Aktuell: Zuwanderung Rhein-Main | Fotostrecken | Polizeimeldungen
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Campus
Campus-News: Studium und Studenten-Leben an den Hochschulen im Rhein-Main-Gebiet

12. Mai 2015

Goethe-Universität: Konferenz der Skeptiker

 Von 
Auch Geister und Hellseher stehen auf dem Programm.  Foto: imago/A. Kleb

An der Goethe-Universität Frankfurt stehen Forschungs- und Alltagsphänomene auf dem Prüfstand.

Drucken per Mail

Ufos, das Monster von Loch Ness und magische Kräfte – einen Platz finden diese Themen in der heutigen Zeit höchstens noch im Esoterik-Regal einer Buchhandlung. Völlig verschwunden ist der Glaube an unerklärliche Phänomene aber längst nicht aus dem öffentlichen Leben. Auch heute noch kaufen Verbraucher teure Produkte mit vermeintlicher Wunderwirkung. Da selbst in der Wissenschaft noch Aufklärungsbedarf bestehe, wird an der Frankfurter Goethe-Universität die Konferenz Skepkon vom 14. bis zum 16. Mai stattfinden.

Veranstalter des dreitägigen Programms ist die Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), die als vorrangiges Ziel den Verbraucherschutz hat. „Wer gegen esoterische Annahmen vorgehen will, braucht Argumente“, sagt Martin Mahner, GWUP-Mitglied und Mitorganisator der Konferenz. Beim Versuch Esoteriker umzustimmen, müssten skeptisch eingestellten Menschen wissenschaftliche Zusammenhänge kennen, um Fehlannahmen zu entkräften.

Die Tagung

Veranstaltungsort der Konferenz vom 14. bis zum 16. Mai an der Frankfurter Goethe-Uni ist der Casino-Anbau am Campus Westend am Theodor-W.-Adorno-Platz. Anmelden kann man sich hier.

Am Eröffnungstag erforscht Biologin Bettina Wurche das Star-Wars-Universums und Kriminalbiologe Mark Benecke führt in die Geheimnisse ungeklärter Todesfälle ein. Am Abend spricht die englische Bloggerin und ehemalige Geisterjägerin Hayley Stevens.

Die Teilnahmegebühr beträgt am ersten Tag 8 Euro, halbtags 5 Euro. Der Eintritt für die komplette Konferenz kostet für Nichtmitglieder 155 Euro und 145 für Mitglieder. (cos)

Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen diskutieren auf der Skepkon-Konferenz sowohl naturwissenschaftliche Zusammenhänge als auch Themen, die auf den ersten Blick nichts mit Esoterik zu tun haben: etwa Albert Einsteins Relativitätstheorie, das Erziehungskonzept Maria Montessoris und sogar Unternehmensberatung.

Der 1987 gegründete Verein betreibt in Roßdorf bei Darmstadt ein eigenes Zentrum für Wissenschaft und kritisches Denken. Die etwa 1350 Mitglieder sind in Ortsvereinen organisiert. Im Vereinsmagazin „Skeptiker“ präsentiert die Gesellschaft regelmäßig interdisziplinäre Forschungsergebnisse zu parawissenschaftlichen Themen. Als Parawissenschaft gelten laut GWUP Behauptungen, die sich am Rande oder außerhalb der akademischen Wissenschaften befinden. Sobald eine parawissenschaftliche Annahme den Anspruch erhebt, wissenschaftlich zu sein, spricht die GWUP von einer Pseudowissenschaft.

Anhand eines langen Kriterienkatalogs prüfen Wissenschaftler des Vereins Forschungsarbeiten. Erfüllen wissenschaftliche Befunde nur 90 Prozent der Kriterien, gelten sie nach GWUP als pseudowissenschaftlich.

Die Skepkon soll jedoch nicht nur Wissenschaftler ansprechen, sagt Mahner. Mit unterhaltsamen Themen wie Geister, Hellseher oder auch einer Satire zum Einrichtungsstil „Feng Shui“ sollen ebenso interessierte Laien angeregt werden, Alltagsphänomene kritisch zu hinterfragen.

Das Hauptprogramm an den darauffolgenden Tagen widmet sich den Wissenschaften. Vor allem Medizin spielt eine besondere Rolle. Von alternativmedizinischen Ansätzen ginge nämlich eine besondere Gefahr aus, so Mahner. Dies sei der Fall, wenn Menschen etwa lebensnotwendige Medikamente absetzten und pharmazeutisch wirkungslosen Methoden Glauben schenkten. Am letzten Konferenztag geht es um paranormale Phänomene aus kulturgeschichtlicher und psychologischer Perspektive.

„Natürlich machen wir uns als Verein nicht nur Freunde durch unsere Arbeit“, sagt Mahner. Alternativmediziner, Astrologen und Wissenschaftler, die im esoterischen Bereich forschen, würden sich immer wieder angegriffen fühlen.

Stephanie Dreyfürst von der lokalen GWUP-Ortsgruppe freut sich, die Skepkon in diesem Jahr nach Frankfurt geholt zu haben. „Wir hoffen, dass Studierende Anregungen finden, zu spannenden Themen zu forschen“, sagt Dreyfürst, die zudem das Schreibzentrum an der Goethe-Universität leitet.

[ Lesen Sie jetzt das EM-Spezial der FR - digital oder gedruckt sechs Wochen lang ab 27,30 Euro. Hier geht’s zur Bestellung. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Übersicht

Wir informieren Sie aus der ganzen Region. Nachrichten aus Ihrer Stadt können Sie als Newsfeed abonnieren - klicken Sie bitte auf das orange Symbol.

Regionale Startseite

Frankfurt

Rhein-Main

Bad Homburg, Hochtaunus

Bad Vilbel, Wetterau

Darmstadt

Kreis Groß Gerau

Hanau, Main-Kinzig

Main-Taunus

Offenbach

Kreis Offenbach

Wiesbaden

Twitter

Anzeige

Mountainbike-Touren im Video
ANZEIGE
- Partner