Die Goethe Uni stellt ihre „Bürger-Universität“ unter die Frage: „Was heißt Gerechtigkeit heute?“ Auch die Frankfurter Rundschau fragt Sie, liebe Leser, nach Ihre Meinung. Bis zum 15. November stellen wir an dieser Stelle Fragen, an denen sich die Geister scheiden. Sagen Sie uns, was Sie für gerecht halten. Stimmen Sie online über die Fragen ab und schreiben Sie uns Ihre Ansicht.
Gerechtigkeit über den Geldbeutel herzustellen ist keine leichte Sache. Wovon soll es abhängen, wer den Spitzensteuersatz zahlt oder wem Bafög zusteht? Ein Beispiel aus der Kindeserziehung: Die Stadt Frankfurt erhebt Kita-Gebühren nach einem vierstufigen Modell, das gut verdienende Eltern mehr, schlecht verdienende weniger zur Kasse bittet. Kinder sollen nicht darunter leiden müssen, dass ihre Eltern sich keine frühe Förderung leisten können – denn Gerechtigkeit bedeutet, allen gleiche Chancen zu geben.
Dieses Modell steht aber zur Disposition: Kritiker fordern, eine einheitliche Pauschale einzuführen, weil schließlich alle Kinder die selbe Leistung empfingen. Gleiche Leistung, gleicher Preis – warum sollen die Reichen da mehr bezahlen? Ist denn das gerecht? (prjp)
Soll die Staffelung der Kitagebühren abgeschafft werden? Das ist die Frage des Tages.