kalaydo.de Anzeigen

Keine neue Staatshilfe: Commerzbank rettet sich selbst

Die teilverstaatlichte Commerzbank hat ein milliardenschweres Finanzierungsloch - und doch kommt sie beim Stopfen ihrer Kapitallücke Zeitungsinformationen zufolge jetzt ohne Staatshilfe aus.

Die teilverstaatlichte Commerzbank muss bis kommenden Freitag (20. Januar) den Plan bei der Finanzaufsicht Bafin einreichen. Foto: Boris Roessler
Die teilverstaatlichte Commerzbank muss bis kommenden Freitag (20. Januar) den Plan bei der Finanzaufsicht Bafin einreichen. Foto: Boris Roessler
Foto: dapd
Düsseldorf –  

Die teilverstaatlichte Commerzbank kommt beim Stopfen ihrer Kapitallücke Zeitungsinformationen zufolge ohne Staatshilfe aus. Commerzbank-Chef Martin Blessing wolle die entsprechenden Pläne Anfang kommender Woche Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vorstellen.

Dies berichtet das «Handelsblatt» (Freitag) unter Berufung auf Finanz- und Regierungskreise. Das Konzept von Blessing beruhe allein auf «Marktlösungen». Staatliche Hilfen seien weder direkt noch indirekt Teil der Kapitalpläne, erfuhr die Zeitung nach ihren Angaben aus Regierungskreisen. Auch eine Abspaltung der Problemtochter Eurohypo scheine zum jetzigen Zeitpunkt vom Tisch zu sein.

In Finanzkreisen hieß es danach, «dass der Kapitalplan der Commerzbank keine Staatshilfen vorsieht». Die Commerzbank selbst wollte dies am Freitag nicht kommentieren. Die Bank hatte immer betont, dass sie die von der europäischen Bankenaufsicht EBA identifizierte Kapitallücke von 5,3 Milliarden Euro bis Mitte 2012 ohne neue Staatshilfe füllen will. Die Bank muss bis kommenden Freitag (20. Januar) den Plan bei der Finanzaufsicht Bafin einreichen. Diese muss ihn dann genehmigen.

Blessings Plan bestehe aus mehreren Bausteinen: Der Abbau von Risiken soll 2,7 Milliarden Euro bringen, weitere 750 Millionen Euro würden aus der Umwandlung der stillen Einlage der Allianz in hartes Kapital erwartet. Eine weitere Milliarde solle vor allem durch einbehaltene Gewinne aufgebracht werden, zitierte die Zeitung Verhandlungskreise. 700 Millionen Euro hat die Commerzbank bereits in der Bilanz durch den Rückkauf nachrangiger Anleihen. Der Kapitalplan enthalte keine Kapitalerhöhung hieß es der Zeitung zufolge in den Kreisen weiter. (dpa)

Datum:  13 | 1 | 2012
Kommentare:  1
Empfehlen:  E-Mail
Leserbrief:  Leserbrief
Artikel:  Drucken
Ressort

Nachrichten aus der Wirtschaft, Börsen-Trends, Kurse und Finanz-Themen.


Ressort: Wirtschaft
Genug provoziert: Thilo Sarrazin.
Präsentation im Hotel Adlon 
Die Kandidaten für den
Foodwatch Goldener Windbeutel 

Anzeige

Spezial

Die Schlecker-Insolvenz - Welche Auswirkungen hat sie auf die Filialen und Mitarbeiter?


Insolvenz

Der Insolvenzverwalter ist bestellt, jetzt beginnt die harte Zeit der Neuordnung von Schlecker. Wir erklären, wie es mit der Kette weitergeht.

Anzeige

 

  • 6.422,73 Pkt. +91,69 (+1,45%)
  • 10.420,58 Pkt. +251,03 (+2,47%)
  • 761,52 Pkt. +10,12 (+1,35%)
  • 8.729,29 Pkt. +95,40 (+1,10%)
  • 1,2756 USD -0,0055 (-0,43%)
in Zusammenarbeit mit Finanzen100.de
Spezial
Stromzähler (Archivbild)

Was kommt nach dem Atomausstieg? Diskutieren Sie mit über die Energie der Zukunft.

ANZEIGE
- Business
- sonstiges
- Kauftipps!