Die Goethe Uni stellt ihre „Bürger-Universität“ unter die Frage: „Was heißt Gerechtigkeit heute?“ Auch die Frankfurter Rundschau fragt Sie, liebe Leser, nach ihrer Meinung. Bis 15. November stellen wir an dieser Stelle Fragen, an denen sich die Geister scheiden. Sagen Sie uns, was Sie für gerecht halten. Stimmen Sie online über die Fragen ab und schreiben Sie uns Ihre Ansicht.
Die Regel war einleuchtend, und sie ließ keine Ausnahmen zu: Willst du gerecht einkaufen, dann kaufe lokal, beim kleinen Händler um die Ecke, statt im Internet zu bestellen oder gar die großen Kaufhäuser zu unterstützen. Im Buchhandel ist die Sache nicht mehr so einfach. Das Geschäft wird sich langfristig ins Internet verlagern, weil die Vielfalt und Bequemlichkeit des Online-Shoppings unschlagbar sind.
Doch was passiert im Netz? Das Gleiche wie in der Fußgängerzone: Die großen Fische fressen die kleinen. Und warum? Weil wir nicht gerecht genug einkaufen. Alle klicken sich zu Amazon, weil man dort im Vorbeigehen auch noch mp3-Player und Küchengeräte mitnehmen kann. Kreative, unabhängige Plattformen wie buecherwurm.de oder Zeilenreich sind der breiten Masse bisher eher unbekannt – und vielleicht die bedrohte Art von morgen. Sollten wir sie heute schon schützen? (prjp)
Wo sollten wir einkaufen? Das ist die Frage des Tages.