Die Goethe Uni stellt ihre „Bürger-Universität“ unter die Frage: „Was heißt Gerechtigkeit heute?“ Auch die FR fragt Sie, liebe Leser, nach Ihrer Meinung. Bis zum 15. November stellen wir an dieser Stelle Fragen, an denen sich die Geister scheiden. Sagen Sie uns, was Sie für gerecht halten. Stimmen Sie online über die Fragen ab und schreiben Sie uns.
Kaum ein Thema hat zu so viel Streit und Protesten geführt wie die erst durchgeboxte und dann wieder zurückgenommene Einführung von Studiengebühren in Hessen. Überteuert, unsozial, unausgewogen – kurz: ungerecht erscheinen die Kosten den Studenten. Das Kernargument der Gegner ist, dass nicht mehr Eignung und Leistung, sondern der familiäre Hintergrund über die Ausbildung entscheide.
Doch auch die Bezahlung der akademischen Ausbildung hat zwei Seiten. Kindern aus sozial schwächeren Haushalten sollen gezielt gefördert werden. Bildungskredite oder Studiendarlehen greifen den Studenten unter die Arme. Und ist das bisherige Modell gerecht, dass die Studenten, die leider immer noch überwiegend aus den höheren sozialen Schichten kommen, ihr Studium vom Steuerzahler und damit von der breiten Masse finanziert bekommen? (prjp)
Sind Studiengebühren gerecht? Das ist die Frage des Tages.