Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird den Ländern nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur beim Bildungsgipfel einen Qualitätspakt für das umstrittene Bachelor-Studium vorschlagen. Die Qualität der Lehre wie auch die Betreuung der Studierenden müsse deutlich verbessert werden, heißt es in einem Eckpunktepapier zur Vorbereitung des zweiten Bildungsgipfels von Kanzlerin und Ministerpräsidenten am kommenden Mittwoch in Berlin.
Die Kultusminister der Länder hatten am Donnerstag eine radikale Reform des Bachelor-Studiums beschlossen und wollen die Stofffülle sowie die Zahl der Prüfungen deutlich begrenzen. In ihrem Eckpunktepapier für den Bildungsgipfel schlägt die Bundesregierung den Ländern nun eine Erhöhung der Bafög-Fördersätze um zwei Prozent vor. Die Elternfreibeträge für die studentische Ausbildungsförderung sollen um drei Prozent steigen. Zudem soll es Verbesserungen für Studierende mit Kindern geben. Eine Mehrzahl der Länder findet die Vorschläge noch unzureichend.
So sieht das auch das Deutsche Studentenwerk. In einem eigenen Papier fordert dieses mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund, die Bedarfssätze der Studenten um vier Prozent und die Freibeträge um fünf Prozent anzuheben. Gerade letztere "stellen eine entscheidende Stellschraube dar, wenn es darum geht, mehr Kinder aus der unteren Einkommensschicht ins Studium zu bringen", so Stefan Grob vom Studentenwerk. Hier setze die Bundesregierung zu tief an. Passend zum Thema legte das Centrum für Hochschulentwicklung in Gütersloh Empfehlungen für eine Bafög-Umstrukturierung vor: Demnach sollen die getrennten staatlichen Finanzierungsinstrumente wie etwa Studienkredite und -darlehen zusammengeführt werden. (yg/dpa)
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