Aktuell: FR-Recherche: Medikamententests an Heimkindern | Zuwanderung Rhein-Main | Fotostrecken | Polizeimeldungen
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Blockupy Frankfurt
Demonstration und Protest - in Frankfurt wächst der Protest gegen das Sparen in der Euro-Krise.

19. März 2015

Blockupy-Ticker: Tag der Reaktionen und Vorwürfe

 Von  und 
Sorgt für Zündstoff im Netz: Ein Bild der dpa zeigt Rauchschwaden über Frankfurt.  Foto: dpa

+++ Tag 1 nach Blockupy: Aufräumarbeiten und Diskussion über Verantwortung +++ Gegenseitige Schuldzuweisungen +++ Reaktionen aus der Bundespolitik ++++ Das Netz rätselt über die Echtheit mancher Bilder +++ Polizeipräsident: Gewalt lange vorher geplant +++ Bereswill: Ätzende Flüssigkeit verletzt 80 Polizisten +++ Wir berichten in einem Live-Ticker über die Ereignisse am Tag nach den Ausschreitungen.

Drucken per Mail
Ticker aktualisieren

+++ Tag der Reaktionen und Bilanzen +++

20.45 Uhr: Tag 1 nach den Blockupy-Protesten war nicht nur der Tag der Aufräumarbeiten: Alle Parteien zogen Bilanz und überhäuften sich gegenseitig Vorwürfen. Polizeipräsident und Einsatzleitung rechneten mit den Blockupy-Organisatoren ab

Auch von Landes- und Bundespolitikern kam teils harsche Kritik - der öffentlich Druck auf das Protestbündnis wächst.

Das Dossier
"Menschen sind wichtiger als Banken."

Unsere Liveberichte, Analysen, Kommentare und Bilder zum großen friedlichen Protest gegen die Politik der EZB und über die schweren Krawalle fassen wir zusammen in unserem Dossier Blockupy Frankfurt.

+++ Protest-Forscher vermisst Bekenntnis zu Gewaltfreiheit +++

19.30 Uhr: Der Berliner Protestforscher Dieter Rucht vermisst ein "eindeutiges Bekenntnis zu friedlichen und gewaltfreien Protesten". "Wenn man die Verhältnisse und die beteiligten Gruppen kennt, dann kommt die Gewalt nicht überraschend", sagte er der dpa.

+++ Netz diskutiert über Protest-Bilder +++

16.50 Uhr: Rauchschwaden ziehen über Frankfurt: Ein Bild der Blockupy-Proteste war besonders eindrucksvoll und schaffte es auf die Titelseite vieler Zeitungen. Es sorgt aber auch für Diskussionen und Fälschungsvorwürfe im Netz - und regt zu kreativen Bearbeitungen an.

"analyse und kritik" twittert zu dem Bild:

Ein Todesstern über Frankfurt:

Das Agentur-Bild ist übrigens keine Fälschung, es stammt aus einer Webcam, wie der Blogger Jan Eggers schreibt.

+++ Kipping im Bundestag: Kein Verständnis für Gewalt +++

16.10 Uhr: Die Linkspartei-Vorsitzende Katja Kipping hat sich von den massiven Krawallen beim Protest gegen die Eröffnung des Frankfurter EZB-Hochhauses distanziert, zugleich aber Verständnis für die Motive der Demonstranten geäußert. Jeder Verletzte, ob auf Seiten der Protestierenden oder der Polizisten, sei "ein Verletzter zu viel", sagte sie am Donnerstag im Bundestag. "Unsere Anteilnahme gilt allen Verletzten." Für die Gewalt fehle ihr «jedes Verständnis». Allerdings hätten die Blockierer ursprünglich "mit Mitteln des zivilen Widerstandes, also gewaltfrei", die EZB-Feier stören wollen. Für diesen Protest gebe es "gute inhaltliche Gründe", sagte Kipping. Denn die EZB sei Teil der etwa für Griechenland schädlichen Politik, die zu einer Verarmung von Millionen Menschen führe.

+++ De Maizière: Lehre für das G7-Treffen in Deutschland +++

15.55 Uhr: Die schweren Krawalle zur EZB-Eröffnung sind aus Sicht von Bundesinnenminister Thomas de Maizière auch eine Lehre für das anstehende G7-Treffen in Deutschland. "Wehret den Anfängen", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im Bundestag. "Verharmlost nicht Gewalt, macht nicht gemeinsame Sache mit Gewalttätern, bietet ihnen keinen Schutz". Das Ausmaß der Verrohung bei Ausschreitungen am Mittwoch in Frankfurt habe ihn tief erschüttert.
Dort habe Gewalt um der Gewalt Willen stattgefunden. "Von politischer Auseinandersetzung kann nicht mehr die Rede sein." Dass Vertreter von Gewerkschaften und Linkspartei das Geschehen gerechtfertigt hätten, sei absolut inakzeptabel. "Ich erwarte von den Linken eine klare und unmissverständliche Distanzierung von dieser Gewalt und jeder Art von Verharmlosung", sagte de Maizière. Auch die Organisatoren des Blockupy-Bündnisses seien mitverantwortlich.

+++ Bundespolizisten an Konstabler angegriffen +++

15.35 Uhr: Der Polizeiführer berichtet weiter, dass Bundespolizisten an der Konstablerwache von einer militanten Gruppe angegriffen worden seien. Die Beamten seien massiv mit Gegenständen und Pflastersteinen beworfen worden. Ein anschließender Brandanschlag auf das Einsatzfahrzeug sei misslungen. Zudem sei der S-Bahnverkehr zeitweise durch den Rauch von brennenden Straßenblockaden in der Nähe der S-Bahnstationen Ostendstraße und Konstablerwache beeinträchtigt gewesen. Die Bundespolizei habe insgesamt 13 Ermittlungsverfahren gegen Demonstranten unter anderem wegen Landfriedensbruch und dem Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet.

+++ Bundespolizei erteilt 300 Platzverweise +++

15.30 Uhr: Im Bereich des Containerbahnhofs Frankfurt Ost, sei es, so Hellmann weiter, am Mittwochmorgen gegen 7 Uhr zu massiven Gleisüberschreitungen gekommen. Doch durch das schnelle Einschreiten der Bundespolizei hätte eine Gleisblockade verhindert werden können. Auch andere Versuche von kleinen Demonstranten-Gruppen, Gleise zu blockieren, hätten unterbunden werden können. Die Bundespolizei habe insgesamt über 300 Platzverweise erteilt.

+++ Bundespolizei zieht positive Bilanz +++

15.25 Uhr: Die Bundespolizei zieht nach Blockupy eine positive Bilanz. "Ich bin froh, dass keiner meiner Beamten verletzt wurde und unser Einsatzkonzept aufgegangen ist", sagt Bernd Hellmann, Polizeiführer des Einsatzes der Bundespolizei. Die Beamten hätten größere und anhaltende Gleisblockaden verhindern können.

+++ Wer zahlt für die Demo-Schäden? +++

15.20 Uhr: Die Polizei spricht von Millionenschäden nach den Blockupy-Protesten am Mittwoch. Doch wer kommt für den Schaden auf - und wann zahlt die Versicherung? Ein Überblick.

+++ Kontrolle vor angegriffenem Polizeirevier +++

15.15 Uhr: Die Polizei ist auch am Tag nach Blockupy im Einsatz. Vor dem von Demonstranten angegriffenen 1. Polizeirevier kontrollieren Beamte der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit drei junge Leute. Auch auf der Zeil sind Polizisten unterwegs.

+++ Ätzende Flüssigkeit verletzt Polizisten +++

14.45 Uhr: 80 Polizisten seien, so Bereswill, auf einmal außer Gefecht gesetzt worden durch eine ätzende Flüssigkeit, deren Zusammensetzung man noch nicht kenne. Sie hätten Augenverletzungen erlitten. Aktivisten hätten Gasmasken getragen. "Das ist neu für uns".

+++ Bereswill: "Blockupy macht es sich zu einfach" +++

14.35 Uhr: Polizeipräsident Bereswill sagt, die Blockupy-Organisatoren machten es sich zu einfach, wenn sie sagten, die Gewalt habe nichts mit Blockupy zu tun. Bereits im Vorfeld hätten Blockupy-Aktivisten von Blockaden und zivilem Ungehorsam gesprochen. Ein Sprecher habe im März "zivilen Ungehorsam und Steinwürfe" angekündigt. Zudem sei am Mittwochnachmittag über Blockupy-Twitter verbreitet worden, dass man sich bei den Aktivisten für den guten Vormittag bedanke. Die Randale müsse ein Wendepunkt für Blockupy werden, forderte Bereswill.

+++ Fünf Demonstranten in Gewahrsam genommen +++

14.30 Uhr: Nach Angaben von Schneider sind insgesamt 535 Demonstranten "festgehalten" worden. Davon seien letztlich 26 festgenommen worden. Fünf davon seien nach richterlicher Bestätigung in Gewahrsam genommen worden. Schneider betont, dass alle Gäste der EZB zur Feier in die Europäische Zentralbank gelangen konnten.

+++ "Polizei war gut aufgestellt" +++

14.20 Uhr: Schneider weiter: In der Stadt und rund um die EZB war Polizei gut aufgestellt. Auch mit mehr Kräften wären die Ausschreitungen nicht zu verhindern gewesen. "Wir sind sicher, dass diese geplant waren."

+++ "Angreifer agierten hemmungslos" +++

14.20 Uhr: Gesamteinsatzleiter Schneider sagt, dass sich bis zu 4000 Demonstranten für gewaltsame Aktionen zusammengetan hätten. Sie hätten "hemmungslos agiert". Bei Polizeimaßnahmen hätten sie sich in kleine Trupps zersplittert, um eine "Kleingruppen-Taktik" zu verfolgen.

+++ Polizeipräsident: Gewalt lange vorher geplant +++

14.11 Uhr: Die Pressekonferenz der Frankfurter Polizei hat begonnen. "Ich habe in vielen Berufsjahren noch nicht erlebt, dass ein Polizeiwagen in Brand gesetzt wird, in dem noch ein Mensch sitzt", sagt Polizeipräsident Bereswill. Bereits am Wochenende seien Aktivisten nach Frankfurt angereist. Die Polizei habe da schon festgestellt, dass logistische Vorbereitungen für den Sturm auf die EZB bereits im Vorfeld getroffen wurden. Dies habe auch die Kontrolle von einem Auto ergeben, in dem die Insassen durchnummerierte Handys hatten. Bereswill spricht von "gewalttätigen Ausschreitungen, wie es sie in Frankfurt seit Jahrzehnten nicht gegeben hat". Am Morgen hätten "4000 hemmungslos agierende Straftäter" randaliert. Der Schaden gehe in die Millionen. 150 Polizisten seien verletzt worden.

+++ Gaststätten wieder voll +++

14.10 Uhr: Während andernorts im Ostend die Schäden noch deutlich sichtbar sind und die Aufräumungsarbeiten erst beginnen, ist rund um die EZB schon längst wieder Normalität eingekehrt. Die letzten Polizeisperren sind abgebaut, die Lokale sind voll. Viel zu tun haben noch die Post- und Paketboten. Sie müssen all die Briefe und Pakete zustellen, die während der Sperrmaßnahmen am Montag und Dienstag liegen geblieben sind. Viel Zeit haben auch die Kellnerinnen in den Lokalen nicht, um ihre Eindrücke zu schildern. Nach eineinhalb Tagen Zwangspause herrscht wieder Hochbetrieb in den Gastgärten. "Wir sind heilfroh, dass es vorbei ist und dass bei uns alles heil geblieben ist. Jetzt geben wir wieder Gas! Sauviel los ist heute. Gottseidank!", meint eine Kellnerin in einem Restaurant direkt gegenüber der EZB. Sie ist sichtlich im Stress, aber trotzdem gut gelaunt.

Am frühen Donnerstagmorgen ist der Bereich um die Europäische Zentralbank noch abgesperrt.  Foto: Michael Schick

+++ Schwere Schäden am Allerheiligentor +++

14 Uhr: Am Allerheiligentor ist die Fahrbahn stadteinwärts schwer beschädigt. Zwei Plastik-Müllcontainer sind verbrannt, die Reste sind mit der Fahrbahndecke verschmolzen. Alles ist voller Glasscherben. Die Stadtpolizei sichert die Gefahrenstelle ab, Autos können nur sehr langsam passieren. Das städtische Amt für Straßenbau und Erschließung macht sich jetzt an die Reinigung und Reparatur. Noch wissen die Arbeiter nicht so genau, wie sie die Reste der Müllcontainer entfernen können. Probleme machen auch durch die große Hitze in die Fahrbahn eingeschmolzene Eisenteile. Da wird wohl schweres Gerät gebraucht, schätzt einer der Männer in der orangefarbenen Warnkleidung.

Gitter stehen noch vor dieser Gaststätte im Ostend, aber die Gäste kommen wieder.  Foto: Daniel Kortschak

+++ Kita am Tag danach noch geschlossen +

13.55 Uhr: Die Kita an der Hanauer Landstraße in Höhe Ostendstraße bleibt auch am Tag nach Blockupy geschlossen. Nebenan werden zerrissene Plakate neu geklebt.

Schwer beschädigt: die Fahrbahn am Allerheiligentor stadteinwärts.  Foto: Daniel Kortschak

+++ Vitrine von Outdoor-Bekleidungsladen übel zugerichtet +++

13.50 Uhr: Übel zugerichtet wurde auch die Werbe-Vitrine eines Spezialgeschäfts für Outdoor-Bekleidung an der Hanauer Landstraße.

Immer noch verwaist: eine Kita an der Hanauer Landstraße in Höhe Ostendstraße.  Foto: Daniel Kortschak

+++ Massive Schäden an Ostendstraße +++

13.45 Uhr: Rund um die S-Bahn-Station Ostendstraße sind noch massive Schäden zu sehen. Auf der Straße Brandflecken von brennenden Barrikaden. An der Straßenbahnhaltestelle wird bereits an der Reparatur der zerstörten Wartehäuschen und Werbevitrinen gearbeitet.

Die übel zugerichtete Vitrine eines Fachgeschäfts für Outdoor-Bekleidung an der Hanauer.  Foto: Daniel Kortschak

+++ Unfreiwillige Komik +++

13.30 Uhr: Schlimm erwischt hat es auch eine Filiale der Frankfurter Sparkasse an der Hanauer Landstraße. Sämtliche Scheiben sind zerstört. Der Spruch "Befreien Sie Ihr Geld" auf einem Werbeplakat im Schaufenster wirkt hinter dem zersplitterten Glas ungewollt komisch. Auch ein öffentliches Telefon der Telekom vor der Sparkasse ist einigermaßen ramponiert. Trotz der Schäden läuft der Betrieb der Filiale normal. Vor dem Eingang wartet ein russisches Kamerateam darauf, dass die Sparkasse nach der Mittagspause wieder aufsperrt.

Die brennenden Barrikaden in der Ostendstraße haben Spuren hinterlassen.  Foto: Daniel Kortschak

+++ Bürgerbüro nur über Nebeneingang zu erreichen +++

13.25 Uhr: Das Bürgerbüro an der Zeil ist einen Tag nach den Ausschreitungen wieder geöffnet. Allerdings können die Besucher nur über den Nebeneingang in der Langen Straße ins Gebäude gelangen. Der Haupteingang ist geschlossen, weil er bei den Krawallen beschädigt wurde. Glasscherben liegen noch davor auf dem Boden, und die Spuren von Farbbeuteln sind zu sehen.

+++ Straßenbahnhaltestelle zerstört +++

13.15 Uhr: An der Straßenbahnhaltestelle Zobelstraße sind die Spuren der Randale noch deutlich zu sehen. An den Wartehäuschen fehlen die meisten Glasscheiben, Absperrgitter ersetzen sie provisorisch. Auch die Vitrine mit dem Linienplan ist zersplittert, der Fahrscheinautomat und eine Trafostation beschmiert

Kaputte Scheiben an einer Sparkassen-Filiale in der Hanauer Landstraße.  Foto: Daniel Kortschak

+++ Barrikadenreste inspiziert +++

13.10 Uhr: An der Hanauer Landstraße wischt ein Kneipen-Betreiber eine Parole gegen Kapitalismus und Patriarchat von der Hauswand neben seiner Gaststätte ab. Gegenüber tauschen Mitarbeitereines Unternehmens für Außenwerbung an einer Haltestelle die zerbrochenen Gläser an Werbetafeln aus. In Richtung Innenstadt in Höhe der Haltestelle Allerheiligen inspizieren Stadtpolizisten die Überreste einer Barrikade.

+++ Verständigungsschwierigkeiten bei der Polizei +++

13 Uhr: Soeben hat sich die Berliner Polizei auf den Heimweg gemacht. Jetzt halten nur noch ein paar Beamte aus Brandenburg und Hessen vor der EZB die Stellung. Nicht ganz einfach ist manchmal die Kommunikation zwischen den Beamten aus ganz Deutschland. Ein hessischer Polizist in Motorrad-Uniform fragt seine Kollegen aus Brandenburg, ob sie vielleicht einen "Tracker" gefunden hätten. "Ach, Ihr vermisst einen Traktor? Ne, leider nichts gesehen, der wäre uns aber bestimmt aufgefallen" Der Hesse schaut erst etwas verdutzt, dann erklärt er "Ne, ne, ich meine so ein elektronisches Gerät. So einen GPS-Tracker." Gelächter auf allen Seiten.

Eine zerstörte Haltestelle in der Zobelstraße.  Foto: Daniel Kortschak

+++ Blockupy: Nicht an Vereinbarungen gehalten +++

12.50 Uhr: Das Blockupy-Bündnis bedauert die Ausschreitungen. Eberhard Heise vom globalisierungskritischen Bündnis Attac sagt, es habe eine Verabredung über den Rahmen für Blockaden und Aktionen zivilen Ungehorsams gegeben. Einige Teilnehmer hätten sich aber nicht daran gehalten. Jennifer Werthwein von der Grünen Jugend sagt, durch die "Verarmungspolitik" in Europa sei Wut entstanden. "Diese Wut ist jetzt auch in Frankfurt angekommen." (dpa)

+++ Sonnemannstraße Richtung City wieder frei +++

12.45 Uhr: Jetzt hat die Polizei auch die letzten Absperrungen abgebaut. Ab sofort ist die Sonnemannstraße auch Richtung Innenstadt wieder frei. Auch sonst kehrt im Ostend die Normalität zurück. Die Lokale haben wieder geöffnet, die Menschen genießen ihre Mittagspause in der Frühlingssonne. Unter ihnen auch einige Zentralbanker. Die Stimmung ist gut, die Ereignisse von gestern sind aber natürlich DAS Gesprächsthema. Über die Proteste sind die Leute geteilter Meinung, Einigkeit herrscht aber in der Ablehnung der gewalttätigen Ausschreitungen.

Die Berliner Polizei fährt ab.  Foto: Daniel Kortschak

+++ OB Feldmann wütend auf "Chaoten" +++

12.40 Uhr: Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) verurteilt die Ausschreitungen bei der Blockupy-Demonstration. "Das passt nicht zu der Stadt. Ich war sehr wütend auf diese angereisten Chaoten, die Gewalt-Touristen die in unsere Stadt eingefallen sind, Autos angezündet und die Bevölkerung verschreckt haben", sagt Feldmann. "Das ist ein Imageschaden für die Stadt, aber auch für das Anliegen der friedlichen Kritiker der Finanzwirtschaft", so der OBr. "Auch radikale Kapitalismuskritik war immer in dieser Stadt zu Hause, aber Gewalt ist von der Bevölkerung und allen Kritikern des Finanzsystems immer abgelehnt worden. Dabei muss es auch bleiben." (dpa)

+++ Farbkleckse am Opernturm +++

12.30 Uhr: Der Opernturm, der gegenüber der Alten Oper steht, hat bei der Blockupy-Demonstration einige Farbbeutel abbekommen. Auf der gelbbeigen Fassade sind blaue Farbspuren zu sehen. Außerdem sind einige Fensterscheiben zu Bruch gegangen. In dem Opernturm hat die UBS, eine Schweizer Großbank, ihre Deutschlandzentrale untergebracht. Einige Fenster des Warenhauses Manufactum sind noch mit Pappe geschützt.

+++ Bankfiliale hat wieder geöffnet +++

12.25 Uhr: In der Sparkassenfiliale in der Hanauer Landstraße gehen die Kunden wieder ein und aus. Nur noch die beschädigten Fensterscheiben erinnern an die Ausschreitungen vom Vortag. Sie sind noch nicht ausgetauscht, nur notdürftig geflickt.

+++ Gitter mit Länderflaggen versehen +++

12.15 Uhr: Viel ist nicht mehr zu sehen von den massiven Absperrungen rund um die EZB. Der Nato-Draht liegt fein säuberlich aufgerollt zum Abtransport bereit. Auch die Tretgitter warten an den Straßenecken auf ihre Abholung. Jedes Gitter ist übrigens mit einer Länderflagge gekennzeichnet, damit es auch wieder ins richtige Bundesland zurückfindet. Die Gitter rund um den Ostbahnhof kommen aus Bayern.

Die Sonnemannstraße ist auch Richtung Innenstadt wieder frei.  Foto: Daniel Kortschak

+++ Bilanz: 55 Feuer- und 280 Rettungsdiensteinsätze +++

12.10 Uhr: Brennende Autos, Mülltonnen, Barrikaden und Autoreifen: Die Protestaktionen haben die Feuerwehr 55 mal ausrücken lassen. Der Rettungsdienst zählte zudem 280 Einsätze, wie die Feuerwehr am Donnerstag mitteilt. Die meisten Verletzungen gingen auf Stürze, Steinwürfe und Reizgas zurück. "Viele weitere Brände wurden durch Wasserwerfer der Polizei sowie durch die Polizisten gelöscht, da die Feuerwehr aus Selbstschutzgründen nicht in den Gefahrenbereich eingefahren ist", heißt es in einer Mitteilung. Zwei Feuerwehrleute wurden durch Reizgas leicht verletzt. Unbekannte hatten in der Nähe der EZB am Mittwochmorgen auf ein Löschfahrzeug und ein Erkundungsfahrzeug der Feuerwehr Steine geworfen und Scheiben beschädigt. (dpa)

+++ Mehr als 200 Demonstranten verletzt +++

12.05 Uhr: Bei den Protesten sind nach Angaben des Blockupy-Bündnisses mehr als 200 Demonstranten verletzt worden. Einige von ihnen hätten schwerere Verletzungen wie Platzwunden oder ausgekugelte Arme erlitten, sagt ein Blockupy-Sprecher. Die Organisatoren bedauern die Ausschreitungen.

+++ Polizei aus Sachsen-Anhalt rückt ab +++

12 Uhr: Weitere Polizeikräfte rücken ab. Eben fährt ein Konvoi von Polizeibussen aus Sachsen-Anhalt über die Sonnemannstraße und die Hanauer Landstraße Richtung Autobahn.

+++ Business as usual +++

11.55 Uhr: In der Sonnemannstraße ist fast überall Business as usual. Das Verladen der Gitter wird aber wohl noch dauern. Ab und zu wird dann eine Spur gesperrt.

+++ Eindeutige Parolen +++

11.50 Uhr: Die VGF-Haltestelle Ostbahnhof/Sonnemannstraße zeigt noch Spuren des Protests. "Scheiss Zins": Das Glas ist zwar erstaunlicherweise heil geblieben, aber die Parolen sind eindeutig.

Fein säuberlich aufgerollte Nato-Draht an der EZB.  Foto: Daniel Kortschak

+++ Letzte Sperren fallen +++

11.45 Uhr: Richtung Innenstadt ist die Sonnemannstraße noch gesperrt, die Polizei baut mit schwerem Gerät die letzten Sperren ab. Deshalb staut sich der Verkehr auf der Hanauer Landstraße stadteinwärts, es gibt ein Hupkonzert.

Eindeutige Parolen an der VGF-Haltestelle Ostbahnhof/Sonnemannstraße.  Foto: Daniel Kortschak

+++ Verkehr Richtung Osten fließt +++

11.40 Uhr: Das große Aufräumen an der Sonnemannstraße. Die Polizei räumt die Sperren beiseite, die FES beseitigt mit Hochdruckreinigern die letzten Spuren des Protestes von der Straße. Richtung Osten fließt der Verkehr bereits wieder. Einige Polizisten sitzen auch entspannt in der Sonne und warten auf ihre Rückfahrt nach Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen

Ein Teil der Sonnemannstraße ist auch am Morgen noch gesperrt.  Foto: Daniel Kortschak

+++ Polizei-Markierungen jetzt Graffiti +++

11.30 Uhr: Um die Markierungen vor den Polizei-Absperrungen wieder von der Straße zu bekommen ist die städtische Graffiti-Entfernung im Einsatz.

+++ Sonderfüllung für die Polizei +++

11.25 Uhr: Beamte im Einsatz haben Durst. Überall stapeln sich Paletten mit Wasser und isotonischen Getränken. Übrigens in einer pfandfreien Sonderfüllig exklusiv für die Polizei. Und auch für sonstige menschliche Bedürfnisse war gesorgt: Rund um die EZB waren mehrere große Toilettenwagen aufgestellt. Hier wird jetzt geschrubbt

Die FES reinigt mit Hochdruck in der Nähe der Sonnemannstraße  Foto: Daniel Kortschak

11.20 Uhr : Das THW war am Hafenpark gemeinsam mit der Bundespolizei für die Verpflegung der Beamten zuständig. Eine Feldküche des THW, ein Küchen-LKW der Bundespolizei und ein Zelt für 200 Personen warten jetzt darauf, abgebaut zu werden.

Warten auf ihren Antransport: Paletten mit Wasser und isotonischen Getränken für die Polizei.  Foto: Daniel Kortschak

+++ DGB: Gewalt hat politischem Anliegen geschadet +++

11.15 Uhr: Die Krawalle bei den Protesten zur Eröffnung des EZB-Neubaus in Frankfurt haben nach Ansicht der DGB-Landesvorsitzenden Gabriele Kailing die eigentlichen Ziele verdrängt. "Die Gewalt ist nicht zu rechtfertigen und hat dem politischen Anliegen von mehreren tausend friedlichen Demonstranten geschadet", sagt die Gewerkschaftschefin für den Bezirk Hessen-Thüringen. "Nun sind es nicht ihre Botschaften, über die diskutiert wird, sondern die sinnlosen Übergriffe von offensichtlich einzig auf Zerstörung Orientierter gegen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste."

+++ Schäden an Bus- und Straßenbahnhaltestellen +++

11.10 Uhr: Bei den Krawallen sind an Bus- und Straßenbahnhaltestellen erhebliche Schäden entstanden. Etliche Wartehäuschen und Fahrscheinautomaten seien beschädigt worden, sagt Bernd Conrads, Sprecher der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF). Wie hoch der Schaden insgesamt ist, werde noch ermittelt. Seit Donnerstagmorgen fahren wieder alle Straßenbahnen und Busse. Während der Proteste am Mittwoch war der Betrieb eingestellt worden. (dpa)

+++ Respektloser Hund +++

11.05 Uhr: Gerade hat ein Hund gegen eingerollten Nato-Draht gepinkelt. Polizist stöhnt, Herrchen meint: "Das habt ihr jetzt davon."

+++ Polizei an EZB noch im Einsatz +++

11 Uhr: Rund um EZB ist noch Polizei im Einsatz. An der Sonnemannstraße werde die letzten Absperrgitter verladen.

+++ Einsatzkräfte räumen Material weg +++

10.50 Uhr: Am Mainufer südlich der EZB sind Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) am Morgen damit beschäftigt, ihr Material abzutransportieren. Außer Feuerwehr, Polizei und THW sind hier noch ein paar Jogger und einige Journalisten unterwegs.

+++ Polizeigewerkschaft fordert Grenzkontrollen +++

10.45 Uhr: Nach den Ausschreitungen in Frankfurt schlägt die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) vorrübergehende Grenzkontrollen zum G7-Gipfel im Juni in Bayern vor. Das sei eine Möglichkeit, gewaltbereite Demonstranten an der Einreise nach Deutschland zu hindern, sagte der DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt am Donnerstag dem Rundfunksender SWR-Info.

+++ Blockupy Wien ist stolz +++

10.30 Uhr: Blockupy Wien ist stolz, bei den Protesten dabei gewesen zu sein.

+++ Kritik an "Polizei-Vandalismus" +++

10.15 Uhr: Pressestimmen aus der Türkei: Die regierungsnahe türkische Zeitung "Yeni Safak" wirft westlichen Medien vor, die Gezi-Proteste in der Türkei unterstützt zu haben, den "Polizei-Vandalismus" in Frankfurt aber zu ignorieren: "In Deutschland haben Medien und Geheimdienste die Flagge der Gezi-Proteste hochgehalten. (Jetzt) wurde in Frankfurt exzessive Gewalt gegen Demonstranten angewandt. Die Polizei fügte Protestierenden viel Leid zu und schleifte Frauen an den Haaren über den Boden. Die deutschen Gezi-Anhänger-Medien und ihre globalen Komplizen wie AFP, AP, EPA, CNN und BBC zensierten, dass Frankfurt zum Schlachtplatz wurde, und die Polizeigewalt. Sie zeigten Bilder von brennenden Polizeiautos."

+++ Das große Aufräumen beginnt +++

10 Uhr: In Frankfurt hat einen Tag nach den Ausschreitungen bei den Blockupy-Protesten zur Eröffnung der Europäischen Zentralbank (EZB) das große Aufräumen begonnen. Im Ostend sind Reinigungstrupps unterwegs, um den Müll zu beseitigen. Doch nicht alle Spuren lassen sich so einfach beseitigen. Dafür ist zu viel zu Bruch gegangen.

+++ Polizei nimmt mutmaßlichen Angreifer fest +++

9 Uhr: Die Frankfurter Polizei hat einen Mann festgenommen, der bei den Protesten des linken Blockupy-Bündnisses einen Bundespolizisten angegriffen haben soll. Wie das Polizeipräsidium Frankfurt am Donnerstagmorgen mitteilte, wurde der Tatverdächtige am späten Mittwochabend festgenommen. Damit erhöhte sich den Angaben zufolge die Zahl der Festgenommenen auf insgesamt 26.

+++ Blockupy weist Verantwortung zurück +++

früher Morgen: Blockupy-Sprecher Frederic Wester weist im ZDF-Morgenmagazin die Verantwortung für die gewalttätigen Krawalle zur Eröffnung der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Mittwoch zurück. "So eine Eskalation war nicht unser Ziel", sagte Wester. "Das sind nicht die Bilder, die wir wollten und für die wir stehen als Bündnis." Andererseits sei auch klar: "So groß ist das mediale Interesse nie bei Protesten, wie wenn es zu Auseinandersetzungen kommt." Das "berechtigte Anliegen" der Demonstranten werde seit Jahren nicht gehört.

[ Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann bestellen Sie gleich hier 4 Wochen lang die neue digitale FR für nur 5,90€. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Dossier

Demonstration und Protest - in Frankfurt wächst der Protest gegen das Sparen in der Euro-Krise. Ins Zentrum rückt dabei die Eröffnung des Neubaus der Europäischen Zentralbank im Ostend. Das Dossier.


Protest gegen EZB-Eröffnung

Blockupy muss sich widersetzen

Von  |
Das andere Gesicht des  Blockupy-Protests.

Blockupy muss sich widersetzen – nicht nur der folgenschweren Krisenpolitik der EU, sondern auch der Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung. Sonst riskiert die Bewegung ihre Existenz. Der Leitartikel. Mehr...

Kommentar Blockupy

Verbrannte Werte

Von  |
Die Rauchschwaden über Frankfurt haben die Werte einer kapitalismuskritischen Bewegung nicht nur vernebelt – sondern erstmal verschluckt.

Bei den Protesten gegen die EZB erlebt Frankfurt beispiellose Gewalt. Doch so berechtigt die Wut gegen die europäische Finanzpolitik auch sein mag – jeder Demonstrant, der sie in Gewalt münden ließ, hat sein politisches Anliegen gezielt verraten. Mehr...

Blockupy EZB

Der Protest muss sein

Der Tag vor den Protesten: Polizisten verstärken die Absperrungen vor der Europäischen Zentralbank (EZB).

Drei Gründe, warum es wichtig ist, das Nein zur Erpressungsspirale aus immer neuen Schulden und immer neuen Einsparungen im Süden Europas vor den Frankfurter EZB-Turm zu tragen.  Mehr...

Blockupy-Ticker

Tag der Reaktionen und Vorwürfe

Sorgt für Zündstoff im Netz: Ein Bild der dpa zeigt Rauchschwaden über Frankfurt.

+++ Tag 1 nach Blockupy: Aufräumarbeiten und Diskussion über Verantwortung +++ Gegenseitige Schuldzuweisungen +++ Reaktionen aus der Bundespolitik ++++ Das Netz rätselt über die Echtheit mancher Bilder +++ Polizeipräsident: Gewalt lange vorher geplant +++ Bereswill: Ätzende Flüssigkeit verletzt 80 Polizisten +++ Wir berichten in einem Live-Ticker über die Ereignisse am Tag nach den Ausschreitungen. Mehr...

Blockupy-Ticker

Der Mittwoch im Rückblick

Der Demonstrationszug durch die Innenstadt.

+++ Die Nacht in Frankfurt bleibt weitestgehend ruhig +++ 26 Blockupy-Aktivisten werden festgenommen +++ Demonstration am Abend mit 17.000 bis 20.000 Teilnehmern weitgehend friedlich +++ Polizei veröffentlicht Video vom Angriff auf Revier +++ Demonstranten sollen Flüchtlingsheim attackiert haben +++ Blockupy distanziert sich von der Gewalt +++ 220 Verletzte auf beiden Seiten +++ Gewalt schwächt politisch berechtigen Protest +++ Mehr...

Bilder aus Frankfurt

Flammende Grüße nach Südeuropa

Das Bild von den Rauchschwaden erweckt einen falschen Eindruck. Der    Rauch ist vor der Kamera und nicht über der ganzen Stadt.

Wie Blockupy die Fotos zum Weltbild liefert. Niucht dabei: Motive, die zeigen, dass das Leben im größten Teil der Stadt ganz normal weiterlief. Sie würden wohl nicht ins Bild passen. Mehr...

Attac im Interview

„Das wollten wir nicht“

Von Jenny Filon |
Ziviler Ungehorsam ja - aber so war das nicht gemeint, versichert Attac.

Von den Aktionen überrascht: Roland Süß vom kapitalismuskritischen Netzwerk Attac zieht nach den Blockupy-Protesten in Frankfurt Bilanz. Mehr...

Autonome bei Blockupy

Autonome schuld an Krawallen

Zerstörter Schaukasten eines Ladens: Im Frankfurter Ostend geht am Morgen des 18. März jede Menge Glas zu Bruch.

Für die Zerstörungen am Morgen waren Autonome verantwortlich, die mit Blockupy sonst wenig am Hut haben. Viele waren aus verschiedenen europäischen Ländern angereist, um in Frankfurt Randale zu machen. Mehr...

Blockupy

Scherben und Sturmhauben

Aufräumarbeiten an einer "entglasten" und beschmierten Tram-Haltestelle.

Schaufensterscheiben sind nur notdürftig geflickt, viele Haltestellen sind noch ohne Glas: Das große Aufräumen hat längst begonnen - doch vielerorts werden die Spuren der Blockupy-Proteste noch länger zu sehen sein. Ein Rundgang zu Protestschauplätzen. Mehr...

Blockupy

Blockupy und Linkspartei unter Druck

Nato-Draht liegt rund um den Neubau der Europäischen Zentralbank zum Abtransport bereit.

Die Frankfurter Polizei erhebt am Tag nach den Protesten gegen die EZB schwere Vorwürfe gegen Blockupy. Das Bündnis selbst zeigt sich entsetzt über die Ausschreitungen. In der Bundestagsdebatte gerät die Linkspartei unter Druck. Mehr...

Blockupy

Frankfurter Krawalltag

Blick aus einer zerstörten S-Bahn an der Haltestelle Ostendstraße.

Brennende Polizeiwagen, Steinwürfe, Verletzte und Festnahmen: Bei der Blockupy-Demo gerät die Lage am Mittwochvormittag außer Kontrolle. An den Schulen in der Nähe der Europäischen Zentralbank herrscht nackte Angst. Dass es Krawalle geben würde, war keine Überraschung. Mehr...

Krawalle bei Blockupy

Blockupy weist Verantwortung zurück

Szenen wie aus einem Bürgerkrieg: Brennende Mülltonnen in der Hanauer Landstraße.

Die kapitalismuskritische Blockupy-Bewegung ist nach Ansicht ihres Sprechers Frederic Wester nicht für die Krawalle zur Eröffnung der Europäischen Zentralbank verantwortlich. Die Verantwortung trügen vielmehr die Bundesregierung und EZB. Schuld sei deren Politik. Mehr...

Blockupy

Angst um Kinder

Manch ein Schulweg ist durch brennende Barrikaden blockiert.

Die Uhlandschule im Ostend schickt ihre Schüler wegen den Ausschreitungen nach Hause. Andere Frankfurter Schulen hielten ihre Türen von vornherein geschlossen. Mehr...

Blockupy in Frankfurt

Twitter-Nutzer kritisieren Ausschreitungen

Eine Barrikade brennt in Frankfurt.

Auf Twitter äußern viele Nutzer Kritik an den Protesten in Frankfurt. Zahlreiche Bilder brennender Autos kursieren. Dass die Feuerwehr von Demonstranten angegriffen wird, macht die Twitterer besonders wütend. Mehr...

Syriza-Vertreter bei Blockupy

"Griechenland ist kein Sonderfall"

Von Martín Steinhagen |
Solidarität mit Griechenland demonstrieren Anwohner in der Sonnemannstrasse.

Giorgos Chondros ist im Vorstand der griechischen Regierungspartei Syriza. Im FR-Interview spricht er über die Wahrnehmung von Blockupy in Griechenland und die Differenzen seiner Partei mit dem antikapitalistischen Bündnis.  Mehr...

Interview

"Das Vergangene achten und verändern"

Jochem Jourdan ist einer der bekanntesten deutschen Architekten und Planer.

Jochem Jourdan, einer der bekanntesten deutschen Architekten und Planer, spricht im FR-Interview über den Umbau der Großmarkthalle. Mehr...

Großmarkthalle

Konservatoren leben nicht auf einer Insel

Von Claudia Michels |
Abgefahren: Inzwischen rollen die Händler durch ein neues "Frischezentrum".

Denkmalschützer verzichten auf ein Veto gegen den Umbau der Großmarkthalle durch die EZB.  Mehr...

Bauarbeiten für die EZB haben begonnen

Backsteine als Zeitzeugen

Von CLAUS-JÜRGEN GÖPFERT |
Es geht los, jetzt werden die Annexbauten der Großmarkthalle abgebrochen. Die überzähligen, 70 Jahre alten Backsteine werden zum Ausbessern der Halle aufgehoben.

Die Annexbauten der Halle fallen gerade - viele ihrer Bausteine aber überleben. "Wir werden sie dort einsetzen, wo die Fassade der Markthalle Schäden aufweist", sagt EZB-Sprecherin Andrea Jürges. Mehr...

Streit um die Großmarkthalle

Klage ist aus der Welt

Ein Kompromiss zeichnet sich ab zwischen der Europäischen Zentralbank und den Erben Elsaessers im Streit um die Großmarkthalle. Viel Geld ist plötzlich im Spiel - für eine Stiftung und ein Archiv im Namen des Architekten. Mehr...

Großmarkthalle

Ein verletztes Denkmal

Von CLAUDIA MICHELS |
Erst angerollt, dann abgefahren. Die Baustelle der EZB an der Großmarkthalle wird bald ruhen - wenn sich kein Generalunternehmer findet.

Worauf man nach dem Baustopp im Ostend noch bauen kann, ist der Wert des Kulturgutes Großmarkthalle. Von Claudia Michels. Mehr...

EZB-Manager Lorenzo Bini Smaghi

"Für Jahrhunderte bauen wir"

Der Chefplaner für die neue EZB Lorenzo Bini Smaghi.

Lorenzo Bini Smaghi spricht im FR-Interview über die ehrgeizigen Baupläne der Europäischen Zentralbank und dem schwierigen Umgang mit dem Elsaesser-Erbe. Mehr...

ANZEIGE
- Partner