Aktuell: Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Türkei | US-Wahl | FR-Serie: Fintechs
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Große Koalition
Von der Bundestagswahl zur Bildung der Großen Koalition.

10. September 2013

Kommentar: Merkels Staunen über die Leiharbeit

 Von 
Zehn Jahre lang in Zeitarbeit bei ein- und derselben Firma? Das will Kanzlerin Angela Merkel jetzt prüfen.  Foto: afp

Vielleicht war Angela Merkel wirklich erstaunt, als sie in der ARD-"Wahlarena" von jahrelanger Leiharbeit hörte. Allerdings fällt es schwer, das zu glauben - schließlich hat sich auch die CDU in den letzten Monaten ausführlich mit dem Missbrauch der Zeitarbeit befasst.

Drucken per Mail

Vielleicht war Angela Merkel wirklich erstaunt, als sie in der ARD-"Wahlarena" von jahrelanger Leiharbeit hörte. Allerdings fällt es schwer, das zu glauben - schließlich hat sich auch die CDU in den letzten Monaten ausführlich mit dem Missbrauch der Zeitarbeit befasst.

Es gibt einen Satz, den Angela Merkel häufig verwendet hat: „Sozial ist, was Arbeit schafft.“ Die Kanzlerin hat ihn inzwischen zur Seite gelegt. Merkel hat entdeckt, dass es Einschränkungen gibt, dass es zwar für die Statistik gut ist, wenn Menschen nicht mehr arbeitslos sind. Dass deswegen aber noch lange nicht die Arbeit gut ist, geschweige denn sozial. Vielleicht hat sie auch nur festgestellt, dass das inzwischen die Mehrheitsmeinung ist.

Deswegen hat sich die CDU mit dem Mindestlohn angefreundet, deswegen hat sie „Equal Pay“ – gleiche Bezahlung – in ihren Wortschatz aufgenommen. Es ist eine langsame Bewegung, ein vorsichtiges Hervorkramen der Unionsseite, die eine Weile verschüttet schien. Der Glaube an die Selbstregulierung des Marktes war inzwischen tief eingesickert ins CDU-Bewusstsein.

Vielleicht war Merkel also wirklich erstaunt, als sie nun in einer Wahlsendung hörte, dass manche Zeitarbeiter über zehn Jahre hinweg beim selben Unternehmen beschäftigt sind – und nicht nur „vorübergehend“, wie es im Gesetz steht. Allerdings fällt es schwer, das zu glauben, schließlich hat sich auch die CDU in den letzten Monaten ausführlich mit dem Missbrauch der Zeitarbeit befasst. Merkel will die Sache nun prüfen. Vorübergehend wird erst einmal nichts passieren. Dieses „vorübergehend“ sollte nicht zehn Jahre dauern.

FR-Wahlhelfer

Hier helfen die Experten aus unserer Politikredaktion. Sie haben die Verlautbarungen der Parteien ausgewertet – und daraus 29 Thesen und Fragen abgeleitet. Sie klicken an, wie sehr sie den Aussagen zustimmen – und FR-Online sagt Ihnen, welche Partei Sie dann eigentlich wählen müssten. Der FR-Wahlhelfer.

[ Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann bestellen Sie gleich hier 4 Wochen lang die neue digitale FR für nur 5,90€. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ergebnis der Bundestagswahl

Unsere große interaktive Grafik mit prozentualer Stimmenverteilung, Anzahl der Sitze und dem Koalitionsrechner - wer kann mit wem? Außerdem die Erst- und Zweitstimmen aus allen Wahlkreisen.

Spezial

Unser Informationspaket zur Regierungsbildung:

Die Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Alle Ergebnisse - mit Koalitionsrechner

Die interaktive Karte - Kandidaten, Gewinner und Verlierer aus den hessischen Wahlkreisen.

Der FR-Parteiencheck - ermitteln Sie interaktiv, welcher Partei Sie nahe stehen.

Die Kandidaten - Politikerinnen und Politiker im Porträt.


Videonachrichten Bundestagswahl
Ergebnisse
Rhein-Main-Spezial

Unser Informationspaket zur neuen schwarz-grünen Koalition:

Die Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Alle Hochrechnungen und Ergebnisse für Hessen

Die interaktive Karte - Kandidaten, Gewinner und Verlierer aus den Frankfurter Wahlkreisen.

Der FR-Wahlhelfer - ermitteln Sie exklusiv auf FR-Online interaktiv, welcher Partei Sie nahe stehen.

Hessenwahl 2013

Wer war zur hessischen Landtagswahl angetreten? Einen Gesamtüberblick bietet unsere Galerie der Kandidaten von A bis Z. Mit folgendem Menü kommen Sie direkt zu Ihrem Wahlkreis.

 

Politik-Spezial

Sie sagen uns, wie sehr Sie bestimmten politischen Positionen zustimmen. Wir sagen Ihnen, welche Partei Sie dann eigentlich wählen müssten. Der interaktive FR-Wahlhelfer im Spezial zur Bundestagswahl.

Meinung