Profilerin: Karmen Kunc-Schultze hat das Coachingkonzept der geschützten Marke "Photoprofiling" entwickelt. Foto: KKS
Immer neue Perspektiven auf sich und damit meist auf ungenutztes Potenzial entwickeln: Das soll "Photoprofiling" ermöglichen. "Kein Ansatz schafft eine bessere Verbindung zwischen der kognitiven und der emotionalen Ebene", sagt Karmen Kunc-Schultze. Die Erfinderin dieser Form der Herausarbeitung von Persönlichkeit hat dabei immer auch Erkenntnisse aus Psychologie und Gehirnforschung im Blick.
Die Selbstreflexion durch Photoprofiling ist eine Kombination aus psychologischer Beratung und systemischem Coaching mittels des Mediums Fotografie. "Die Außenperspektive dient dabei der Reflexion, Dokumentation und Außendarstellung von Persönlichkeitsprofilen", so Karmen Kunc-Schultze. Es fördere damit auch die Wachstumsprozesse. Bilder in Verknüpfung mit Lernprozessen schafften Nachhaltigkeit. Die Teilnehmer am Coaching sollten einen "anderen Blick auf sich selbst erhalten".
Buchtipp
Karmen Kunc-Schultze: Fotografie im Coaching, Persönlichkeitsentwicklung mit Photoprofiling, Rosenberger Fachverlag, 168 Seiten, gebunden, 35 Euro, ISBN 978-3-931085-79-7.
Ihre Erkenntnisse hat die Diplom-Sozialpädagogin, approbierte Psychotherapeutin und Diplom-Fotodesignerin auch in einem Buch zusammengefasst. Es gibt einen Überblick über die Entstehung und die Grundlagen Ihres Konzepts und vermittelt gleichzeitig Methoden für die Persönlichkeitsentwicklung und positive Selbstpräsentation. Bis zu einem gewissen Grad können diese auch autodidaktisch zur Anwendung kommen. Photoprofiling wurde aber als Coaching für Berater und Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Kultur entwickelt.
Profiling: Wer bin ich?
Bildergalerie ( 20 Bilder )
Theorie: Jeder kennt den Begriff Persönlichkeit und verwendet ihn selbstverständlich. Doch eine allgemeingültige Definition gibt es nicht: "Die Verwendung ist abhängig davon, welche der vielen Persönlichkeitstheorien mit ihren jeweiligen Schwerpunkten der jeweilige Wissenschaftler vertritt."
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Methode: Viele Tools des Photoprofiling sind auch für das Selbstcoaching geeignet. Andere wiederum erfordern psychologische Kenntnisse und Praxis. "Die Begeisterung für eine Methode reicht eben nicht aus, um sie qualifiziert anwenden zu können", so Karmen Kunc-Schultze.
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Referenz: Im ersten Schritt muss man sich über das eigene Bewertungssystem im Klaren werden. Mag ich mich auf einem Foto oder nicht?
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Reflektion: Was macht denn ein Foto zum Lieblingsfoto?
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Konkretisierung: Vielen fällt es schwer, Veränderungswünsche zu formulieren und Ziele klar zu definieren.
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Rückwirkung: "Die inneren Bilder, die wir uns von uns selbst machen, wirken maßgeblich auf unser Handeln." Im Gegensatz zur Außensicht wird aber die Sicht durch die subjektive Wahrnehmung und Befindlichkeiten getrübt.
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Verarbeitung: In der Betrachtung können Menschen überprüfen, bestätigen oder verwerfen.
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Akzeptanz: Die systemische Sicht bedeutet, dass der Coach seinen Auftraggeber als den besten Experten für sich selbst und seine Lebenssituation sieht.
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Weltbild: Gibt das Verhalten von Menschen immer einen Sinn? Und ist es als Kommunikationsangebot an seine Umwelt gerichtet?
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Gestik: Was will der Mann von seinem Gegenüber?
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Lesen und gelesen werden: Menschen denken und fühlen in Bildern.
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Anschaulich: Bildsprache ist oft eingängiger als Worte.
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Accessoire: Schnell und einfach können komplizierte Botschaften übermittelt werden. Und sie lassen dabei bewusst Deutungsspielraum.
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In Szene: Viele setzen Fotografie schon bewusst oder unbewusst ein, um die eigene Rolle zu definieren.
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Praktisch: "Im digitalen Zeitalter besticht Fotografie durch eine unkomplizierte Handhabung", schwärmt Karmen Kunc-Schultze.
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Hervortreten: Jeder Mensch nimmt anders wahr. Um sich anders wahrzunehmen, muss man auch mal eine andere Haltung annehmen.
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Ausgereift: Die Sehkraft hilft uns relativ verlässlich und schnell Veränderungen in der Umwelt wahrzunehmen.
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Signal: In der Fähigkeit unsere Wahrnehmungen zu bewerten liegt ein hohes Potenzial.
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Motivation: Teilerfolge sollte man sich immer wieder vor Augen führen.
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Selbsterkenntnis: In der von ihr entwickelten Methode "Photoprofiling" führt Karmen Kunc-Schultze die Erkenntnisse aus ihrer 20-jährigen Praxis als Beraterin und Psychotherapeutin zusammen. Mit zahlreichen Fotos führt die Fotografin Einzigartigkeit, Facettenreichtum, Stärken und ungenutzten Potenziale von Persönlichkeiten vor Augen.
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