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Kommentar zur Commerzbank: Es könnte kaum schlechter sein

Für Martin Blessing wird es eng. Der Commerzbank-Chef hatte von einer Rückkehr seines Instituts in die Gewinnzone geträumt. Doch die Jahresbilanz ist tiefrot. Von Antje Schüddemage

Antje Schüddemage ist Wirtschaftsredakteurin der Frankfurter Rundschau.
Antje Schüddemage ist Wirtschaftsredakteurin der Frankfurter Rundschau.
Foto: fr

Hat Martin Blessing zu viel versprochen? Es ist noch nicht lange her, da hat der Commerzbank-Chef öffentlich von einer Rückkehr seines Instituts in die Gewinnzone geträumt. 2010 könnte es möglicherweise schon soweit sein, hatte er anklingen lassen.

Nun wissen wir, daraus wird wohl nichts. Dafür müsse bei der Konjunktur und an den Märkten alles "sehr positiv verlaufen", hieß es bei der Vorstellung der Jahresbilanz.

Und die könnte kaum schlechter sein. Während andere Häuser wie die Deutsche Bank wieder Milliardengewinne schreiben, steckt die Commerzbank in tiefroten Zahlen fest. Zwar sind es zwei Milliarden Minus weniger als im vergangenen Jahr, doch läuft es für Blessing auch weiterhin alles andere als rund.

Da ist die kostspielige Übernahme der Dresdner Bank, der Commerzbank drücken noch immer hohe Abschreibungen auf Risikopapiere auf die Bilanz und auch in Sachen Eurohypo hat der Vorstandsvorsitzende kein glückliches Händchen. Der Immobilienfinanzierer muss verkauft werden, hat sich allerdings in griechischen Staatsanleihen engagiert, was das Aufhübschen der Tochter erheblich erschwert.

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"Die Krise ist noch nicht vorüber", fasst Blessing selbst die Lage seines Instituts zusammen. Da drängt sich zwangsläufig die Frage auf, ob er seine sich selbst gesetzte Zielvorgabe, im Jahr 2011 wieder Gewinne zu schreiben und spätestens 2012 ein Teil der 18,2 Milliarden Euro Staatshilfe zurückzuzahlen, wird einhalten können.

Zwei Dinge sind jedenfalls sicher: Ein Selbstläufer wird das nicht. Und: Wer Versprechen nicht hält, verliert den Rückhalt der Anleger.

Autor:  Antje Schüddemage
Datum:  24 | 2 | 2010
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