben...
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...Schauspielerin Sandra Hüller...
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...Schauspielerin Inka Friedrich...
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... die Schauspieler Thomas Heinze und Nina Kronjäger...
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...Regisseur Volker Schlöndorff...
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... und natürlich jede Menge Fotografen und Journalisten...
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...sowie Schaulustige...
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...nochmal die Berlinale-Jury Anton Corbijn, Charlotte Gainsbourg, Mike Leigh, Asghar Farhadi, Boualem Sansal, Barbara Sukowa, Francois Ozon und Jake Gyllenhaal.
Am Donnerstag Abend wurde die 62. Berlinale mit dem Kostümfilm "Leb' wohl, meine Königin!" eröffnet - und die Jagd auf die Bären-Trophäen kann beginnen. Beim größten Publikumsfestival der Welt werden nicht allein Filme gezeigt, sondern auch viele Stars erwartet, die über den Roten Teppich am Potsdamer Platz schreiten. Zugleich feiert das Studio Babelsberg seinen 100. Geburtstag.
Dieser Film versetzt den Zuschauer jedoch in die Froschperspektive unmittelbaren Geschehens. Er blendet auf am Morgen des 14. Juli 1789 und blendet ab am Abend des 17. Juli 1789. Die Perspektive, aus der erzählt wird, gehört Sidonie: Sie ist die Vorleserin Marie-Antoinettes, eine junge Frau, eingestellt fürs Amüsement der Königin, aber qualifiziert durch ihre Intellektualität, die sie von den gackernden Dienstmädchen rundherum unterscheidet. Als sich am zweiten Tag die Nachricht vom Sturm auf die Bastille von Paris in Versailles verbreitet, läuft Sidonie aufgeregt durch die Gänge des Schlosses, vergisst ihre Pflichten, beobachtet den Hofstaat, hört die verschiedenen Meinungen, ist zugleich distanziert und hineingerissen in das Geschehen.
Figuren flüchten in seltsame Handlungen
Schon flüchten die Figuren in seltsame Handlungen. Marie-Antoinette pflegt ihre privaten Obsessionen; einen Moment später plant sie ihre Flucht, dann wendet sie sich wieder Schmuck und Putz zu. Die Nähe zur Königin, einst ein Privileg, beginnt nun, da das Volk ihren Kopf fordert, zu einer Gefahr zu werden. Als der König nach Paris fährt, entschließt sich Gabrielle de Polignac, die Geliebte Marie-Antoinettes und – aus der Sicht der Revolutionäre – eine der bestgehassten Hofdamen, zur Flucht – in den Kleidern von Dienern. Da bittet die Königin ihre Vorleserin, in den rauschenden Gewändern der Polignac mitzufahren, um im schlimmsten Fall die Aggressionen des Volks auf sich zu lenken.
Inhalt: Was geht in einem Mann vor, der nur noch 24 Stunden zu leben hat? Der franko-senegalesische Regisseur Alain Gomis begleitet einen solchen Menschen durch dessen letzten Tag. Der amerikanische Schauspieler, Sänger und Dichter Saul Williams spielt die Hauptrolle. Gedreht wurde in Yembeul, einem Vorort der senegalesischen Hauptstadt Dakar.
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A moi seule (Coming Home), Frankreich 2011, R: Frédéric Videau, D: Agathe Bonitzer, Reda Kateb
Inhalt: Der zweite Film des französischen Regisseurs Frédéric Videau ist als „tour de force“ angekündigt. Erzählt wird die verstörende, aber zugleich lichte Geschichte eines jungen Mädchens, das entführt und gefangen gehalten wurde und nun sein Leben sowie sein Verhältnis zur Welt neu bestimmen muss. Agathe Bonitzer spielt die Hauptrolle.
Foto: Les Films Hatari
Cesare deve morire (Caesar Must Die), Italien 2011, R: Paolo & Vittorio Taviani, D: Cosimo Rega, Salvatore Striano
Inhalt: Mit ihrem neuen Film überschreiten die italienischen Brüder Paolo und Vittorio Taviani die Grenzen zwischen Dokumentation und Spielfilm. Es geht um einen Workshop: Ein Regisseur inszeniert mit den Insassen eines Gefängnisses Stücke von Shakespeare. Der Film zeigt Proben, eine öffentliche Aufführung und widmet sich einzelnen Gefangenen.
Foto: Umberto Montiroli
Barbara, Deutschland 2012, R: Christian Petzold, D: Nina Hoss, Ronald Zehrfeld
Inhalt: Die DDR im Sommer 1980: Die Ärztin Barbara hat einen Ausreiseantrag gestellt. Nun wird sie strafversetzt, aus der Hauptstadt in die Provinz. Jörg, ihr Geliebter aus dem Westen, arbeitet an der Organisation ihrer Flucht. Barbara wartet, weitab von allem. – Wiederum spielt Nina Hoss die Hauptrolle im neuen Film des deutschen Regisseurs Christian Petzold.
Foto: Hans Fromm/Piffl Medien
Dictado (Childish Games), Spanien 2011, R: Antonio Chavarrías, D: Juan Diego Botto, Bárbara Lennie
Inhalt: Der Film des Spaniers Antonio Chavarrías handelt von Daniel, der unerwartet Besuch von einem alten Freund bekommt. Der möchte ihm seine kleine Tochter vorstellen. Noch am selben Abend bringt sich der Freund um. Von nun an lebt das Mädchen bei Daniel und dessen Frau. Doch die Präsens des Kindes provoziert Ängste und Erinnerungen.
Inhalt: Im Film des griechisch-kolumbianischen Regisseurs Spiros Stathoulopouloshe geht es um Rituale, Spiritualität, Abgründe und Zeichen. Ein junger Mönch gerät in Versuchung, als er einer Nonne begegnet. Beide beginnen, miteinander zu kommunizieren, etwa indem sie mit Hilfe von Sonnenlicht und Spiegeln Signale von einem Kloster zum anderen senden.
Inhalt: Der philippinische Regisseur Brillante Mendoza ist einer der prägnantesten realistischen Autorenfilmer des Weltkinos. Sein neuer Film spielt auf den Philippinen und erzählt von einer französischen Entwicklungshelferin, die gemeinsam mit anderen Westlern von muslimischen Extremisten entführt wird. Isabelle Huppert spielt die Hauptrolle.
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L'enfant d'en haut (Sister), Schweiz/Frankreich 2011, R: Ursula Meier, D: Léa Seydoux, Kacey Mottet Klein
Inhalt: Die Schweizer Regisseurin Ursula Meier ist hierzu- lande noch nicht sehr bekannt. Das dürfte sich ändern. In Meiers neuem Film geht es um den zwölfjährigen Simon, der mit seiner Mutter Louise allein lebt. Louise ist noch sehr jung und verlangt von ihrem Sohn, dass er sich als ihr jüngerer Bruder ausgibt. Doch auch Simon hat Geheimnisse.
Foto: Roger Arpajou
Jayne Mansfield's Car, Russische Föderation/USA 2011, R: Billy Bob Thornton, D: Billy Bob Thornton, Kevin Bacon
Inhalt:Billy Bob Thornton zeigt in seiner neuen Regiearbeit, wie zwei ungleiche Familien kollidieren. Eine Frau verlässt in den 1940er-Jahren Mann und Kinder, um mit ihrer neuen Liebe nach Großbritannien zu ziehen. Als sie dreißig Jahre später stirbt und in ihrer amerikanischen Heimat beerdigt werden soll, treffen die beiden Familien zum ersten Mal aufeinander
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Was bleibt (Home For The Weekend), Deutschland 2012, R: Hans-Christian Schmid, D: Lars Eidinger, Corinna Harfouch
Inhalt: Der deutsche Regisseur Hans-Christian Schmid erzählt die Geschichte einer gutbürgerlichen Familie, die auseinanderbricht. Auf Wunsch seiner Mutter fährt Marko (Lars Eidinger), der seit Jahren in Berlin lebt, zu seinen Eltern (Corinna Harfouch, Ernst Stötzner) aufs Land. Doch seine Hoffnung auf ein ruhiges Wochenende im Kreis der Familie erfüllt sich nicht.
Foto: Gerald von Fopris, 23/5 Filmproduktion GmbH
Tabu, Portugal/Deutschland/Brasilien/Frankreich 2012, R: Miguel Gomes, D: Teresa Madruga, Laura Soveral
Inhalt: Der Regisseur Miguel Gomes ist Portugiese. Sein neuer und dritter Film ist in einem Apartment in Lissabon angesiedelt, in dem eine alte Dame, ihre Haushälterin und ein sozial engagierter Mann hausen. Irgendwann begibt sich der Film in die Vergangenheit der alten Dame – in ein Afrika, wie man es aus Abenteuerfilmen kennt.
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Kebun binatang (Postcards From The Zoo), Indonesien/Deutschland/Hongkong/China 2012, R: Edwin, D: Ladya Cheryl, Nicholas Saputra
Inhalt: Die Regiearbeit von Edwin ist der erste Film aus Indonesien, der im Berlinale-Wettbewerb zu sehen ist. Es geht darin um ein kleines Mädchen, das vom Vater im Zoo ausgesetzt wird. Umgeben von Tieren, Grenzen und den Geräuschen einer gezähmten Wildnis wächst Lana hier auf. Als sie sich verliebt, verlässt sie den Zoo. Und fragt sich: Wo ist Zuhause?
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Bai lu yuan (White Deer Plain), China 2011, R: Wang Quan'an, D: Zhang Fengyi, Zhang Yuqi, Wu Gang
Inhalt: Der Chinese Quan’an Wang gewann 2007 mit „Tuyas Hochzeit“ den Goldenen Bären. Seine neue Regiearbeit „Bai lu yuan“ ist die Verfilmung des lange verbotenenen, gleichnamigen Romans von Chen Zhongshi. Hier geht es um zwei Großbauernfamilien nach der Zeitenwende 1912, als das chinesische Kaiserreich seinem Ende entgegensieht.
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Csak a szél (Just The Wind), Ungarn/Deutschland/Frankreich 2012, R: Bence Fliegauf, D: Lajos Sárkány, Katalin Toldi
Inhalt: Mit Dramen wie „Dealer“ und „Womb“ hat sich der ungarische Regisseur Benedek „Bence“ Fliegauf im Arthouse-Kino etabliert. Sein neuester Film, „Just the Wind“, basiert auf wahren Ereignissen und widmet sich einem aktuellen sozialen Problem in Ungarn. Im Mittelpunkt steht eine Zigeunerfamilie, die von einer rassistischen Gang terrorisiert wird.
Inhalt: Hammerfest liegt am äußersten nordwestlichen Zipfel von Norwegen am Polarmeer. Hierhin hat es ein deutsches Ehepaar mit seinem Sohn verschlagen. Niels arbeitet als Ingenieur in der größten europäischen Erdgasverflüssigungsanlage auf einer kleinen Insel vor Hammerfest. Maria ist mit ihm gegangen, um ihm seinen Karrieresprung nicht zu versperren. Sie haben sich an die fremde, manchmal irreal erscheinende Welt der Nachtschattenspiele offenbar gut angepasst. Eines Tages wird Maria jedoch auf ihrer Heimfahrt in einen Unfall verwickelt. Außerstande sich der Situation zu stellen, rast sie in Panik nach Hause.
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En Kongelig Affære (A Royal Affair/Die Königin und der Leibarzt), Dänemark/Tschechische Republik/Schweden/ Deutschland 2012, R: Nikolaj Arcel, D: Mads Mikkelsen, Alicia Vikander
Inhalt: Das Historiendrama des dänischen Regisseurs Nikolaj Arcel erzählt vom Dreiecksverhältnis zwischen der dänischen Königin Caroline Mathilde, ihrem wahnsinnigen Mann, König Christian VII., und dem deutschen Arzt Johann F. Struensee, das die dänische Monarchie im 18. Jahrhundert in eine schwere Krise stürzte. Mads Mikkelsen spielt den Arzt.
Foto: Jiri Hanzl
Rebelle (War Witch), Kanada 2012, R: Kim Nguyen, D: Rachel Mwanza, Alain Bastien
Inhalt: Der kanadische Regisseur Kim Nguyen erzählt in seinem neuen Film eine tragische Liebesgeschichte unter Kindersoldaten. In der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa erwartet die 14-jährige Komona ein Kind. Unter ihren Mitkämpfern findet sie keinen Anschluss. Nur mit einem gleichaltrigen Magier fühlt sie sich verbunden.
Les adieux à la Reine (Leb wohl, meine Königin), Frankreich/Spanien 2011, R: Benoït Jacquot, D: Léa Seydoux, Diane Kruger
Inhalt: Das französische Revolutionsdrama mit Diane Kruger als Königin Marie Antoinette eröffnet die Berlinale. Der Film von Benoît Jacquot schildert die ersten Tage der Französischen Revolution im Juli 1789 aus der Sicht der Diener im Schloss von Versailles. Das Leben der Königin endete im Oktober 1793 auf dem Schafott.
„Les adieux à la reine“ beruht auf dem gleichnamigen Roman von Chantal Thomas und unterscheidet sich doch stark von der Vorlage. Im Roman erzählt Sidonie aus dem Rückblick, der um den Ausgang weiß. Im Film von Benoît Jacquot ist es der Zuschauer, der seine Kenntnis über die Französische Revolution einbringt in die Verworrenheit des unmittelbaren Geschehens. Jacquot gibt keinen historischen Überblick; er bietet vielmehr Gerüchte und schwankende Ansichten. Dieser Zugriff bringt einen von der ersten Einstellung an gebrochenen Kostümfilm hervor. Natürlich ist jedes Bild voll von Requisiten, Kostümen und historischem Kolorit, auch das protokollarische Benehmen wird minutiös dokumentiert. Aber die Kamera von Romain Winding verweilt kaum je selbstzufrieden auf diesen Tableaus. Die Blickwinkel sind eng, die Handkamera ist Sidonie eilig auf den Fersen, und wenn die Perspektiven sich einmal weiter öffnen, herrscht eine seltsame Leere.
Schon ist das Schloss nur noch spärlich erleuchtet, und alsbald, so denkt man sich, ist der ganze Plunder aus Samt und Seide nichts mehr wert. Zusammen mit der dissonanten, nervös treibenden Musik von Bruno Coulais vermittelt Benoît Jacquots Film Unruhe, Zeitdruck; er stiftet eine beeindruckende Atmosphäre von bevorstehendem Zusammenbruch. Sie kommt einem aus der eigenen Ratlosigkeit unangenehm bekannt vor.
Berlinale: Exotik und Zeitgeschichte
Im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale herrscht wieder die bewährte Mischung aus Exotik und Zeitgeschichte. Dem Schwerpunkt Afrika stehen Filme über Um-, Auf- und Ausbrüche gegenüber, dabei sind historische Stoffe aus dem 18. und 19. Jahrhundert, aber auch aus der DDR nicht zu knapp vertreten.
Mit „Les adieux à la reine“ steht ein Film von repräsentativem Zuschnitt, symbolischer Subtilität und inszenatorischer Originalität zugleich im Rampenlicht der Eröffnung. Sein dringlicher Ernst gibt einen Ton vor, der vom Vorwurf des „Wellness-Arthouse“, der im letzten Jahr gegen die Auswahl des Festival-Leiters Dieter Kosslick erhoben wurde, nicht weiter entfernt sein könnte. „Les adieux à la reine“ wäre indes undenkbar ohne eine Schauspielerin wie Léa Seydoux, die als Sidonie den Film trägt. Sie führt uns hinein in eine Welt seltsamer Bräuche und schaut sich für uns um in diesem Durcheinander. Mit ihr suchen wir nach der besten Möglichkeit zu überleben. In ihrem Blick sehen wir schließlich unsere Sorgen und Bedenken.
Am Eröffnungstag gab erst einmal die Jury eine Pressekonferenz...
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... und präsentierte sich der Fotografenschar. Von links nach rechts: der niederländische Fotograf und Filmemacher Anton Corbijn, der iranische Regisseur Asghar Farhadi, US-Schauspieler Jake Gyllenhaal, die französische Darstellerin Charlotte Gainsbourg, Jury-Präsident Mike Leigh, Schauspielerin Barbara Sukowa, der französische Regisseur Francois Ozon und der algerische Schriftsteller Boualem Sansal
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Jury-Präsident Mike Leigh sagte, er schätze „den Geist, der hier herrscht“. Das ungemüdliche Wetter findet er sogar gut. Leigh: "Das eint die Leute.“
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Jake Gyllenhaal gab zu, „ganz aufgeregt“ zu sein und erklärte dies auch mit Verweis auf Festivalleiter Dieter Kosslick. „Es ist schwer, mit Dieter zusammen zu sein und nicht aufgeregt zu sein, denn er ist ständig aufgeregt.“
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Auch Charlotte Gainsbourg war die Vorfreude ins Gesicht geschrieben. Sie misst nach eigener Aussage dem Urteil von Schauspiel-Kollegen große Bedeutung bei - zur Berlinale muss sie selber urteilen.
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Lea Seydoux, Diane Kruger und Virginie Ledoyen (v.l.n.r.) im Blitzlichtgewitter. Die Schauspielerinnen sind am Abend im Eröffnungsfilm „Les adieux à la Reine“ („Leb' wohl, meine Königin“) auf der Leinwand zu sehen...
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... Das Historiendrama um den Anfang der Französischen Revolution bekam bei der Pressevorführung am Donnerstag nur verhaltenen Applaus.
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Virginie Ledoyen, bekannt aus "The Beach" mit Leonardo DiCaprio, spielt in „Les adieux à la Reine“ die Herzogin Gabrielle de Polignac.
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Diane Kruger mimt in dem Film von Regisseur Benoît Jacquot Königin Marie Antoinette.
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Lea Seydoux ist in der spanisch-französischen Produktion als königliche VorleserinSidonie Laborde.
Der erste Berlinale-Tag brachte ungemütliches Winterwetter mit. Stören dürften das niemanden groß, denn die Musik spielt bei der Berlinale bekanntlich drinnen - der Film sowie.
Seit 40 Jahren gibt's fast jeden Sonntag im Fernsehen Mord und Totschlag. Mit dem Tatort beweist das öffentlich-rechtliche Fernsehen immer wieder seine Leistungsfähigkeit. Was wissen Sie über die Krimi-Reihe? Testen Sie's!