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Börse heute: Commerzbank sammelt Geld ein

Asiens Börsen legen zu, aber für den Dax wird weiter keine klare Tendenz prognostiziert. Die Wall Street ist durch Sitzungsprotokolle der Fed verunsichert.

Blick auf die Börse
Blick auf die Börse
Foto: dpa
Frankfurt –  

Die teilverstaatlichte Commerzbank will den Staat als Anteilseigner loswerden. Noch in diesem Jahr will das Institut 14,3 Milliarden Euro der insgesamt 16,2 Milliarden Euro zurückführen. Imposante elf Milliarden Euro sollen dabei über den Verkauf neuer Aktien eingesammelt werden. Gerüchte um eine solche Mega-Kapitalerhöhung hatten immer wieder kursiert. Vor Börsenbeginn verzeichneten Commerzbank-Aktien leichte Verluste.

Für das erste Quartal rechnet die Commerzbank mit einem Ergebnis “oberhalb der Erwartungen”. Für das Geschäftsjahr 2012 kündigte das Haus eine Dividende an. Die zurückgeführten stillen Einlagen haben den Angaben zufolge “für das Jahr 2011 keinen Anspruch auf Bedienung”, sodass das Engagement des Bundes wohl als eines größten zinsloses Darlehen in die Geschichte eingehen dürfte.

Der angekündigte Befreiungsschlag der Commerzbank ist das Thema an diesem Börsentag. Für den Deutschen Aktienindex (Dax) erwarten Händler die gleiche richtungslose Tendenz, wie an den beiden Vortagen dieser Handelswoche.

Gelddruckmaschine auf Hochtouren

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Die Wall Street hat am Vortag ihre frühen Gewinne nicht halten können. Die Sitzungsprotokolle der US-Notenbank verunsicherten viele Anleger, da im Direktorium der Fed Uneinigkeit über den zukünftigen Kurs der Währungshüter zu herrschen scheint. Dennoch bleibt es offensichtlich bei der expansiven Geldpolitik, das heißt bei niedrigen Zinsen und einem großzügigen Rückkaufprogramm US-amerikanischer Anleihen. Im laufenden Jahr hat die Fed 70 Prozent aller Neuemissionen aufgekauft.

Die Gelddruckmaschine läuft also auf Hochtouren, was sich in den wachsenden Inflationsängsten der Anleger äußert. Gold markierte bei einem Preis von 1457 Dollar je Unze ein neues Rekordhoch.

Asiens Börsen können zulegen. Nach einer Feiertagspause sind Aktien in Hongkong und auf dem chinesischen Festland gefragt. Auch der Tokioter Nikkei-Index legte zu. Anleger setzen auf wirtschaftliche Erholung nach einem Einbruch. Die Bänder bei Toyota laufen wieder. Gestern noch hatte der Autohersteller Berichten zufolge erwogen, wegen fehlender Zulieferteile die US-Produktion komplett zu stopfen.

Papiere des Kraftwerkbetreibers Tepco befinden sich weiter im freien Fall, trotz der jüngsten Erfolgsmeldungen aus Fukushima.
Griechenland dürfte ebenso Thema auf dem Parkett sein. Berichten zufolge schließt die Euro-Gemeinschaft eine Umschuldung nicht mehr aus. Das würde die Gläubiger mit in die Pflicht nehmen. Der Euro reagierte nicht auf diese Spekulation und gerierte sich bei Kursen knapp unter 1,42 Dollar weiter als Krisenwährung.

Autor:  Stefan Wolff
Datum:  6 | 4 | 2011
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