Die Goethe-Universität Frankfurt ist für ihren CO2-neutralen Supercomputer ausgezeichnet worden. Die Hochschule erhielt am Freitag den Titel „Ausgewählter Ort“ im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“. Mit der Initiative von Wirtschaft und Bundesregierung werden jährlich 365 Innovationen oder besonderer Einfallsreichtum gewürdigt.
Der Höchstleistungsrechner LOEWE-CSC ist einer der ersten CO2-neutralen Supercomputer der Welt. Er sei durch eine neuartige Kühltechnik besonders energie- und kostensparend und werde zudem ausschließlich mit erneuerbaren Energien versorgt, teilte die Universität mit. Die Professoren und Projektleiter Volker Lindenstruth und Hans-Jürgen Lüdde nahmen die Auszeichnung entgegen.
Der Rechner arbeite mit Grafikchips, wie sie auch bei handelsüblichen Rechnern verwendet werden. Der Energieverbrauch des Computers ließe sich jedoch durch die in Frankfurt entwickelte „e-Square-Kühltechnik“ reduzieren, hieß es in einer Mitteilung. Dabei verhinderten wassergekühlte Türen der Computerschränke, dass die erzeugte Wärme des Supercomputers in die Raumluft gelange. Der zusätzliche Energiebedarf für die Kühlung könne dadurch auf etwa ein Zehntel gesenkt werden. (dapd)
1941 präsentierte der bei den Henschel-Flugzeugwerken angestellte Bauingenieur Konrad Zuse den ersten Rechner der Welt. Er hatte eine Speicherkapazität von 64 Wörtern.
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