Nina Hoss in Christian Petzolds Drama "Barbara".
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Nina Hoss in Christian Petzolds Drama "Barbara".
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Der DDR-Drama „Barbara“ ist einer von drei deutschen Filmen im Berlinale-Wettbewerb. Regisseur Christian Petzold will in seinem Film vom Leben in der DDR erzählen - anstatt wie viele vor ihm darüber aufklären zu wollen.
Mit Christian Petzolds DDR-Drama „Barbara“ ist am Samstag der erste deutsche Film ins Bären-Rennen gestartet. Nina Hoss spielt darin die Hauptrolle - die junge Ärztin Barbara, die im Jahr 1980 in die tiefste ostdeutschen Provinz strafversetzt worden ist, nachdem sie einen Ausreiseantrag gestellt hat. Barbara leidet an der Atmosphäre des gegenseitigen Misstrauens und Belauerns. Ihre Gefühle hat sie eingefroren. Gegen die Verlogenheit der Gesellschaft im Arbeiter- und Bauernstaat setzt sie - die Bürgerliche - ihre Arroganz, um nicht völlig zu verzweifeln. Sie plant die Republikflucht, ein Liebhaber aus dem Westen will helfen. Doch als Barbara einen ihrer Klinikkollegen (Ronald Zehrfeld) näher kennenlernt, muss sie sich neu entscheiden.
Berlinale-Stammgast Petzold („Gespenster“, „Yella“) erzählt seine Geschichte über weite Strecken ganz über Stimmungen und ohne lange Dialoge - da ist die Beklemmung, die den Zuschauer überkommt, wenn er das Auto des Stasi-Mannes vor der armseligen, heruntergekommenen Wohnung sieht, die der DDR-Staat Barbara zugewiesen hat. Trostlos und ohne Hoffnung erscheint das nur angedeutete Schicksal einer jungen Klinikpatientin, die aus einem Heim für vermeintlich schwererziehbare Kinder ausgerissen ist und für die sich Barbara verantwortlich fühlt. Und wenn sich Barbara mit ihrem Fahrrad gegen den Wind stemmt, wird klar, dass sie eine echte Kämpferin ist.
„Sie verbirgt ihre Angst hinter Dünkel“, sagte Petzold im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. „Sie ist überwacht wie eine Gefangene in ihrer Zelle. Aber sie wehrt sich dadurch, in dem sie sagt: In Ordnung, Ihr habt Angst vor dem Bürgertum, vor dem Dünkel - dann gebe ich Euch den Dünkel“, so der 51-jährige Regisseur. Petzolds Film funktioniert auch deshalb so gut, weil er für die Dreharbeiten genau den richtigen Ort gefunden hat. „Als ich das Drehbuch fertig hatte, habe ich mit dem Szenenbildner Kade Gruber gesprochen und wir haben darüber nachgedacht: Was ist die DDR?“, schilderte Petzold, der zwar in der Nähe von Wuppertal aufgewachsen ist, die DDR aber von vielen Verwandtenbesuchen im Osten kannte.
Christian Petzolds "Barbara" feiert Premiere
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Christian Petzolds "Barbara" feiert Premiere
"Barbara"-Regisseur Christian Petzold stellte sich gemeinsam mit den Hauptdarstellern Nina Hoss und Ronald Zehrfeld den Fragen der Medienvertreter. Am Abend stand die Premiere an.
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"Barbara"-Regisseur Christian Petzold stellte sich gemeinsam mit den Hauptdarstellern Nina Hoss und Ronald Zehrfeld den Fragen der Medienvertreter. Am Abend stand die Premiere an.
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"Barbara"-Regisseur Christian Petzold stellte sich gemeinsam mit den Hauptdarstellern Nina Hoss und Ronald Zehrfeld den Fragen der Medienvertreter. Am Abend stand die Premiere an.
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„Da haben wir über Gerüche gesprochen, über Mauerwerk, die Textur der Gebäude. Ich habe mich auch an meine Aufenthalte in der DDR erinnert. Da gab es Sachen aus den 20er Jahren, die ein bisschen ausgebessert worden waren, Kriegslücken, Neubauversuche mit stalinistischem Plattenbau - so etwas haben wir gesucht“, erzählte Petzold. „Dann haben wir Kirchmöser in Brandenburg gefunden. Das ist eine alte Arbeitersiedlung aus den 20er Jahren, eine Gleisbauer- und Stahlgegend. Das ist dort fast unberührt und steht unter Denkmalschutz. In dieser zerfallenden Siedlung ist eine Idee von der Arbeiterklasse verewigt. Dort steht auch das Krankenhaus, das seit sieben Jahren leer stand.“
Die DDR hatte für Petzold auch einen ganz eigenen Klang. Deshalb verzichtete er auf Filmmusik, die Stille ist ihm wichtig. „Wir haben uns so daran gewöhnt an das Rauschen der Städte mit diesem unfassbaren Verkehr. Die Städte an die ich mich erinnere wie Rudolstadt, Meißen, Zwickau, Erfurt, Karl-Marx-Stadt - da waren eine Straßenbahn oder ein Auto ein Ereignis“, sagte Petzold. „Ich habe mich auch daran erinnert, dass man in der DDR die Natur viel besser hören konnte, dass es überhaupt viel mehr Natur gab, weil jeder selbst etwas anbaute, jeder hatte ein Gärtchen und dort wurden keine Zierpflanzen angebaut.“
Viele Spielfilme über die DDR leiden daran, dass sie zu viel erklären und aufklären wollen, andere malen Schwarz-Weiß oder ergehen sich in Ostalgie. Petzold hat einen ganz anderen Ansatz: „Vielleicht kann der Film die Botschaft vermitteln: Lasst uns nicht Aufarbeiten, lasst uns Erzählen. Dass man die DDR nicht als eine Aufgabe betrachtet, die es zu erledigen gilt.“
„Barbara“ ist einer von drei deutschen Filmen im Berlinale-Wettbewerb. Am Dienstag hat Hans-Christian Schmids Familiendrama „Was bleibt“ mit Corinna Harfouch und Lars Eidinger Premiere. Am Freitag folgt „Gnade“ von Matthias Glasner, mit Jürgen Vogel und Birgit Minichmayr in den Hauptrollen. Um den Goldenen Bären konkurrieren bis zum 19. Februar insgesamt 18 Filme aus aller Welt. (dpa)
Staraufgebot bei Berlinale-Eröffnung
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Staraufgebot bei Berlinale-Eröffnung
Die deutsche Schauspielerin Diane Kruger erschien auf dem roten Tepprich am Potsdamer Platz mit einer Atem beraubenden Abendrobe.
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Im ersten Wettbewerbsbeitrag "Les adieux à la Reine", zu deutsch "Leb wohl, meine Königin" spielt sie die Hauptrolle der Marie Antoinette.
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Weitere Gäste waren die deutsch-türkische Schauspielerin Sibel Kekilli...
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... US-Schauspieler Jake Gyllenhaal...
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...der Frauenschwarm wird bei der diesjährigen Berlinale als Juror wirken...
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...Schauspielerin Karoline Herfurth...
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...die beiden Schauspielerinnen Hannah Herzsprung (l.) und Anna Maria Mühe...
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...Schauspieler Florian Lukas, der bei der Berlinale im Film "Don - the King is back" neben Shah Rukh Khan zu sehen ist...
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...Charlotte Gainsbourg (spielte zuletzt in "Melancholia")...
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...Schauspielerin Hannelore Elsner...
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...Schauspielerin Nina Hoss, die bei der Berlinale in dem Film "Barbara" in der Hauptrolle zu sehen ist...
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...die Schauspielerin, Sängerin, Autorin und Fernsehmoderatorin Heike Makatsch...
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... der britische Schauspieler Christopher Lee (spielte zuletzt in "Hugo Cabret")...
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...er kam zur Berlinale zusammen mit seiner Frau Birgit Lee...
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... Schauspielerin Barbara Sukowa, die über die Vergabe der Amnesty-Filmpreises mit entscheiden wird, und der französische Regisseur Francois Ozon, der in die Wettbewerbsjury der 62. Berlinale einberufen ist...
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...Schauspielerin Natalia Wörner...
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...Schauspielerin Julia Jentsch (spielte zuletzt in "Die Summe meiner einzelnen Teile")...
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...Schauspielerin Christiane Paul (spielte zuletzt in "Ein mörderisches Geschäft")...
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...Schauspielerin Veronica Ferres...
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...die deutsch-iranische Schauspielerin Jasmin Tabatabai...
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...Schauspieler Jürgen Vogel mit seiner Freundin Michelle Gornick...
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...Schauspieler Clemens Schick mit Begleitung...
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...Schauspieler Jürgen Prochnow mit seiner Freundin Birgit Stein...
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...Regisseur Rosa von Praunheim (r) mit Begleitung...
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...der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit mit seinem Lebensgefährten Jörg Kubicki...
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...Schauspieler Armin Rhode...
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...der Us-amerikanische Schauspieler Matthew Modine mit Begleitung...
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...Schauspielerin Loretta Stern...
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...die französische Schauspielerin Léa Seydoux, die auf der Berlinale im Film "Leb' wohl, meine Königin" zu sehen ist...
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...die österreichische Schauspielerin Nora von Waldstätten...
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...Schauspieler Tom Schilling...
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...Schauspielerin und Regisseurin Maria Schrader...
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...Schauspieler Mario Adorf mit seiner Frau Monique...
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... der Berlinale Direktor Dieter Kosslick mit Moderatorin und Komikerin Anke Engelke...
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...Anke Engelke moderierte den Abend in einem eigenwilligen schwarz-gelben Kleid von Hugo...
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...Schauspieler Thomas Kretschmann mit seiner Freundin Brittany Rice...
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...der Jury Präsident Mike Leigh...
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...der niederländische Regisseur und Berlinale-Jurymitglied Anton Corbijn...
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...Schauspielerin Virginie Ledoyen zusammen mit Dieter Kosslick, dem Leiter der Internationalen Festspiele Berlin...
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... die Schauspielerin Virginie Ledoyen ist auf der Berlinale ebenfalls in dem Film "Leb' wohl, meine Königin" zu sehen...
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.. eine schöner als die andere: die Schauspielerinnen Virginie Ledoyen (v.l.), Lea Seydoux und Diane Kruger.
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...Schauspielerin Iris Berben...
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...Schauspielerin Sandra Hüller...
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...Schauspielerin Inka Friedrich...
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... die Schauspieler Thomas Heinze und Nina Kronjäger...
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...Regisseur Volker Schlöndorff...
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... und natürlich jede Menge Fotografen und Journalisten...
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...nochmal die Berlinale-Jury Anton Corbijn, Charlotte Gainsbourg, Mike Leigh, Asghar Farhadi, Boualem Sansal, Barbara Sukowa, Francois Ozon und Jake Gyllenhaal.
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Am Donnerstag Abend wurde die 62. Berlinale mit dem Kostümfilm "Leb' wohl, meine Königin!" eröffnet - und die Jagd auf die Bären-Trophäen kann beginnen. Beim größten Publikumsfestival der Welt werden nicht allein Filme gezeigt, sondern auch viele Stars erwartet, die über den Roten Teppich am Potsdamer Platz schreiten. Zugleich feiert das Studio Babelsberg seinen 100. Geburtstag.
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