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Campus-News: Studium und Studenten-Leben an den Hochschulen im Rhein-Main-Gebiet

03. September 2012

Austauschjahr in den USA: Wie im Film

 Von Valea Ströher
Valea Ströher (zweite von links) wurde herzlich empfangen.  Foto: privat

Austauschschülerin Valea Ströher geht für ein Jahr in die USA. Sie fühlt sich schnell dort zu Hause - auch wenn sie sich an einige Merkwürdigkeiten gewöhnen muss. Zum Beispiel beim Frühstück von Papptellern zu essen.

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Auf einmal war es da, dieses Gefühl. Auf einmal fühlte ich mich total einsam und wollte wieder nach Hause. Ich saß im Flugzeug nach Cincinnati. Alleine. Und ich fragte mich, warum um alles in der Welt ich ein Auslandsjahr in den USA machen wollte. Aber jetzt gab es keinen Weg mehr zurück.

Mit diesem Gefühl bin ich in Cincinnati aus dem Flieger gestiegen und habe mich auf den Weg zum Kofferband gemacht. Schon von Weitem habe ich meine Gastfamilie gesehen, die mit Schildern auf mich wartete, auf denen groß mein Name stand. Dann kam meine Gastmutter auf mich zugerannt und hat mich umarmt. In diesem Moment wusste ich, dass es die richtige Entscheidung war, ins Ausland zu gehen. Nachdem mich auch meine Gastschwester, mein Gastpapa und ganz viele andere gedrückt und immer wieder „Welcome in America“ gerufen hatten, haben wir meinen Koffer geholt und sind dann in ein Restaurant gefahren. Ich habe mich gleich als ein Teil der Familie gefühlt.

Erst mal einen Pappteller

Seit dem 7. August bin ich nun in Amerika. Erst einmal durfte ich vier Tage lang die Metropole New York genießen. Es war der Wahnsinn. Das Hostel, in dem wir wohnten, war zwar nicht der „Bringer“, aber zum Schlafen hat es ausgereicht. Das Team von „Into“, der Organisation, mit der ich reise, war gut drauf und hat sich super um uns gekümmert.

Dann ging es in meine neue Heimat nach Ohio. Nach dem Essen sind wir nach Hause gefahren.

Nachdem ich alles gezeigt bekommen hatte, haben wir später noch einen Film geschaut.

Leider erinnere ich mich nur noch an den Anfang und das Ende, weil ich zwischendurch eingeschlafen bin. Ich war so verdammt müde.

Am nächsten Morgen komme ich in die Küche, und da sitzen alle und essen von Papptellern. Ich habe dann auch erst mal einen Pappteller bekommen (daran muss man sich erst mal gewöhnen) und habe mit allen gefrühstückt. Das waren die ersten Stunden bei meiner Gastfamilie.

Endlich im gelben Schulbus

Am 15. August ging die Schule los, und ich war so verdammt aufgeregt. Dann kam er endlich, der gelbe Schulbus. Was habe ich mich auf den gefreut. Ich kam mir vor wie in einem amerikanischen High School Film.

Die ersten Schultage waren super interessant und lustig. Ich wurde doch tatsächlich gefragt, ob wir Deutsch in Deutschland sprechen und ob ich auch Deutsch kann. Ich wusste in dem Moment nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Dann musste ich noch Deutsch reden, und alle waren total begeistert.

Trotz so mancher komischer Frage sind die Amerikaner sehr hilfsbereit, offen und lustig. Ich fühle mich hier total wohl und schon wie zu Hause. Ich liebe den coolen gelben Schulbus und die Leute hier.

Was ich nicht so liebe, ist mein Schließfach in der Schule. Ich bekomme das doofe Ding mit dem Zahlenschloss einfach nicht auf, und mir muss immer jemand helfen. Aber ich glaube fest daran, dass ich es eines Tages ganz alleine öffnen kann.

Die Schülerin Valea Ströher aus Schwalbach verbringt ein Jahr in Clinton County, Ohio. Für die FR berichtet sie in regelmäßigen Abständen aus den USA.

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