Angela Merkel steht vor einer Wahl, die über ihr weiteres Leben entscheidet. Es geht nicht um ihre politische Zukunft, dafür umso mehr um ihre Lebensqualität. Und deshalb muss die Bundeskanzlerin, die als große Freundin des Regierens per SMS bekannt ist, sich nun entscheiden: Blackberry Z10 oder Samsung Galaxy SIII?
Der offizielle Startschuss für die weltgrößte Computermesse CeBIT ist gefallen.
Foto: REUTERSOberflächlich betrachtet würden die allermeisten Smartphonenutzer diese Entscheidung wohl in kurzer Zeit treffen können. Denn während die Samsung-Geräte als die Flaggschiffe des südkoreanischen Konzerns und iPhone-Killer gelten, stammen die letzten Blackberry-Erfolgsmeldungen etwa aus dem Jahr 2011. Damals führten in Großbritannien Tausende Randalierer vor, dass man sich mit den bei Unterschichts-Jugendlichen beliebten Telefonen günstig und abhörsicher zu innerstädtischen Ausschreitungen verabreden kann.
Doch wie angesagt eine Smartphone-Marke gerade ist, spielt für die Kanzlerin wohl eine eher untergeordnete Rolle. Für sie und mehrere tausend Regierungs- und Behördenmitarbeiter werden zum Juli neue Smartphones angeschafft, die vor allem eines sein sollen: sicher. Das muss gewährleistet sein für Sprachübertragungen beim Telefonieren und für Datenübertragungen beim Verschicken von E-Mails und Terminen.
Blackberry sieht gute Chancen
Bisher hatte Merkel ein Gerät für das eine und ein anderes Gerät für das andere. Nun sollen beide Anforderungen in einem Telefon verbunden werden. Da sind die Anzahl der Anwendungen im jeweiligen App-Store, die Klangqualität der Lautsprecher und die Kamera natürlich zweitrangig. Eine Lösung hat die Telekom mit Samsung vorgelegt, die andere das Düsseldorfer Unternehmen Secusmart mit Blackberry.
Bild im Bild: Dank des schnellen Vierkernprozessors laufen Videos auf dem Galaxy S3 beim Surfen in einem kleinen Fenster weiter.
Foto: dpa„Wir gehen schwer davon aus, dass unser Gerät in der Handtasche von Frau Merkel landet“, sagt Hans-Christoph Quelle, Geschäftsführer von Secusmart. Mit seiner Verschlüsselungssoftware müssen die Nutzer anders als früher nicht mehr auf Bedienkomfort verzichten. Merkel könne sogar die Bluetooth-Technik nutzen und Apps für Facebook oder Twitter aufrufen. Und SMS kann der Blackberry natürlich auch.
Vorstandschef Thorsten Heins zeigt ein Blackberry.
Foto: REUTERSDie Cebit findet vom 5. bis 9. März 2013 auf dem Messegelände in Hannover statt.
Knapp 4100 Unternehmen aus 70 Ländern zeigen bei der weltgrößten Computermesse Cebit in Hannover ihre Neuheiten.
Das Motto der Cebit 2013 lautet "Shareconomy".